ZEITRAUM

Vorwort

Gedanken zu Zeit & Raum von Horst Hamann

Schon lange beschäftigt mich das Thema: Raum auf Zeit, Zeit im Raum. In einer frühen „Sturm & Drang“ Phase realisierte ich vor langer Zeit in Mannheim mit zwei Freunden ein ambitioniertes Galerieprojekt. Es war der Startschuss für eine Zeit-Raum-Trilogie, die mich noch Jahre begleiten sollte. Den Anfang machte Mitte der achtziger Jahre ein gemieteter Raum: „3.2.1 Raum auf Zeit“, den wir jungen Fotografen auf limitierte Zeit für Ausstellungskonzepte zur Verfügung stellten.

Bei der zweiten Phase: Zeitraum: „Gleichzeitig = Gleichgültig?“, versuchte ich, über einen ZeitRaum von 12 Monaten,
12 Fotografenfreunde – geografisch auf der ganzen Welt verstreut – zu animieren, mir jeden Monat ein persönliches Bild zu schicken und mir ihren Alltag zu „erklären“. Mich bewegte damals – lange vor Internet und Skype – die Frage, was machen meine Freunde eigentlich den ganzen Tag, die „Gleichzeitig“ und „Gleichgültig“ auf der Welt verstreut, ihren Leidenschaften nachgingen. Rückblickend erinnert das Projekt an eine Art frühzeitliches „Instagram“.

Bei der dritten und letzten Stufe der Trilogie: Zeitpunkt (The Millennium Project) hatte ich es dann auf die Spitze getrieben. Ich lebte inzwischen in New York und das Internet war als Instrument zum Experimentieren „brühwarm“ verfügbar. So hatte ich dieses Mal 144 Menschen (12 x 12) – wie man merkt, liebe ich diese symbolische Zahl – aus meinem wachsenden fotografischen Umfeld überredet, mir Fotos vom Jahrtausendwechsel elektronisch zu übermitteln. Ich forderte u. a. ein Bild des letzten „Abendmahls“ des ausklingenden Millenniums. Viele Medien hatten ja lauthals den globalen „Communication Breakdown“ verkündet und den Zusammenbruch von Computer- Systemen. Trotz vieler Pessimisten blieb die digitale Apokalypse aus. Die Computer schafften es, über 2000 zu zählen.

Den Versuch, die Zeit „anzuhalten“ praktiziere ich schon, seit ich mit elf Jahren meine Begeisterung für die Fotografie entdeckte. Unzertrennlich gekoppelt war neben der Fotografie auch immer eine tiefe Sehnsucht und „Seh“- Sucht nach neuen Ländern, Orten und Menschen. Die Erfahrung lehrte mich, dass ich neue Er-„Fahrung“ eher emotional verarbeite. Messbare Werte und Zeitrechnungen sind daher für mich unnötig und irrelevant. Als audiovisuell sensibler Mensch haben sich für mich die Erlebnisse auf den „Seh-Fahrten“ immer über die subjektive Summe von Ausstrahlung der Orte und den menschlichen Begegnungen definiert. Die entstandenen Bilder sind unwiederbringliche Schätze und Dokumente. Die wahre Kraft der Bilder zeigt sich oft erst später. Die prägende Wirkung wird erst beim Auskosten des unbeschreiblichen Zwischenraums freigesetzt. Dort ist der Zauber des Bildes verborgen. Genau deshalb liebe ich die Fotografie als Ausdrucksform so sehr. Horizontal oder vertikal ist zweitrangig. Wichtig ist, dass die Bilder Raum bekommen zum „atmen“. Überhaupt sollte die Kunst mehr an die „frische Luft“, raus aus den heiligen Hallen, näher zum Empfänger – in die öffentlichen Räume. Das können Tank- oder Baustellen, aber auch Fahrstühle im vertikalen Auf und Ab sein. Der Fantasie und den technischen Möglichkeiten sind heute kaum Grenzen gesetzt.

In diesem Sinne bleiben Sie mutig und weltoffen.

Stay Vertical!

© Horst Hamann

Horst Hamann

Fotograf
1958 in Mannheim geboren, fotografiert seit seinem elften Lebensjahr. Die Hälfte seines Lebens hat er in New York und im Bundesstaat Maine verbracht. Hamann ist Autor von mehr als 25 Büchern. Er fotografiert u. a. Bildbände für die Deutsche Bahn, die BASF und den Deutschen Fußballbund zur WM 2006. Seine Verticals gelten als Meilenstein in der Fotografie. www.horsthamann.com

Räume schaffen. Räume gestalten.
Räume mit Leben füllen.

Dies gilt inzwischen nicht mehr nur für unseren privaten Lebensraum. Auch beruflich brechen immer mehr Unternehmen mit den üblichen Büro- und Arbeitskonzepten. Sie setzen sich mit neuen Möglichkeiten und dem Einfluss, den der Raum auf unsere Arbeit hat, auseinander. Genau das wollen auch wir mit der neuesten Ausgabe unseres Kundenmagazins „Weitblick“ tun. Kreative Raumkonzepte, die uns neu denken lassen. Die dafür sorgen, dass wir uns wohl fühlen und den Horizont erweitern.

Wir hoffen, dass wir wieder einige interessante Ansätze und Herangehensweisen für Sie sammeln konnten. Nehmen Sie sich den Raum, sie auf sich wirken zu lassen.

Marion Treu, Leiterin Unternehmenskommunikation

Kollege
Homo Digitalis

Wie die Industrialisierung 4.0 unsere Kommunikationsräume verändert

Der Wandel durch Technik ist in der Geschichte der Menschheit kein neues Phänomen. Wir sind mittendrin, in der Industrialisierung 4.0. Sie betrifft jeden Bereich unseres Lebens und verändert auch unsere Arbeitswelt. Büros und Meeting-Räume werden individueller, klüger, virtueller. Die visuelle Unterstützung bei Tagungen und Kongressen wird auf neue Ebenen gehoben.
Willkommen in der Zukunft.

Konferenzräume und Büros, die mittels Gesichtsanalyse über Webcams Emotionen erkennen und durch 360 Grad- Projektionen innerhalb weniger Sekunden komplett ihr Design verändern. Räume, die den jeweiligen „User“ als Individuum wahrnehmen und sich auf ihn und seine Ansprüche an den Raum einstellen können: Die Arbeitswelt von morgen steht heute schon längst in den Startlöchern.

Gemeinsam mit arte, dem Bayrischen Rundfunk (BR) und dem Österreichischen Rundfunk (ORF) hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO einen Onlinetest entwickelt, der auf der siebenteiligen Webserie „Homo Digitalis“ basiert und sich mit den Auswirkungen des digitalen Wandels auf unser Leben beschäftigt. Sind wir überhaupt bereit dafür? Können wir noch Schritt halten mit der eigenen Innovationskraft oder überholen wir uns möglicherweise selbst, ohne es zu merken? Bewähren wir uns als Homo Digitalis?

Aber nicht nur in unserer klassischen Arbeitswelt halten die Digitalisierung und der technische Fortschritt Einzug. Auch im Rahmen von Tagungen und Kongressen sind der Kreativität fast keine Grenzen mehr gesetzt. Was vor ein paar Jahren noch Zukunftsmusik war, ist heute bereits technisch problemlos umsetzbar.

So wird im Rahmen der beiden medizinischen Großkongresse der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie Herz- und Kreislaufforschung e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. 2018 erstmals ein außergewöhnliches Bühnenbild realisiert. Die beiden Tagungen sind im April im Congress Center Rosengarten zu Gast und gehen in diesem Jahr eine besondere Symbiose ein.

Sowohl Vortragssituationen als auch die Eröffnungsveranstaltungen werden durch spektakuläre 3D- Projektionen auf dem ultraleichten Spezialtüll Holo-Gauze visuell unterstützt. Zwei- und dreidimensionale Räume verschmelzen auf eindrucksvolle Weise miteinander und beleben die Bühne auf eine völlig neue Art und Weise.

„Im Kongressbereich ist diese Technologie noch lange kein Standard“, so m:con Geschäftsführer Bastian Fiedler. „Wir sind in der glücklichen Situation, unseren Kunden diese außergewöhnliche Installation durch unser hervorragendes lokales Partnernetzwerk bieten zu können.“

©  iStock/SIphotography

Übrigens …

… auch die m:con plant, im Congress Center Rosengarten zur Herbstsaison 2018 einen besonderen Raum umzusetzen.
Innovative Projektionsmöglichkeiten, vertikale Begrünung, individuell einstellbare Arbeitsinsel, analoge und digitale Präsentationsmöglichkeiten, Zusammenspiel von Natur und Technik – wir schaffen Platz für Ihre Kreativität.

4 Fragen an…

… Thorsten Leidert, PVA GmbH
und Martin Weick, 
Grünraum Filmmacher

© PVA GmbH / Grünraum Filmemacher

Martin Weick und Thorsten Leidert

1. Welche Technik steckt hinter der Holo Gauze?

„Beamer, die wie heute üblich bei Shows zu einer Softedge oder Tandem zusammengeschlossen werden. Die Steuerung erfolgt über ein Serversytem mit spezieller Software. Hier werden 3D-Filme abgespielt, die schließlich auf die Gaze projiziert werden. Die Illusion entsteht durch das Zusammenspiel von Vordergrund, Hintergrund und der Gaze, die im nicht angestrahlten Zustand transparent ist. Nur wenn sie angestrahlt wird, beginnt sie zu leuchten.

Die 3D-Illusion entsteht auch durch die Räumlichkeit des Hintergrunds. Man braucht dazu diese 3 Ebenen. Die Gaze hat eine aufgedampfte Aluminium Beschichtung, weshalb sie leuchtet. Das Ganze ist im Einkauf nicht sehr günstig und muss außerdem von Spezialisten durchgeführt werden.“

© PVA GmbH / Grünraum Filmemacher
2. Wie oft hat PVA / Grünraum diese schob im Rahmen medizinischer Kongresse umgesetzt?

„Das System ist im Rahmen der DGK und DGIM Kongresse 2018 im Rosengarten erstmals in dieser Form im Einsatz. Wir haben aber bereits Erfahrungen mit anderen Holosystemen, die ähnlich funktionieren, gesammelt.“

3. Was ist das Besondere daran?

„Riesige 3D-Illusionen bis zu 5m Höhe können Wirklichkeit werden und das ohne umständliche 3D Brille.“

4. Welche technischen Voraussetzungen muss der Veranstaltungsort für die Umsetzung bieten?

„Es ist im Prinzip überall möglich, wo es eine Bühne gibt oder genug Platz vorhanden ist. Auch ein Schaufenster wäre zum Beispiel möglich. Man kann die Gaze aber beispielsweise auch an die Decke hängen.“

Mehr als nur Raumkosmetik

… und warum Kreativität nichts
mit Feenstaub zu tun hat

Was ist das Besondere an Ihren Räumlichkeiten? Bitte geben Sie uns einen kurzen Überblick, was uns in den „Wonderland Studios“ erwartet.
Magic is hard work – das ist das übergeordnete Thema der Wonderland Studios. Sie verkörpern das emotionale, magische Erlebnis für Kunden und Mitarbeiter in der gemeinsamen Arbeit. Denn die Magie einer großartigen Kampagne kommt nicht von allein, der Weg dorthin ist mühsam und steinig – harte Arbeit eben.
Kreativität entsteht nicht durch Feenstaub, sondern ist das Resultat von Kompetenz, Disziplin, Präzision und Ehrgeiz. Das sieht und spürt man in diesen Räumen.

Durch einen regenbogenfarbenen Tunnel im Entree gelangen Besucher in die Empfangsetage im fünften Stock. Dort finden sich raupenartige Tische und Raumelemente – und eine Vitrine voller Pilze. In der dritten und vierten Etage sitzen die Kreativen: An langen Workbenches, Schneide- und Konferenzräumen entstehen Ideen, Konzepte und Filme, die sie im bordeigenen Kino im vierten Stock gemeinsam mit den Kunden anschauen. Die dritte Etage ist dabei sehr dunkel gehalten, mystisch und magisch, mit schwarzen Spiegeln und funkelnden Katzenaugen. In der vierten Etage spielen wir mit der Idee des Doppelten, der Zwillinge. Spiegel überall ermöglichen, dass man sogar neben sich selbst sitzen kann. Die sechste Etage, das Dachgeschoss, ist gemeinschaftlicher Aufenthaltsort, der für informelle Meetings, Veranstaltungen und zum Arbeiten genutzt werden kann. Er gleicht einem Garten, mit Grün an der Decke und einem abgewandelten Schachbrett am Boden.

Warum haben Sie sich für das Thema „Alice im Wunderland“ entschieden?
Aus Freude sozusagen. Die verrückte, unterirdische Welt von Alice, in der die weltliche Zeit stillzustehen scheint, zeigt aus unserer Sicht, was Kreativität ausmacht. Nämlich nichts weniger als große und kleine alltägliche Magie, deren Kern man nur begreift, wenn man selbst fest daran glaubt. Es war eine enorme
Herausforderung, diesen Stoff in der zeitlosen Sprache so zu interpretieren, dass die Räume eine Bühne
für kreatives und agiles Arbeiten werden und trans-
paren
ten Austausch mit Kunden bieten. Das Schöne ist: Die moderne Interpretation funktioniert mit und
ohne die Geschichte von Alice.

© fischerAppelt AG

Matthias Wesselmann ist Vorstand der fischerAppelt AG, einer der größten Kommunikationsagenturen im Bereich Content, Bewegtbild und Digital Marketing. Er verantwortet die Schnittstelle zwischen PR und Marketing mit den Arbeitsschwerpunkten Content Marketing und Marketing Intelligence. Zuvor war der studierte Medienwissenschaftler unter anderem für das internationale Marketing des Schweizer Möbelherstellers Vitra sowie für die Geschäftsführung des Stuttgarter Büros von fischerAppelt verantwortlich. Im Interview mit der WEITBLICK Redaktion spricht er über die innovativen Arbeits- und Raumkonzepte der fischerAppelt AG in Berlin.

© fischerAppelt AG

Wie beeinflusst die Gestaltung der Räume kreatives Arbeiten?
Kreativ sein kann heißen, dass man immer wieder neue und verschiedene Einflüsse auf andersartige Weise miteinander verknüpft. Ideen entstehen dabei selten aus Nichts. Jeder neue Einfluss von außen kann die Keimzelle einer neuen Idee sein. Diese Einflüsse katalysiert der Raum, der damit einen großen Einfluss auf die kreative Arbeit hat. Dabei muss der Raum gar nicht immer massiv auf Wohlfühl-Atmosphäre getrimmt sein, sondern seiner Funktion als Kreativ-Katalysator gerecht werden. Genauso wichtig wie die Inspiration ist die Kommunikation. Gute Ideen werden nicht im stillen Kämmerlein geboren, sondern häufig im kommunikativen Zusammenspiel von unterschiedlichen Charakteren. Dementsprechend ist es wichtig, dass Räume keine Silos bilden, sondern die Kommunikation und Kollaboration fördern.

Wie ist die Resonanz der Öffentlichkeit, Kunden und Mitarbeiter?
Die Resonanz auf unseren mutigen Wurf ist großartig. Wir trauen uns, was Wenige wagen. Die meisten Gäste sind erst einmal überwältigt, wenn sie sehen, mit welcher Liebe fürs Detail wir gearbeitet haben. Zudem wurden die Wonderland Studios mit dem German Design Award ausgezeichnet, was uns natürlich sehr stolz macht.

Nichtsdestotrotz möchte ich nicht verschweigen, dass solch radikale Neugestaltungen vor allem anfangs nicht überall auf Gegenliebe stoßen. Der Mensch hat es gern heimelig und gemütlich. Ein Raum, der eine katalytische Funktion bei der Produktion von Kreativität erfüllt, ist nicht zwangsweise gemütlich. Man reibt sich, findet Dinge komisch oder auch mal unpraktisch. Aber wie immer im Leben kommen großartige Entwicklungen selten aus der Komfortzone – man muss sich also auch einmal etwas zumuten, um weiter zu kommen. So waren viele Kollegen anfangs skeptisch, aber es hat sie im Laufe der Zeit überzeugt und sie sind mittlerweile ebenso stolz. Und ein bisschen Unruhe kann ruhig bleiben.

In welchen Zeitabständen müssen solche Raumkonzepte neu überdacht oder aktualisiert werden?
Raumkonzepte sind heutzutage lebende Organismen, die stetig weiterentwickelt werden können und müssen. Wir versuchen in regelmäßigen Abständen das Feedback der Kollegen einzuholen und mit diesen Insights die bisherigen Ideen zu challengen. Sollte sich daraus ergeben, dass wir Änderungen vornehmen sollten, werden wir dies agil vornehmen. Aber wir überlegen auch immer wieder weiter: Wie kann man sich von Gewohntem verabschieden und wieder etwas radikal Neues machen, das sich niemand vorstellen kann? Wenn der Bauherr Sie für irre hält, sind Sie schon auf einem guten Weg.

Ist Ihr Konzept auch auf weniger kreative Branchen anwendbar?
Ja, warum nicht. Man muss ja immer wissen, was man eigentlich damit will. Viele Unternehmen haben nach Reisen der Führungskräfte ins Silicon Valley ihre Büros nach dem Vorbild der Tech-Companys umgebaut. Da wird alles schön bunt wie bei Google oder hoch verdichtet wie bei Facebook. Aber verändert hat das wenig. Denn das Büro ist doch nur so etwas wie das „User Interface” zwischen Unternehmen und Mitarbeitern. Nur diese UI zu verändern bringt wenig. Man muss auch die Rituale und Prozesse, die formellen und informellen Strukturen eines Unternehmens im Kopf haben, wenn man Veränderung erreichen möchte. Sozusagen auch die Algorithmen des Unternehmens einmal recoden. Bloße Raumkosmetik bringt wenig.

Welche grundlegenden Veränderungen erfährt unsere Arbeitswelt Ihrer Meinung nach in den nächsten 10 Jahren?

Die Arbeitswelt wird spannend. Für sogenannte transaktionale Tätigkeiten, bei denen nur Papier von links nach rechts geschoben wird, wie in so mancher Amtsstube, wird es eng. Hier können mehr und mehr Computer übernehmen. Aber auch für Menschen, die gern wie im Ordnungsamt arbeiten, wird es neue Herausforderungen geben – halt ein wenig unbequemer.

Für kreative Arbeiter, die hungrig nach Veränderung sind, wird die neue Arbeitswelt ein Paradies. Künstliche Intelligenz wird unseren Horizont erweitern und uns nie da gewesene Hebel für Produktivität, Wachstum und Wohlstand bescheren. Wer wissen will, was auf uns zukommt, dem empfehle ich das Buch „Origin“ von Dan Brown, in dem Winston als digitaler Assistent eine Hauptrolle spielt und zeigt – auch wenn heute noch utopisch – wo die Reise hingehen kann.


Wie sieht der Meeting- und Arbeitsraum der Zukunft aus?

Ich hoffe, dass wir auf den Meetingraum der Zukunft verzichten können. Denn statt produktiv zu arbeiten, vertrödeln viele Unternehmen Zeit mit „Meetings“ – das ist sozusagen Arbeitssimulation, Beschäftigung mit wenig oder keinem Ergebnis. Im Kern sollte man sich das Konzept des „activity based workplace“ von Vitra verinnerlichen: Man stelle den Mitarbeitern die Arbeitsräume und Arbeitsplätze zur Verfügung, die ihre jeweiligen Tätigkeiten am besten unterstützen. Das können kollaborative Workbenches ebenso sein wie Rückzugsräume, Home Office usw. Wenn sich eine Aktivität im Laufe des Tages ändert, wechselt man auch den Arbeitsort im Unternehmen. Da ist Agilität gefragt.

Was ist Ihr Rat an Firmen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen und neue Konzepte angehen wollen?

Seien Sie sich klar, ob Sie das wirklich wollen. So etwas ist ein radikaler Wandlungsprozess im Unternehmen. Und wie gesagt: Es bleibt nicht beim Raum als „User Interface“ zwischen Mitarbeiter und Unternehmen. Man muss an den Quellcode des Unternehmens ran, muss neue Rituale ausarbeiten und programmieren. Wenn Sie bereit sind für radikalen Wandel und Weiterentwicklung: Gehen Sie es an. Wenn Sie nur ein bisschen Raumkosmetik betreiben wollen, aber eigentlich alles beim Alten bleiben soll: Lassen Sie es.

Das Interview führte Sarah Gröhbühl

© fischerAppelt AG

RAUMLEHRE: Mannheim

Hätten Sie’s gewusst?

Lebensraum gestalten

Das Pippi-Langstrumpf-Konzept

„Ich habe mich nicht für Mannheim 
 entschieden – Mannheim hat sich 
dafür entschieden, mich aufzunehmen. 
 Mit weiten, offenen Armen. 
 Es ist wie eine Bestimmung.“
– Jürgen Tekath hat sein Glück in der Quadratestadt gefunden und prägt sie mit seinen Ideen seit über 
30 Jahren. Seine Geschichte ist so außergewöhnlich, wie sie nur das Leben schreiben kann.

Er tut sich zunächst schwer mit Schule und Ausbildung, bricht schließlich die Lehre zum Floristen ab – und geht nach Mannheim. Hier eröffnet er 1982, mit 21 Jahren, seinen ersten Blumenladen, mit dem er zehn Jahre später an den Friedrichsplatz zieht: „Das hat mich so ein bisschen raus in die Welt gebracht. Und dann ging‘s los. Seitdem sieht man, egal wo ich bin, auf meinem Weg immer Blumen“, blickt Tekath auf seine Anfänge zurück.

Seine Freunde und Weggefährten, aber auch seine Intuition und Lebensfreude sind seine wichtigsten Berater. Projekte, die er aufgrund seines Bauchgefühls in Angriff nimmt, sind mit Erfolg gesegnet. Denn er erschafft besondere Orte mit einer ganz individuellen und positiven Atmosphäre, an denen er das Besondere 
im Einfachen zum Leben erweckt. So sind sein Blumen-
laden, die Boutique Makassar, die Cafés Flo und Lido sowie das Hotel Speicher7 spezielle Glanzpunkte in der Stadt: „Ich habe wirklich so viel Glück gehabt in Mannheim. Bei jedem Laden, den ich mit Freunden und Partnern angefasst habe, hatten wir immer sofort Rückenwind und konnten das Niveau auch halten.“

Wenn er heute zurückblickt, haben alle Projekte eines gemeinsam: „Das war alles nie geplant. Es hat sich ergeben. Ums Geld ging es dabei nie. Luxus – das sind andere Dinge im Leben.“ Ob Blumen, Kleidung, Hotel oder Cafés, er hat sich viele kleine Inseln geschaffen und Mannheim als Lebensraum für sich und andere gestaltet. Spuren zu hinterlassen ist dabei aber nicht sein wesentlichster Antrieb:
„Ich will einfach nur hier sein. 
 Mir hat ein Café wie das Flo in Mannheim gefehlt, also haben wirs 
 gemacht. Ich bin wie Pippi Langstrumpf – ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt. Anders geht es gar nicht. 
 Wenn du wartest, passiert nichts.“

Auch wenn es ihn immer wieder hinaus zieht in die Welt, er für BOSS bei der Fashion Week die Russische Botschaft dekoriert oder Aufträge in der Modehochburg Mailand annimmt – am Ende ist es doch stets die Quadratestadt, in der er nachhaltig wirken möchte: „Ich war auch schon vier Wochen in San Francisco, weil ich dort einen Blumenladen einrichten sollte. Ich habe gemerkt, dass ich eigentlich dableiben müsste, sonst funktioniert das nicht. Die Menschen dort wollten schon den echten ‚German Flowerman‘ haben und nicht nur eine Kopie. Aber ich würde Mannheim immer vermissen. Es gibt hier alles, was es auch in den großen Weltmetropolen gibt – man muss nur wissen wo. Mir gefällt es hier. Schon allein die zwei Flüsse haben eine eigene Magie.“

Die Magie des Flusses hat ihn auch verzaubert, als er 
2013 mit dem Hotel Speicher7 ein Großprojekt verwirklicht. Über 20 Jahre lang steht der alte Getreidespeicher aus den 1950er Jahren im Rheinhafengebiet leer, als das Mannheimer Architekturbüro Schmucker und Partner mit der Sanierung beginnt.

„Andreas Schmucker, der den Kasten da draußen umgebaut hat, kommt schon ewig in meinen 
Blumenladen und hat mich immer, wenn er etwas gebaut hat, gefragt, ‚Willst du da nicht ein Hotel 
reinmachen?‘ Ich hab‘ immer gedacht, ‚Was will 
der denn? Ich bin doch kein Hotelier.‘ Es war auch 
nie der richtige Ort dabei. Und ausgerechnet da, 
wo heute der Speicher ist, hatte er es eigentlich 
nicht geplant. Dort sollten nur Büros hin“, erinnert sich Tekath. Dass man sich am Ende dann doch darauf eingelassen hat, ist ein großer Gewinn. Für Mannheim, seine Gäste und für Jürgen Tekath 
selbst: „Wenn man im Sommer dort sitzt, vergisst man alles. Wir sind wie auf einer Insel und trotz-
dem so international wie inmitten einer Megacity“, schwärmt der Kreativkopf.

Auch wenn das Geld manchmal knapp war, die Inspiration und der Mut gehen dem Querdenker 
nie aus. Ohne Businessplan aber mit einer großen Portion Vertrauen und dem richtigen Quäntchen 
Unternehmergeist haben er und seine Partner auch den Speicher7 zum Erfolg geführt: „Ich hab‘ einfach nicht darüber nachgedacht. Als wir angefangen haben, war klar, jetzt müssen wir‘s auch fertigmachen – egal wie. Und irgendwie hat‘s funktioniert. So groß wollten wir das alles gar nicht machen, es hat sich selbst gemacht.“ Die Resonanzen sprechen für ihn. Schon kurz nach seiner Eröffnung gewinnt der Speicher7 den European Hotel Design Award und setzt sich damit gegen Hotels internationaler Metropolen durch.

Mannheim ist zwar der Ort, an den er immer wieder zurückkehrt, wo er zu Hause ist, in die Welt zieht es Jürgen Tekath trotzdem hinaus: „Wir sind nach Buda-
pest, nach Berlin, Marokko, wir waren überall und haben einfach alles eingekauft, was uns gefallen hat. Wir haben es ja für uns gemacht. Reisen ist wichtig für alles, was ich hier mache. Man muss ja weg, sonst siehst du das Schöne am Eigenen nicht mehr. Dann kommst du zurück und denkst, ‚Ja, das ist gut.‘ Wenn du immer am gleichen Ort bist, dann fühlst du nichts mehr, dann bist du einfach und hast keine Inspiration. Wenn du rauskommst, kurz innehalten kannst und einfach mal eine andere Sprache hörst, bringst du ein Stück Welt immer wieder mit. Und das konnten wir in jedem Projekt ein bisschen festhalten.“

Spontaneität ist eine weitere wichtige Zutat in seinem Erfolgsrezept:

„Du darfst halt nix denken. 
 Keine Angst haben. Ängste 
 sind schlechte Partner. 
 Was gibt es zu verlieren?“ 



„Wir leben in Mitteleuropa. Es kommt sauberes Wasser aus dem Wasserhahn. Wir können ruhig schlafen, sind sicher und haben genug zu essen. Was will man mehr? Wenn man das kapiert hat, dann gibt es diese vermeintlichen Luxusprobleme auch nicht. Viele leben in ihrer Blase und sehen nie das Große und Ganze. Ich glaube, eine offene Gemeinschaft, die frei und herzlich und auch liebevoll ist, die hat Substanz. Egal wo auf der Welt. Ich denke schon, dass man das mit beeinflusst. Ich kann natürlich nicht die Welt retten, aber den kleinen Raum um mich herum, den kann ich verändern.“

Das plant er, auch in Zukunft zu tun. Die nächsten Projekte stehen bereits in den Startlöchern. Mit 
einem Concept Store lässt er sich erneut am Fuße des Wasserturms nieder. Immer darauf bedacht, weder andere noch sich selbst zu kopieren: „Die Concept Stores dieser Welt mit den Tischen voller Büchern sind ja eigentlich vorbei. Die sehen alle gleich aus. Deshalb muss man sich auch da wieder neu erfinden. Wir haben ganz tolle Marken gefunden, keine Jeans aus Bangladesch, sondern nachhaltig und fair, ohne glanzlos zu sein. Dazu kommen die Blumen. Das Handwerk. Das hat Substanz. Das Schöne ist auch, dass die Blumen den Laden zugänglicher machen. Oft sind solche besonderen Läden ein wenig abschreckend. Durch die Blumen kannst du einfach wieder raus – dein Röschen holen und gehen. Das hat eine große Freiheit. Und das ist ein schönes System, das auch die Kunsthalle aufgreift. Ein großer Bereich ist frei, man kann einfach rein. 
Da hab‘ ich gedacht, das müssen wir auf der anderen Seite auch hinbekommen.“
Auch seine Geschichte in der Hotelbranche ist längst nicht zu Ende. Ein neues Großprojekt steht an. Eine Hotelkette, die ab Mitte 2019 ihren Ursprung auf den Mannheimer Konversionsflächen im Taylor Areal finden soll. Das Konzept steht schon fest: „Sehr schön, sehr nachhaltig. Keine Containerware aus Asien, sondern alles in Europa gefertigt. Mit Designklassikern eingerichtet, aber nicht teuer. Den Massenmarkt erreichen wir dann schon“, ist Tekath sich sicher.
Messepreise soll es hier keine geben, sondern drei verschiedene Kategorien von Zimmern, die immer gleichbleiben. Die Marke ist bereits jetzt europaweit gesichert. Ein cooles, weltoffenes Konzept, das einen Klassiker in sich trägt.

Das ist, so verrät der Visionär Tekath, das scheinbar simple Geheimnis hinter seinem Erfolg: 



„Man darf keinen Trend anstreben, der hat sich in fünf Jahren schon 
 wieder überholt. Du musst 
 Klassiker schaffen. Dann kann
 dir nie was passieren.“

© iStock/black_shogun, wuttichok

Ein Stück Frankreich am Wasserturm

In direkter Nachbarschaft zum Congress Center Rosengarten bezaubert das Café Flo durch seinen französischen Charme und einzigartiges Flair.

© Timo Hecht

Jürgen Tekath

Hotel Speicher7 – Ein Getreidespeicher voller Leben

© Speicher 7

Das prägnante Speichergebäude im Hafengebiet Mannheims ist eine architektonische Landmarke aus den 1950er Jahren mit direkter Rheinuferlage.

Bei der Renovierung wurde großer Wert auf die Erhaltung der originalen Stilelemente des Gebäudes gelegt, um den authentischen Charme des Hafenspeichers wieder zum Vorschein zu bringen. Das preisgekrönte Hotel hat 20 Zimmer & Lounges, eine Bar im Foyer und eine Terrasse zum Rhein.

speicher7.com

Ella &

sind jetzt im Rosengarten zu Hause

© William Gottlieb, Library of Congress
Schon jetzt einen Blick in „Ella & Louis“ werfen.

Das Congress Center Rosengarten prägt durch seine charakteristische Erscheinung das Mannheimer Stadtbild. Der Altbau wurde im Jahr 1900 nach Plänen des Berliner Architekten Bruno Schmitz erbaut. Das einzigartige Jugendstilensemble ist bis heute zum Großteil erhalten geblieben und unterliegt dem Denkmalschutz.

Als Veranstaltungshaus muss sich das Congress Center Rosengarten regelmäßig mit aktuellen Vorgaben und Anforderungen des Brandschutzes auseinandersetzen – auch im historischen Altbau und damit stets unter der Prämisse, die denkmalgeschützte Fassade nicht zu verändern. Ein Team der m:con hat deshalb gemeinsam mit externen Partnern in aufwändiger Kleinstarbeit ein Konzept ausgearbeitet.

Ab Mai 2018 wird im Eingangsfoyer im Zuge der Brandschutzertüchtigung alles auf den neuesten Stand gebracht, um auch weiterhin sicherste Voraussetzungen bieten zu können.
           
Im Zuge dessen soll nach 14 Jahren auch der Rosengartenkeller neu belebt werden. Gemeinsam mit dem Mannheimer Jazz-Musiker Thomas Siffling als musikalischem Kurator und dem Dorint Kongresshotel Mannheim als Gastronomiepartner setzt die m:con – mannheim:congress GmbH das Projekt „Ella & Louis“ um. Der Jazzclub mit Bar entsteht in den ehemaligen Räumlichkeiten des „Fire & Fun“ und wird auch im Rahmen von Kongressen und Tagungen zum Einsatz kommen.

„Der Rosengarten ist nicht nur ein Congress Center, sondern auch eine Kulturinstitution in der Metropolregion Rhein-Neckar.  Mit „ Ella & Louis“ bieten wir in Mannheim, der UNESCO City of Music, ab September 2018 einen besonderen Club, der an die Tradition der legendären Mannheimer Jazzclubs der 1950er Jahre anknüpft und die Live-Kultur der Stadt noch einmal auf eine ganz neue Ebene heben wird“,  

so m:con Geschäftsführer Johann W. Wagner.

Neben der Musik sollen gemeinsam mit dem Dorint Kongresshotel Mannheim auch kulinarische Schwerpunkte gesetzt und im Bereich Gin und Wein regelmäßig neue, regionale Entdeckungen präsentiert werden.

Ella & Louis auf einen Blick:

• Grundfläche: ca. 160m²
• Deckenhöhe: ca. 4,25m
• Kapazität: 50 – 199 Personen
• Flexible Tagungs- und Eventtechnik
• Urbane Architektur

© World-Telegram staff photographer, Library of Congress

Ella & Louis

als Future Meeting Space

Die Räumlichkeiten sollen variabel nutzbar sein und damit zusätzlich Möglichkeiten schaffen, um den Kongressstandort Mannheim noch attraktiver zu gestalten.

Neben regelmäßigen Jazz- und Clubkonzerten bei einer Kapazität bis zu 199 Personen steht der neue Raum zukünftig auch für Abendveranstaltungen oder Tagungen zur Verfügung stehen.

„Die Kongress- und Eventbranche ist im Wandel. Die Veranstaltungsformate gehen immer weiter weg von der klassischen Plenar-Situation, hin zu alternativen Formaten wie Fishbowls, Worldcafés oder Barcamps. Hierfür sind die Clubräumlichkeiten ebenfalls ein idealer Austragungsort. Dass wir bereits erste Kundenanfragen für Oktober 2018 vorliegen haben, unterstreicht, dass wir hier in eine richtige Richtung gehen“,

freut sich m:con Geschäftsführer Bastian Fiedler.

3 Fragen an …

… Thomas Siffling, musikalischer Kurator

© Laura Carbone

1. Wie kam es zu der Idee, einen Jazzclub im Rosengarten zu eröffnen?

Schon lange war es ein Herzenswunsch von mir einen musikalisch hochwertigen und gesellschaftlich relevanten Live Jazzclub in Mannheim zu eröffnen. In einer solch musikalischen Stadt wie Mannheim ist es längst überfällig, neben den bestehenden Institutionen einen intimen Club in unserer Größe zu schaffen. Gemeinsam mit der m:con haben wir dies nun realisiert und darauf bin ich sehr stolz.

2. Wie kam es zur Namensgebung?

In einem Skilift im Erzgebirge 2017. [lacht] Die Aufgabe war, einen Namen zu finden, welcher auf der einen Seite eine so positive Ausstrahlung hat, um neugierig zu machen und auf der anderen gleichzeitig bei Jazzfans einen „Aha-Effekt“ auslöst. Dies ist uns mit Ella & Louis sehr gut gelungen.

3. Worauf dürfen wir uns musikalisch freuen?

Wir werden nationale und internationale Künstler im Ella & Louis hautnah präsentieren. Sowohl konzertante als auch tanzbare Musik, welche Spaß auf mehr macht, und es gibt natürlich auch viel zu entdecken. Von Vocal Jazz über Latin/Bossa Nova über Nu und Lounge Jazz bis hin zum Mainstream Jazz wird für jeden Gast sicherlich etwas dabei sein.

 

News & Events

VERANSTALTUNGSRAUM kreieren

LEBENSRAUM gestalten

FREIRAUM geben

HERZLICH WILLKOMMEN IN DER KONGRESSSTADT MANNHEIM

Arbeitskreis Congress City

Gemeinsam für die Kongress-Stadt Mannheim

Ein wichtiger Fokus der m:con liegt schon immer auf der Vernetzung mit den Partnern in der Stadt. Unterstützung und Präsenz aller Institutionen Mannheims sind gefragt, um auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Vor diesem Hintergrund wurde der Arbeitskreis Congress City Mannheim im Januar 2014 ins Leben gerufen. Inzwischen beteiligen sich neben der m:con 13 weitere Partner aus Wirtschaft, Politik und Kultur an gemeinsamen Aktionen, um den Standort Mannheim nachhaltig zu stärken.

Durch die Zusammenarbeit der m:con – mannheim:congress GmbH und ihrer Kooperationspartner wird die Position der Quadratestadt
als Kongressstandort im nationalen und internationalen Wettbewerb gefestigt. Gemeinsam arbeiten die Mitglieder des Arbeitskreises an kreativen Ansätzen, um Mannheim auch in Zukunft interessant für Großkongresse zu gestalten.

In den vergangenen Jahren konnte bereits einiges erreicht werden, sei es die Entwicklung eines eigenen Kongress Journals, die Unterstützung
von Gesellschaftsabenden, die Entstehung neuer
erfolgreicher Kooperationen sowie die Unterstützung mit Equipment für Veranstaltungen.

2018 heißen die Mitglieder des Arbeitskreises Congress City die Kongress- und Tagungsgäste mit ihrer „Gastgeber“-Kampagne in der Quadratestadt willkommen. Bereits am Mannheimer Hauptbahnhof werden die BesucherInnen an den ICE-Bahnsteigen sowie auf dem Vorplatz begrüßt. Der Willkommensgruß setzt sich in den Taxen, Hotels sowie im Congress Center Rosengarten fort.

Darüber hinaus entstand dieses Jahr ein gemeinsamer Film der beteiligten Partner.

Dass unsere Gäste dieses Engagement sehr zu schätzen wissen, spiegelt sich regelmäßig auch im Feedback der Kunden wieder. Nicht zuletzt bei der Bewerbung um neue Kongresse für den Standort Mannheim gewinnen diese Kriterien eine immer größere Bedeutung.

bowie15 © 123RF.com

Berufsbegleitende Weiterbildung

Innerhalb von 12 Monaten zum International Event Organiser (IHK)

Die Fortbildungsakademie der m:con, die Internationale Event- & Congress-Akademie (IECA), bietet allen, die ihre ersten Erfahrungen im Veranstaltungswesen praxisorientiert vertiefen und ihr Fachwissen gezielt erweitern möchten, ab 05. Oktober 2018 wieder die berufsbegleitende Weiterbildung zum International Event Organiser (IHK) an. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

Bei der einjährigen nebenberuflichen Weiterbildung zum International Event Organiser (IHK) an der IECA werden die Teilnehmenden innerhalb von zwölf Monaten berufsbegleitend an 17 Wochenenden in allen Bereichen der Kongress-, Event- und Tagungsbranche von Experten ausgebildet.

Es gibt kein vergleichbares Angebot, das den Kriterien einer so praxisorientierten und vollständigen Ausbildung im Eventbereich gerecht wird. Insbesondere die fachliche Themenaufbereitung anhand von Projekten und konkreten Fallbeispielen ist sehr wichtig. So bekommen die Kursteilnehmer nicht nur theoretischen Input, sondern planen außerdem gemeinsam eine Veranstaltung. Die Kurswochenenden finden in Mannheim, aber auch an anderen europäischen Standorten, wie zum Beispiel Wien, statt.

Die Praxisorientierung wird von den Teilnehmenden besonders geschätzt. So zeigt sich Absolventin Yvonne Geiger, die in der Automobilbranche tätig ist, begeistert: „Durch die Vielfalt der Themen und Dozenten aus der aktiven Praxis und den verschiedensten Branchen habe ich einen umfassenden Einblick in alle Themenfelder rund um Veranstaltungen, Messen und Kongresse erhalten. Es haben sich so viele Möglichkeiten aufgetan, mit denen ich zu Beginn nicht gerechnet habe: sei es inhaltlicher Art, konzeptionell oder auch für meinen weiteren Berufsweg. Besonders die Dozenten haben mir neben ihrem umfangreichen Wissen und Erfahrungsschatz bei meiner persönlichen Weiterentwicklung geholfen. Durch jedes weitere Seminarwochenende wurde ich darin bestärkt, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.“

Unter www.ieca-mannheim.de können sich Interessenten nicht nur für den IEO-Kurs anmelden, sie haben dort auch die Möglichkeit, sich einen kompletten Überblick über das Fort- und Weiterbildungsprogramm zu verschaffen.

Individuell – von Anfang an

Neue m:con Vertriebsplattform

Den Kunden beim ersten Angebot von sich zu überzeugen und dieses bereits als wichtigen Teil der Customer Journey zu begreifen – das ist der Ansatz, aus dem die neue m:con Vertriebsplattform entstanden ist, die seit Anfang 2018 im Einsatz ist.

„Bei der Entwicklung des Tools war es uns wichtig, damit von Anfang an individuell auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können“, so Benedikt Füssel, Leiter des m:con Business Development.  Der Kunde kann das Angebot sowohl vom Laptop als auch vom Tablet oder Smartphone abrufen, alle Informationen stehen auf einen Blick zur Verfügung, egal ob Standortinformationen, Anfahrt, Raumangebot, Bestuhlungspläne, mögliche Locations für ein Rahmenprogramm oder 360° Ansichten. Hier wird alles schnell und übersichtlich auf den Punkt gebracht.

„Statt einfache Links im Rahmen eines klassischen E-Mail-Angebots zu versenden, möchten wir auch hier durch ein Maximum an Professionalität und Effizienz überzeugen und dem Kunden zeigen, dass wir seine Anfrage bereits in dieser frühen Phase des Kontakts zielgenau analysieren und das perfekte Angebot für ihn generieren“, so Füssel.

Auch für die Mitarbeiter im Business Development bedeutet der Einsatz der neuen Plattform eine Optimierung ihrer täglichen Arbeit: Alle Informationen werden zentral gepflegt und sind immer auf dem neuesten Stand. Durch ein Baukastensystem lassen sich die relevanten Inhalte schnell und präzise zusammenstellen. Weiterführende Informationen sind für den Kunden nur noch einen Klick weit entfernt.

Aktualisierungen des Angebots bedeuten keine Email-Flut mehr auf beiden Seiten. „Wir haben die Möglichkeit, das Angebot entsprechend der Rückfragen und Änderungswünsche innerhalb der für den jeweiligen Kunden speziell angelegten Seite anzupassen und die Verläufe zu hinterlegen“, erläutert Benedikt Füssel. Dadurch muss der Kommunikationsablauf nicht innerhalb des Mail-Kontos nachvollzogen werden, sondern steht praktisch und auf einen Blick immer und überall zur Verfügung.

Lisa Scopio

Julia Kolb

Denis Raff

Frank Staudt

Marco Scinardo Tabernacolo

Charlotte Lehmann

Anne Lischer

Savvas Zararis

Corinna Streng

Lorena Liebholz

© m:con/Ben van Skyhawk

Willkommen im Team

Das m:con Team freut sich, dass es in den letzten Monaten wieder zahlreiche neue Kolleginnen und Kollegen begrüßen durfte.

So ist mit Lisa Scipio als duale Studentin für Messe- Kongress und Eventmanagement auch weiterhin für den Nachwuchs gesorgt. Dass wir unsere ehemaligen Studentinnen Charlotte Lehmann und Julia Kolb nach ihrem Abschluss im Team behalten konnten, freut uns ganz besonders. Frau Kolb ist nun im Bereich Medienmanagement in der Unternehmenskommunikation tätig. Frau Lehmann steht Ihnen im Bereich Registration Management zur Verfügung. Anne Lischer ist im Bereich Scientific Programme Management neu hinzugekommen.

Die Abteilung IT Management & Service hat durch Denis Raff Unterstützung erfahren und mit Savvas Zararis außerdem eine weitere Schnittstelle zur hauseigenen Technical Planning & Service Abteilung hergestellt. Diese hat darüber hinaus mit dem Meister für Veranstaltungstechnik Frank Staudt im Bereich Beleuchtung einen weiteren Experten gewinnen können.

Mit Marco Scinardo Tabernacolo wurde die Abteilung Project Management & Development um einen erfahrenen Kollegen erweitert.

Corinna Streng zeichnet seit Januar 2018 in der Unternehmenskommunikation als Teamleitung für den Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.

Wir freuen uns, dass die m:con Familie auch 2018 weiter wächst und Lorena Liebholz seit März die Elternzeitvertretung für Patricia Wunsch im Business Development übernimmt.

Wir heißen die neuen Kolleginnen und Kollegen herzlich willkommen und wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg bei der m:con und im Rosengarten.

Terminticker

Congress Center Rosengarten:
06.06.18 – 08.06.18 | Deutscher Anwaltstag 2018
16.06.18 – 17.06.18 | Tanzturnier m)))motion
03.08.18 – 05.08.18 |Animagic 2018
07.09.18 – 09.09.18 | Guitar Summit 2018
12.09.18 – 14.09.18 | 27. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie
19.09.18 – 22.09.18 | 46. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie
26.09.18 – 29.09.18 |15. Jahrestagung der Deutschen Vereinten Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e. V.
11.10.18 – 13.10.18 | 59. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie
25.10.18 – 26.10.18 | EduAction Bildungsgipfel 2018
17.10.18 – 20.10.18 | Deutscher Schmerzkongress 2018
01.11.18 – 03.11.18 | 52. Fortbildungsveranstaltung für HNO
26.11.18 – 28.11.18 | Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie Airbag Symposium

m:con unterwegs für Medizin und Wissenschaft:
26.04.18 – 28.04.18 | 68. Wissenschaftlicher Kongress des BVÖGD und BZÖG (Osnabrück)
07.06.18 – 09.06.18 | 44. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI) (Rostock)
12.09.18 – 15.09.18 | 114. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin 2018 e. V. (Leipzig)
20.09.18 – 22.09.18 | Infektiologischer Intensivkurs IIK 2018 (Lübeck)
10.10.18 – 12.10.18 | 17. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung (Berlin)
12.10.18 – 14.10.18 | DKG Herztage 2018 (Berlin)
17.10.18 – 20.10.18 | 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (Bonn)
22.10.18 – 22.10.18 | PMO Project Management Offices Tag (Nürnberg)
23.10.18 – 24.10.18 | 35. Internationales PM Project Management Forum (Nürnberg)

In der Garderobe mit

Max Raabe

„Das hat mir noch gefehlt! Dass du jetzt einen andren liebst.“ Die Zeilen entstanden Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts und werden nun von Ihnen mit auf die Tournee genommen.
Was verspricht das neue Programm?

Es ist das erste Mal, dass wir das Publikum gefragt haben, was sie von uns hören möchten. Wir haben ein Repertoire von 500 Titeln. Da sind wir schon neugierig geworden.

Sie ließen das Publikum ja mittels eines groß angelegten Fan-Votings an der Gestaltung des Programms teilhaben. Wer wollte, durfte sich so 10 Lieblingslieder wünschen. Gab es am Ende Überraschungen?

Ein paar Sachen waren schon ungewöhnlich. Eine große Überraschung gab es aber eigentlich nur einmal: „La Mer“ von Charles Trenet, das wir noch
nie in Deutschland aufgeführt haben. Immer nur auf Frankreich-Tourneen. Das hat uns schon verblüfft.

Auf welche Lieder freuen Sie sich bei einem Konzert am meisten?

Das Programm ist so zusammengestellt, dass man sich vorher überlegt, womit man anfangen möchte, wie man das Programm aufbaut. Eigentlich ist also immer das jeweilige Lied in der Dramaturgie mein Lieblingsstück, auf das ich mich freue.

Sie pflegen das Repertoire der Zwanzigerjahre nicht nur, sondern schreiben es auf moderne Weise quasi weiter. Neben den zwei Alben („Küssen kann man nicht alleine“ und „Für Frauen ist das kein Problem“) kommt am 27.10. auch Ihr drittes Album („Der perfekte Moment … wird heut verpennt“) heraus, bei dem Ihr Autoren- und Produzententeam gewachsen ist. Wie war das für Sie?

Es war sehr aufregend mit Leuten aus verschiedenen Bereichen zu arbeiten. Annette Humpe meinte, ich solle mal Rosenstolz fragen. Die fanden das sehr spannend und haben mitgemacht. So auch Komponist Achim Hagemann, der unter anderem Hape Kerkelings „Hurz“ geschrieben hat. Wir hatten – jeder für sich – Treffen in den letzten Jahren und uns ist am Ende eine musikalische Einheit gelungen. Das ist sehr schön!

Sie sind ja nicht gerade für Ihre Ernsthaftigkeit bekannt, eher für den Humor. Dennoch gibt es auf der neuen Platte auch ein komplett ernstes Lied zu hören („Willst du bei mir bleiben“).
Wie kam es denn dazu?

Ja, ich bin ein Freund der Ironie. Aber ich habe auch Stücke, die ernsthaft sind, zum Beispiel „Irgendwo auf der Welt.“ Ich habe ja auch Freude an ernsthafter Literatur. Manchmal fällt mir ein Satz ein, und da möchte man ein schönes ehrliches Gefühl nicht durch Komik brechen.

Und worum geht es in dem Lied „Willst du bei mir bleiben?“

Es geht ums Zusammenbleiben. Dafür muss man nicht unbedingt heiraten. Es hat etwas sehr Festliches. Ob im Standesamt oder zu anderen Anlässen, ist es genau das Richtige.

Haben Sie einen Lieblingssong auf dem neuen Album?

Wie schon mal erwähnt, spiele ich auf der Bühne oder auch auf Alben immer nur Lieblingslieder. Im Gegenteil, wenn mir ein Lied nicht gefällt, nicht gut genug ist, dann schmeiße ich es raus, dann kommt es nicht mit auf die Platte. Ich bin ziemlich streng was das angeht.

Für das neue Album und die Tournee 2018 hat Max Raabe herausgefunden, wie man gute Lieder schreibt: man tut am besten nichts!
Nur so kann Raum für den perfekten Moment entstehen, in dem die Muse küsst. „Der perfekte Moment … wird heut verpennt“ ist auch der Titel des neuen Programms 2018 von Max Raabe & Palast Orchester. Mit Leichtigkeit verbindet sich die feine Ironie der Lieder aus den 20er und 30er Jahren mit dem schrägen Humor in „Raabe-Pop“- Songs.

Am 4. März 2018 war Max Raabe mit seinem Palast Orchester im Rosengarten zu Gast. Die WEITBLICK Redaktion durfte ihn vor dem Konzert zum Interview treffen:

© Gregor Hohenberg

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Verantwortlich
Johann W. Wagner,
Bastian Fiedler (m:con)

Ausgabe 01 | 2018
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Twitter-Interview mit Johannes Dumm, Disposition

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Seit wann arbeiten Sie bei der m:con?
Seit 01. März 1991.
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Was macht Ihren Job aus?
Zu erkennen, wie im komplexen Rosengarten-Geschehen den Wünschen und Bedürfnissen jedes Kunden die optimale Bühne bereitet werden kann.
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Was ist das Besondere am Rosengarten?
Man erlebt die ganze Welt wie in einem Brennglas auf kleinstem Raum – und das Tag für Tag aufs Neue.
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Wie haben sich die Kundenansprüche an das Kongresshaus über die Jahre geändert?
Früher „nice-to-have“, heute „state-of-the-art“- die Ansprüche orientieren sich zunehmend an einer ständig verfügbaren digitalen Bilderwelt.

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Welche Herausforderungen birgt ein denkmalgeschütztes Gebäude wie der Rosengarten?
In erster Linie, dass die Fassade des Gebäudes und deren Veränderung weitestgehend eingeschränkt ist.

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Was zeichnet die m:con als Agentur aus?
Langjährige Erfahrung, hohe Qualität in der Konzeption und Umsetzung von Events, und ganz wichtig: die Manpower eines professionellen Teams.
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Was ist die beste Motivation?
Daran zu arbeiten, das Vertrauen eines Kunden geschenkt zu bekommen, indem er den Rosengarten und m:con als Partner für sein Event auswählt.