Aufbruch für eine nachhaltige Entwicklung

Vorwort

 

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2016 könnte ein Jahr des Aufbruchs für eine nachhaltige Entwicklung werden. Im September wurden in New York globale Entwicklungsziele, die sogenannten SDGs, verabschiedet: Nicht mehr und nicht weniger als eine Agenda aller Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen für eine große Transformation hin zur Nachhaltigkeit.

Ist es nicht erstaunlich, dass die Staatengemeinschaft in der schwierigen Verfassung, in der sie sich derzeit befindet, zu einer solchen Anstrengung in der Lage war? Die Ziele klingen geradezu märchenhaft, etwa Armut zu beenden, Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen, für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster zu sorgen oder dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle zu fördern. Die Ziele sind aber gleichzeitig auch der Herausforderung angemessen, vor der wir stehen: Denn wir leben immer noch über unsere Verhältnisse, in den Industriestaaten zumal, und gefährden so die Entwicklungschancen anderer Weltregionen und künftiger Generationen.

Mit der Verabschiedung der Ziele beginnt nun die Umsetzung. Dafür sind alle verfügbaren Ressourcen gefragt. Das bedeutet, dass die Verwirklichung der Ziele keine Angelegenheit von Regierungen alleine ist. Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft sind ebenso gefragt. Ganz im Sinne einer guten Governance, wie sie ja beispielsweise auch in der Metropolregion Rhein-Neckar gepflegt wird, die in diesen Tagen ihr zehnjähriges Bestehen feiern kann und sicher nicht so weit gekommen wäre, wenn die Politik unter sich geblieben wäre. Überhaupt ist Partizipation ein Schlüssel für nachhaltige Entwicklung. Die Menschen beweisen ja gerade wieder angesichts der Flüchtlingskrise, dass sie Mitverantwortung spüren und auch wahrnehmen. Ohne sie würde kaum etwas funktionieren. Darum geht es nun nicht länger nur um Multistakeholderdialoge, darum miteinander zu reden, sondern um Multistakeholderinnovationen: darum, etwas miteinander zu bewegen.

Wir leben im Anthropozän (altgriechisch: „Das menschlich [gemachte] Neue“), einer Epoche, in der der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf Zustand und Zukunft unseres Planeten geworden ist. Dieser Einfluss kann zum Bösen oder zum Guten gereichen. Wir haben es – noch – in der Hand. Mit dem erhobenen Zeigefinger werden wir nicht weiterkommen. Wir müssen Lust machen auf Nachhaltigkeit. So wie die guten Beispiele, die in dieser Ausgabe des Weitblick zu lesen sind.

Prof. Dr. Lars Castellucci

Direktor des Instituts für soziale Nachhaltigkeit an der Hochschule der Wirtschaft für Management in Mannheim, stv. Vorsitzender des parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung des Deutschen Bundestags

Bewusst sein,
bewusst handeln.

Wir alle tragen Verantwortung für die Welt, in der wir leben. Gewissenhaft im Sinne der nachfolgenden Generationen zu handeln ‒ sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sozial ‒ ist eine Herausforderung, der wir uns alle stellen müssen. Die aktuelle Ausgabe unseres Kundenmagazins widmen wir deshalb dem Leitthema „Nachhaltigkeit“. Gemeinsam mit interessanten Gesprächspartnern betrachten wir die Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln und möchten Ihnen unterschiedliche Herangehensweisen an nachhaltiges Handeln aufzeigen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und Entdecken.

Johann W. Wagner, Geschäftsführer

Nachhaltigkeit

Nach-hal-tig-keit (Substantiv, kein Plural)
„Wirkung über einen kurzen Zeitraum hinaus“

Bis Mitte der 90er war der Begriff „Nachhaltigkeit“ vornehmlich in der wissenschaftlichen Diskussion zu finden, danach wurde er auch im politischen Kontext und in der Wirtschaft genutzt. Seit einigen Jahren geht es darum was jeder Einzelne „nachhaltig“ tun kann: sich kleiden, ernähren, leben, kommunizieren etc.

Es war vor einigen Jahrhunderten

Dabei liegen die Wurzeln der Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft. Bereits im 17. Jahrhundert formulierte Hans Carls von Carlowitz (1645-1714, Oberberghauptmann am kursächsischen Hof in Freiberg) Grundsätze zum nachhaltigen Wirtschaften mit Holz für den Bau
von Silberminen „schlage nicht mehr Bäume, als auch wieder nachwachsen können“.

Dieser Ansatz des nachhaltigen Denkens und Handelns klingt
völlig
logisch, selbstverständlich und vielversprechend.

Ende der 90er

Politiker beschäftigen sich auf nationaler und inter-
nationaler Ebene seit der Rio-Konferenz aus dem Jahre 1992, ihrer Deklaration und der Agenda 21, mit diesem Thema. Weitere Eckpunkte sind die verschiedenen Folgekonferenzen, wie zuletzt 2012 wieder in
Rio de Janeiro. Die EU verabschiedete 2001 eine langfristige Strategie zur „Nachhaltigen Entwicklung“. Diese enthält eine Reihe konkreter Vorschläge zur Verbesserung der europäischen Politik. Mit nationalen Nachhaltigkeitsstrategien sollen diese Ziele innerhalb der europäischen Länder umgesetzt werden, in Deutschland z. B durch die „Nationale Nachhaltigkeitsstrategie“. Im Jahre 2010 wurde die Strategie „Europa 2020“ verabschiedet, die als Wachstumsstrategie zu einem intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstum führen soll.

Anpassungen und Minderungen des Klimawandels wurden in der Klima- und der Energie-Roadmap 2050 verabschiedet. Von 1992 bis 2050, man beachte diese Zeitspanne von über einem halben Jahrhundert.

Der Gedanke der Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren ein Leitbild für politisches und ökologisches Handeln. Seit den Anfängen wurden zahlreiche Definitionsversuche diskutiert, die im Kern ähnlich sind. Eine der meist gebrauchten Definitionen des Nachhaltigkeitsbegriffs bedeutet, frei übersetzt: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die gewährt, dass künftige Genrationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig lebende(Hauff 1987, S.46)

Von der Politik in die Wirtschaft

Die Wirtschaft hat das Thema recht schnell für sich entdeckt und umgesetzt. Es wurden weltweit verschiedene Konzepte entwickelt um das Ziel des nachhaltigen Handelns zu verfolgen. Dazu zählen u.a. die Cradle-to-Cradle-Vison als integratives Nachhaltigkeitsmodell und die Triple-Bottom-Line bzw. Triple-Top-Line.

In der westlichen Gesellschaft spielt Nachhaltigkeit im alltäglichen Leben eine große Rolle. Bei der nachhaltigen Gestaltung der Gesellschaft, beim eigenen Konsum z. B. in der Mode, Tourismus und
bei Lebensmitteln.

Nachhaltigkeit ist all das und noch viel mehr.

Dabei fällt auf, dass:

  • Nachhaltigkeit stets auf Gegenwart und Zukunft ausgerichtet ist
  • Ressourcen, materielle/immaterielle Güter, ökonomische ökologische Einheiten geschützt werden
  • der Fortbestand eines Bezugsobjektes kurz und langfristig sichergestellt wird.
Nachhaltigkeit im Marketing

Schon in den frühen 80ern des vorigen Jahrhunderts haben Unternehmen erkannt, dass nur durch eine glaubhafte Identitätspräsentation eine dauerhafte abgrenzende Identität geschaffen werden kann. Heißt, nur durch die Einheitlichkeit und die Nachhaltigkeit in der Außendarstellung sowie ein konsequentes, penetrantes Marketing ist eine wirkungsvolle und dauerhafte Positionierung möglich.

Dabei ist es unerlässlich, erfolgreich eingeführte
Produkte am Markt permanent nachhaltig zu positionieren. Idealerweise über verschiedene Wege, mit konzertierten Marketingmaßnahmen über alle bekannten und zielgruppenadäquaten Kommunikationskanäle. Ohne Nachhaltigkeit und Konsequenz im Marketing haben Unternehmen – kleine wie große – heute kaum Überlebenschancen.

Es kommt dabei sowohl auf den richtigen Medien-Mix an, der die Zielgruppen mit der nachhaltig wirkenden Kontakthäufigkeit sowie den merkfähigen Wiedererkennungseffekten in den Botschaften anspricht. Das fängt beim Branding oder Firmenlogo an, geht über Farben, Schriften bis hin zu den markanten Aussagen im Angebot, den glaubhaften Positionierungen eines Unternehmens, den Dienstleistungen oder den Produktnutzen. Im Idealfall sollten nachhaltig wirkungsvolle Botschaften die Zielgruppen 3,5x wahrnehmbar erreichen, damit sie im Gedächtnis haften bleiben.

Dauerhafter Erfolg durch Nachhaltigkeit

Ein treffender Mix zwischen Print- und Online-Marketing-Aktivitäten spielt dabei heute eine wesentliche Rolle. Die sogenannten „neuen“ Informationsmedien sind dermaßen weit verbreitet und werden von fast jedem Menschen genutzt. Zudem ist die Geschwindigkeit der Online-Verbreitung von Botschaften sekundenschnell, egal ob im Internet oder über soziale Medien.

Informative Botschaften, ansprechende Formen und wirkungsvolle Penetranz glaubhaft präsentiert, sind wesentliche Voraussetzungen für Nachhaltigkeit.
Darüber
hinaus ist die Wirkungsintensität der ausgewählten Kommunikations-Kanäle mit ins Kalkül zu ziehen. Je nach Firmenimage, Produktinformation oder Dienstleistungs-Service bleiben persönliche
Ansprachen über Events oder Beteiligungen bei Veranstaltungen wesentlich markanter, intensiver und länger im Gedächtnis haften als andere. Heißt, nicht jeder Kontakt ist im Medien-Mix gleich zu bewerten.

Da beißt die Maus keinen Faden ab

Fazit ist, dass kein noch so innovatives Produkt, keine noch so interessante Dienstleistung ohne nachhaltiges Marketing dauerhaft in der Erinnerung der Zielgruppe bleiben wird. Heißt, je gezielter, konsequenter und nachhaltiger Botschaften vermittelt werden, umso effektiver ist der Erfolg.

Persönliche Meinungen

Wie unterschiedlich der Begriff Nachhaltigkeit im Stellenwert bei Personen verinnerlicht ist und wie differenziert dieser thematisch akzentuiert wird, zeigen die folgenden Aussagen zweier Personen aus der Kommunikationswirtschaft.

Um ein Statement zum Thema Nachhaltigkeit haben wir eine Journalistin und einen Marketer gebeten.

Anna C. Brand, Politologin und freie Journalistin, die aktuell die TV Reportage „Zwischen Notwendigkeit und Realität“ (OK-TV 28.09.2015) abgedreht hat:

„Meine TV-Reportage zeigt deutlich, es fehlt an notwendigen nachhaltigen und dauerhaft wirkenden Maßnahmen, um die steigende Zahl an Flüchtlingen in die Gesellschaft zu integrieren. Schon ein ausreichendes Angebot an Deutschkursen wäre eine Maßnahme, um ein ausreichendes Volumen an Nachhaltigkeit für die Integration der Menschen zu erreichen. „Wenn Du die deutsche Sprache nicht kannst, bist Du hier niemand“ so der O-Ton des Syrers Mohammed.

Für eine nachhaltige Eingliederung in unsere Gesellschaft und für die Verhinderung von Ghettobildung ist ein schrittweiser Übergang von einer improvisierten Unterbringung in geordnete Wohnverhältnisse erforderlich. Nachhaltig kann das nur unter Federführung einzelner Bundesstaten erfolgen und darf nicht privaten Initiativen überlassen bleiben. Nur Maßnahmen, die auf einen ausreichendes Maß an Nachhaltigkeit für die Integration oder auch die zielgerichtete Rückführung von Flüchtlingen abzielen, können nachhaltige Zufriedenheit bei allen Schichten der Bevölkerung erreichen.

Jörg Petzhold, Marketer und international agierender Marketing Direktor der SNP AG

„B2B-Marketer müssen heute Superhelden sein“.

Einkäuferstrukturen in Unternehmen sind im Umbruch,Menschen aus der Facebook Generation rücken nach und nutzen bekannte digitale Werkzeuge auch im Beruf. Marktforscher schätzen, dass bis zu 70% der Kaufprozesse abgeschlossen sind, bevor ein Vertriebler kontaktiert wird. Vom Marketing wird erwartet, diese digitale Lücke zu schließen und mitzugestalten. Perfekt aufbereitet , reif zur Unterschrift, will der Vertrieb vom Marketer die Interessenten dargestellt sehen.

Ziele, die nachhaltig nur über die Kampagneneffektivität und gezieltes strategisches Vorgehen zu erreichen sind. Ein paar Beispiele dazu:

1. Cross-Channel Marketing, personalisiert mit dem Kunden eins zu eins in einen Dialog kommen. Das gilt für personalisierte Mitteilungen, Aktionsangebote im Internet, Social Media, E-Mail etc.

2. Content-Marketing nachhaltig wirkend planen, produzieren und liefern für den gesamten Kunden-
Lebenszyklus. Bereits im Vorfeld den Content für jede Etappe und je nach Kundenverhalten definieren.

3. Das Marketing-Vertriebs-Tandem stärken, Schranken niederreißen. Marketing hat heute nicht nur die Aufgabe, Leads zu generieren, sondern es geht auch um die Qualifizierung und saubere Übergabe. Idealerweise erstens mit Lead Scoring, also die Bewertung von Leads zur Priorisierung im Verkaufsprozess. Und zweitens mit enger Einbindung des Vertriebs in die Marketing-Aktionen, um damit sein Verständnis für Aktivitäten und Ziele zu fördern.

Ein gut geführtes und funktionales CRM ist ein sinnvolles Instrument um nachhaltige Erfolge zu erreichen.

Glossar

Cradle-to-Cradle-Vision

kann ins Deutsche mit Von der „Wiege in die Wiege“ übersetzt werden. Dieses neue Denken ersetzt das veraltete Problem eines endgültigen Abfallerzeugnisses in der
Produktion, durch ein Denken in natürlichen Produktions-
kreisläufen. Wie in den Prozessen des Ökosystems werden keine schädlichen Endprodukte erzeugt, sondern – immer wieder Neues hervorgebracht.

Triple-Bottom-Line

Das Drei-Säulen-Modell der nachhaltigen Entwicklung geht von der Vorstellung aus, dass nachhaltige Entwicklung nur durch das gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzen von umweltbezogenen, wirtschaftlichen und sozialen Zielen erreicht werden kann.

Triple-Top-Line

Dabei handelt es sich um eine neue Perspektive für das Produktdesign und für Geschäftsmodelle. Ziel sind Produkte und Dienstleistungen, die die Umwelt erhalten und die soziale Gerechtigkeit fördern und gleichzeitig einen wirtschaftlichen Wert schaffen. Das Design folgt den Naturgesetzen und gibt der Industrie neue Werkzeuge an die Hand, um auf sichere Weise Wohlstand zu schaffen. Mit diesem ökologisch intelligenten Design von Produkten und Prozessen sei eine neue industrielle Revolution möglich.

Augsburg
statt Asien

Nachhaltige Mode made in Germany

Sina Trinkwalder leitete zusammen mit ihrem Mann 13 Jahre lang eine Werbeagentur ‒ bis sie 2010 „manomama“ gründete ‒ das erste textile Social Business in Deutschland. In dieser Kleidermanufaktur wird von ehemals arbeitslosen NäherInnen innerhalb einer regionalen Wertschöpfungskette ökosoziale Mode hergestellt. Die Augsburgerin ist nicht nur überzeugt, dass in Deutschland Textilien zu konkurrenzfähigen Preisen hergestellt werden können – sie beweist es. Sie ist keine Unternehmerin, die an eine Steigerung der Rendite durch Verlagerung der Jobs nach Asien glaubt sondern an die fundamentale Bedeutung eines selbstverdienten Lebensunterhalts für Menschen. 2015 wird sie für ihr Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Umgekrempelt ‒
Nachhaltige Mode in Mannheim

Kleidung von manomama und anderen nachhaltigen Marken gibt es in Mannheim seit 2015 im „Umgekrempelt“-Shop in M2, 15a

Buchtipp

Sina Trinkwalder
Wunder muss man selber machen

2013, 288 Seiten, Verlag: Ullstein HC,

ISBN: 978-3-426-27615-0

Die manomama GmbH feiert dieses Jahr ihren 5. Geburtstag. Wie würden Sie die Entwicklung Ihres Unternehmens in dieser Zeit zusammenfassen?

In drei Buchstaben WOW! Wenn Sie mir vor 5 Jahren erzählt hätten, dass ich ohne Banken und ohne politische Unterstützung einen riesengroßen industriellen Produktionsbetrieb aus dem Boden stampfe, hätte ich Ihnen glaube ich den Vogel gezeigt. Geht doch gar nicht. Aber es geht eben irgendwie doch.

Wo liegen die Unterschiede zwischen Ihrem früheren Arbeitsalltag in der Agentur und Ihrem heutigen bei manomama?

Die Unterschiede sind eigentlich gar nicht so groß. Ich hatte nie einen durchgeplanten Alltag. Als Geschäftsführer muss man immer sehr spontan Dinge flicken, Sachen machen, Menschen helfen. Aber ich glaube das letztere ist eigentlich der Schwerpunkt bei manomama. Meine Hauptaufgabe ist es weniger, die unternehmerisch-produktionstechnischen Geschichten zu klären, sondern eher die menschlichen.

Haben Sie von Anfang an geahnt, welche Wellen Sie mit Ihrer Geschäftsidee schlagen würden?

Nein, das kann man nicht ahnen. Aber es freut mich, dass immer mehr Menschen darüber nachdenken, eine andere Art der Wirtschaft zu installieren, weil man mit der jetzt vorherrschenden einfach nicht zufrieden ist.

Was haben Sie Skeptikern entgegen zu halten?

Gar nichts, die ignoriere ich, denn sie interessieren mich eigentlich nicht. Es gibt immer Leute die es besser wissen. Aber das Interessante ist ja, dass meistens diejenigen, die sich sehr kritisch hervortun, selbst wenig oder nichts machen. Ernsthafte Kritik nehme ich sehr wohl entgegen. Wenn ich Kritik bekomme für die Arbeit, die ich mache, dann setzt sich ja auch jemand mit meinem Schaffen auseinander. Wenn ich weiß, dass es ernsthaft ist, dann bin ich sogar sehr dankbar dafür.

Wie erklären Sie sich das große mediale Interesse an Ihrer Person und Ihrer Mode?

Ich glaube es liegt daran, dass wir beweisen, dass manche Dinge anders gestaltet werden können und dies nicht wirtschaftlich durch sondern mit den Menschen. Und ‒ ich meine es ehrlich. Wenn Sie normalerweise ein Konzept wie das von manomama vorstellen, dann ist der erste Gedanke ihres Gegenübers‚ Nettes Marketing, die kommt ja schließlich aus der Werbung‘. Das habe ich sehr oft zu hören bekommen. Es ist wie mit dem Verliebtsein: Die ersten drei Monate haben Sie Schmetterlinge im Bauch und dann wird’s langsam normal. manomamma gibt es jetzt seit fünf Jahren und selbst die größten Kritiker haben mittlerweile erkannt, dass ich es ernst meine.   

Wie versuchen Sie, auch in Ihrem privaten Alltag nachhaltig zu handeln?

Die Frage ist ja zunächst, was Nachhaltigkeit eigentlich heißt. Für mich ist es der Respekt gegenüber Mensch, Tier und Umwelt. Allem was ich mache, lege ich diese Definition zu Grunde. Ich konsumiere fast ausschließlich regional. Ich esse gutes Fleisch ‒ und zwar sehr gerne. Ich trage alte Sachen auf. Übrigens auch Nike Turnschuhe, für die man mich bei facebook dann gerne an die Wand stellt. Aber auch für sie hat irgendwann mal jemand geschwitzt und ich respektiere seinen Schweiß. Ich werfe sein Produkt nicht einfach weg, weil irgendjemand sagt, das ist jetzt nicht mehr ethisch korrekt. Ich werfe sie dann weg, wenn sie wirklich auseinander fallen. Wenn Sie ein bisschen darüber nachdenken, was sie eigentlich zum Leben brauchen, dann sind das nicht materielle Dinge, sondern es sind Menschen. Mit dieser Erkenntnis wird der materielle Konsum relativ unwichtig. Ich glaube, dann handeln Sie ganz automatisch nachhaltig.

Ihre Kleider sind seit kurzem auch in Mannheim erhältlich – wie geht es allgemein für manomama weiter, welche neuen Projekte stehen auf Ihrer Agenda?

Ich habe ganz viele neue Projekte auf der Agenda. Zum einen werden wir Schmuck herausbringen. Zusammen mit einem guten Freund von mir, der in Pforzheim eine Schmuckmanufaktur hat. Wir werden außerdem ein wenig im Taschenbereich umstrukturieren. Da wird es ein neues Projekt namens ‚meligo‘ geben. Was es ist, verraten wir noch nicht, aber wenn alles klappt, kommt es im September nächsten Jahres. Natürlich werden wir auch die Läden weiterhin ausbauen, die Kollektionen erweitern und weitermachen! Was ich anfange, mach ich auch fertig.

Wie sieht die Wirtschaft in 20 Jahren aus?

Am liebsten so, wie sie mir gefällt ‒ eine ökosoziale Marktwirtschaft. Eine Wirtschaft für den Menschen und nicht durch den Menschen. Leider glaube ich nicht daran, weil der Konsument dazu neigt, die Konzerne zu verteufeln. Auf der anderen Seite möchte er gerne beim billigen Drogisten um die Ecke kaufen. Wenn wir eine Veränderung in der Wirtschaft wollen, dann dürfen wir das nicht nur den Unternehmen überlassen, dann müssen wir auch als Konsument unsere Aufgabe ernst nehmen.

Was muss sich verändern, damit soziales Wirtschaften in Deutschland nichts mehr Außergewöhnliches ist?

Der Stellenwert des Menschen müsste sich wieder ändern. Das ist das einzige und das würde schon reichen.

Sie haben getwittert „Lass die anderen Dich kopieren und erfinde Dich währenddessen neu.“ ‒ ist das Ihr Erfolgsrezept?

Das wird sich im September zeigen, wenn meligo durchstartet. Aber ich würde sagen, das ist schon mein Erfolgsrezept. Die großen Konzerne können heute nur eines ‒ kopieren. Sie entwickeln nichts mehr selbst, sondern übernehmen mit viel Geld die Ideen der innovativen Kleinen. Aber irgendwann gibt’s eben nichts mehr zu kopieren ‒ und dann muss man selbst kreativ werden.

Das Interview führte Sarah Gröhbühl

Natürliche Zahlen

Hätten Sie’s gewusst?

Jungforscher für eine nachhaltige Zukunft

Forschen. Fördern. Feiern. In diesem Jahr feierte die BASF SE ihr 150. Firmenjubiläum und Jugend forscht die 50. Wettbewerbsrunde. Bereits seit 1965 – der Geburtsstunde von Jugend forscht – ist die BASF Partner bei der Förderung der Nachwuchsforscher. Dies wurde gemeinsam mit Bundespräsident Joachim Gauck, zahlreichen hochrangigen Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sowie natürlich den Teilnehmenden des Bundeswettbewerbs, der vom 26. bis 30. Mai 2015 in Ludwigshafen und der Metropolregion stattfand, gefeiert. Als Agentur hatte sich die BASF SE nach einem national ausgeschriebenen Pitch die m:con – mannheim:congress GmbH ins Boot geholt. Gemeinsam erarbeiteten die Teams außergewöhnliche Konzepte, um beiden Jubiläen gleichermaßen gerecht zu werden.

Vom elektronischen Rechenautomaten über den solarbetriebenen Walkman und die Zauberformel gegen Mundgeruch bis hin zum 3-D-Rotationsdrucker – die Projekte der vergangenen 50 Jahre waren immer auch ein Spiegelbild der sich wandelnden Fragestellungen in Forschung und Wissenschaft. So auch die Arbeit von Franziska Mey, Ann-Jacqueline Herbst und Pascal Fichtel, die sich im Jubiläumsjahr des Bundeswettbewerbs mit der Herstellung einer auf Naturstoffen basierenden Farbe für Tintendrucker beschäftigten.

Das Umweltbewusstsein der Deutschen hat sich gewandelt. Das belegt die aktuelle Umweltbewusstseinsstudie von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt (UBA) aus dem Jahr 2014. Immer mehr Befragte betrachten den Umwelt- und Klimaschutz als Teil der Lösung für Zukunftsaufgaben, Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze.

Dieser gesellschaftliche Diskurs spiegelt sich in der Arbeit der drei 18-jährigen Forscher aus Thüringen wieder. Im Interview sprechen sie über ihre Entscheidung, mit einem nachhaltigen Projekt in den Wettbewerb zu gehen und erklären, inwiefern die Wettbewerbsteilnahme ihre berufliche Zukunft beeinflusst.

Jugend forscht

Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel ist, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. Pro Jahr gibt es bundesweit mehr als 100 Wettbewerbe. Teilnehmen können Jugendliche ab der 4. Klasse bis zum Alter von 21 Jahren. Wer mitmachen will, sucht sich selbst eine interessante Fragestellung für sein Forschungsprojekt. Den Gewinnern winken attraktive Geld- und Sachpreise.

jugend-forscht.de

Ann-Jaqueline Herbst, Pascal Fichtel, Franziska Mey

Öko-Farben für den Drucker

5. Fachgebietspreis Chemie

Können Druckerfarben umweltfreundlich sein?

Franziska Mey, Ann-Jaqueline Herbst und Pascal Fichtel sind davon überzeugt. Aus der Wurzel der Berberitze extrahierten sie das leuchtend gelbe Berberin. Als blaue Farbe wählten sie das Indigokarmin. Da sich dieses allerdings schwer extrahieren ließ, synthetisierten sie es chemisch. Die Jungforscher stellten fest, dass gute Farben vor allem dickflüssig und lichtstabil sein müssen, um in Tintenstrahldruckern zu funktionieren. Sie experimentierten mit Verdickungsmitteln und Antioxidantien, bis das Druckbild zwar heller als normal, dafür aber sauber und stabil war. In Zukunft wollen die Jungchemiker ihre Rezepturen noch verbessern um auch mit Industriefarben konkurrieren zu können.

Wie kam es zu der Projekt-Idee?

Wir suchten nach einem Projekt, welches verschiedene naturwissenschaftliche Disziplinen kombiniert und auch Anwendung im alltäglichen Leben finden sollte. Deshalb wollten wir prinzipiell erst einmal eine Tinte herstellen, die in Druckern eingesetzt wird. Als wir jedoch recherchierten, stießen wir auf einige Berichte, die das fehlende Recycling beklagten sowie von allergischen Reaktionen berichteten. Ferner wurden wir darauf aufmerksam, dass praktisch alle für uns einsehbaren Chemikalien der Kartuschen synthetische Produkte sind. Deshalb setzten wir uns als Ziel, eine ungiftige und gleichzeitig nachhaltige Tinte herzustellen, die der Nutzer auch selbst nachfüllen kann.

Vor welche Herausforderungen hat Sie die Umsetzung gestellt?

Unser Projekt begann mit der Suche nach geeigneten Farbstoffen, die wir aus heimischen Pflanzen gewinnen konnten. Wir entschieden uns hierbei für Indigokarmin aus dem Färberwaid und dem Berberin aus den Berberitzenwurzeln. Da die Naturfarbstoffe jedoch schnell verbleichen, mussten wir sie mithilfe von Antioxidantien (z.B. Vitamin C und E) schützen. Häufig reagieren jedoch diese beiden Komponenten miteinander, was die Suche nach einem geeigneten Radikalfänger erschwerte. Auch die Anpassung der Viskosität, also der Zähflüssigkeit, war mit Problemen verbunden: Der Großteil der natürlichen Verdickungsmittel flockte aus, sodass wir auf industrielle Produkte umsteigen mussten. Am Ende ist es uns jedoch gelungen, eine Tinte für einen handelsüblichen Drucker herzustellen und damit zu drucken.

Stellen die umweltfreundlichen Druckerfarben bereits eine Konkurrenz für die gängigen Industrieprodukte dar?

In Anbetracht der relativ kurzen Zeit zum eigentlichen Forschen ist es verständlich, dass unsere Druckerfarben noch nicht marktreif sind, wir also noch keine Konkurrenz darstellen. Es hat aber leider auch gezeigt, dass ökologische Tinten bisher im Generellen ein Nischenprodukt darstellen bzw. die großen Druckerkonzerne keine dieser Alternativen anbieten.

Wie stellen Sie sich die Weiterentwicklung Ihres Projektes vor? Arbeiten Sie auch nach Jugend Forscht daran weiter?

Es gibt vielfältige Möglichkeiten unser Produkt weiterzuentwickeln. Beispielsweise könnten andere Pflanzenfarbstoffe analysiert werden, aber auch die Suche nach einem natürlichen Verdickungsmittel wäre zweckdienlich. Leider ist es uns zur Zeit nicht möglich, weiter an unserem Projekt zu forschen, da uns zum einen die nötigen Laboratorien fehlen und wir zum anderen alle in verschiedenen Städten studieren.

Gibt es schon Reaktionen aus der Wirtschaft zu Ihrem Projekt?

Während unserer Recherchen sind wir auf die Firma Prometho gestoßen. Diese stellt Farben für die verschiedensten Verwendungszwecke her und greift dabei auch auf nachwachsende Rohstoffe zurück. Mit diesem Unternehmen stehen wir seither in Kontakt.

Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, sich für nachhaltiges Handeln einzusetzen?

Obwohl dieses Thema medial sehr präsent ist, ist sich der Großteil der Bevölkerung noch nicht der Folgen der drohenden Ressourcenverknappung bewusst. Wir verbrauchen natürliche Güter, wie beispielsweise Erdöl, in so einem rasanten Tempo, dass eine Regeneration dieser Produkte nicht stattfinden kann. Ohne diese Ressourcen ist jedoch unser Lebensstandard nicht zu halten, ganz zu schweigen von den anstehenden Konflikten zwischen Ländern zur Sicherung der sich dezi-

mierenden Rohstoffbestände. Die Suche nach Alternativen, also nachwachsenden Rohstoffquellen, ist somit unabdingbar.

Inwiefern war Jugend Forscht eine gute Plattform, um diesen Gedanken der Nachhaltigkeit zu transportieren?

Jugend forscht bietet ein Netzwerk für angehende Forscher. Der Wettbewerb zielt darauf ab, dass wir als Jungforscher uns austauschen, gleichzeitig aber auch mit bereits erfahrenen Wissenschaftlern ins Gespräch kommen und auch von ihnen Feedback erhalten. Dank des Wettbewerbes konnten wir außerdem unsere Idee der Öffentlichkeit präsentieren, z.B. in Fernsehbeiträgen oder persönlichen Gesprächen mit einer Vielzahl an Interessenten.

Jugend Forscht – und dann? – Was sind Ihre Traumjobs und warum?

Wir beginnen nun alle mit unserem Studium. Franziska studiert Molekulare Medizin, Ann-Jacqueline Chemie und Pascal Medizin. All diese Studienfächer bieten die Möglichkeit, später in der Forschung zu arbeiten, was für jeden von uns sicherlich eine attraktive Option darstellt.

Das Interview führte Sarah Gröhbühl

Saubere Sache

Ein aktiver Beitrag zur Nachhaltigkeit

CO2 sparend unterwegs

Die Wahl der Verkehrsmittel für die An- und Abreise ist entscheidend für eine nachhaltig konzipierte Veranstaltung. Treffen Sie Vereinbarungen mit der Deutschen Bahn für eine CO2 neutrale Anfahrt. Nutzen Sie Elektroautos für den Transfer Ihrer Gäste am Tagungsort. Auch Leihräder sind eine grüne Alternative – und bei sportlichen Teilnehmern beliebt.

    Volle Power mit wenig Energie

    Achten Sie darauf, dass Ökostrom verwendet wird und die Beleuchtung energieeffizient ist. Bewegungsmelder helfen, Strom zu sparen. Ermitteln Sie den CO2-Fußabdruck Ihrer Veranstaltung und suchen Sie nach Möglichkeiten, den Ausstoß zu kompensieren.

      Grün genießen

      Lebensmittel aus biologischem Anbau schonen nicht nur die Umwelt, sondern schmecken auch gut. Bieten Sie Ihren Gästen Köstliches aus der Region: Bio-Catering, im Idealfall mit Zertifizierung. Achten Sie auf saisonale Gerichte und arbeiten Sie mit regionalen Lieferanten zusammen, denn kurze Wege sparen CO2.

        Das m:con Congress Center Rosengarten Mannheim bietet modernste Technik auf über 24.000m² Fläche. Nachhaltige Unternehmensführung, Klima- und Umweltschutz bilden einen zentralen Bestandteil der Unternehmensphilosophie der Kongress- und Eventagentur. So ist das CC Rosengarten 2004 als erstes Kongresszentrum Deutschlands dem „Global Compact“ der UNO beigetreten. Die m:con unterstützt außerdem die Aktion „fairpflichtet“ – ein Nachhaltigkeitskodex der deutschsprachigen Veranstaltungsbranche.

        FAMAB, der Verband Direkte Wirtschaftskommunikation e.V., hat der m:con das Zertifikat „Sustainable Company powered by FAMAB“ verliehen. Diese Auszeichnung erhalten nur Unternehmen, die Veranstaltungen nachhaltig konzipieren und organisieren. Seit 2006 arbeitet die m:con dabei eng mit der Mannheimer MVV Energie Gruppe zusammen.

        Gemeinsam mit ihren Projektpartnern bei MVV Energy Solutions entwickelt die m:con immer wieder neue Maßnahmen, um die Energieeffizienz des traditionsreichen Tagungshauses weiter zu steigern. Entsprechend wurde der Neubau des Congress Centers Rosengarten unter Berücksichtigung modernster ökologischer Konzepte entworfen. Hier wird die Sonneneinstrahlung auf der über 6.300 m² großen Glasfassade genutzt, um den Heizbedarf so gering wie möglich zu halten.

        Ein weiteres Projekt, das aktuell zusammen umgesetzt wird, ist die Umrüstung von Teilen des Gebäudes auf LEDs. Sie benötigen nicht nur deutlich weniger Energie bei gleicher Beleuchtungsdauer, sondern zeichnen sich darüber hinaus durch eine besonders lange Lebensdauer aus. Durch die gezielten Modernisierungsmaßnahmen verzeichnet die m:con nicht nur Einsparungen in der Stromrechnung. Die LED-Technologie reduziert laut MVV EnergySolutions außerdem den CO2-Ausstoß des Unternehmens um rund 160 Tonnen jährlich. „Wir möchten einen aktiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, soziale Verantwortung übernehmen und Ökostandards auf unsere Agenda setzen.“, so m:con-Geschäftsführer Johann W. Wagner.

        Auch ihren Kunden bietet die m:on – mannheim:congress GmbH die Möglichkeit, bei Veranstaltungen die Belastung der Umwelt so gering wie möglich zu halten. „Die m:con hat schon sehr früh verstanden, dass für Ressourcen und Energie Verantwortung übernommen werden muss und lebt dies auch im Büroalltag. Unseren Kunden liegt die Thematik ebenfalls am Herzen, sodass von uns ein entsprechendes Konzept entwickelt wurde.“, erklärt m:con-Prokurist Bastian Fiedler die Idee, „green meetings“ ins Portfolio aufzunehmen.

        Das Angebot ist vielschichtig und reicht von einer Elektro-Tanksäule für Kongressteilnehmer über ein Car-Sharing Angebot bis hin zum Fahrradverleih und Bio-Catering aus der Region. Im Rahmen der „green meetings“ kommt ausschließlich Ökostrom zum Einsatz und es wird vermehrt Wert auf digitale Medien im Schriftverkehr gelegt.

        Global Compact

        Der Global Compact der Vereinten Nationen ist eine strategische Initiative für Unternehmen, die sich verpflichten, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an zehn universell anerkannten Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung auszurichten.

        m:con und MVV EnergySolutions

        MVV EnergySolutions hat im Congress Center Rosengarten in Mannheim das Facility Management und die Energieversorgung übernommen. Die erforderliche Personalpräsenz wird in enger Zusammenarbeit gesichert. Dazu hat unter anderem ein Mitarbeiter des Unternehmens seinen Arbeitsplatz in den Rosengarten verlegt. Bis heute erarbeiten m:con und MVV EnergySolutions kontinuierlich Maßnahmen, um die Energieeffizienz weiter zu steigern.

        Kennzahlen:
        Stromversorgung: jährlich 3.650 MWh
        Fernwärmeversorgung: jährlich rund 3.300 MWh

        News & Events

        Benedikt Füssel übernimmt Leitung des m:con Business Development

        Das Business Development der m:con ‒ mannheim:congress GmbH wird seit dem 01. August 2015 von Benedikt Füssel geleitet. Sein Verantwortungsbereich umfasst dabei die Analyse und Recherche des nationalen und internationalen Veranstaltungsmarktes sowie Konzepterstellung und
        -umsetzung von Akquisemaßnahmen zur Gewinnung neuer Kongresse und Tagungen für das Congress Center Rosengarten sowie den Pfalzbau Ludwigshafen. Auch die Weiterentwicklung der Dienstleistungsbereiche der m:con Kongress- und Eventagentur stehen auf seiner Agenda.

        Bastian Fiedler, der bis zuletzt in Doppelfunktion als Prokurist und Leiter des Business Development agierte, freut sich über die Entwicklung im Team: „Mit Herrn Füssel hat ein erfahrener Mitarbeiter, der über Jahre hinweg bereits positive Impulse für unser Unternehmen setzt, die Leitung des Business Development übernommen. Ich freue mich, dass ich durch diese Umstrukturierung nun die Freiheit habe, mich als Prokurist ganzheitlich auf den operativen Bereich und die strategische Weiterentwicklung des CC Rosengarten und der Agentur m:con zu konzentrieren.“

        Nach zuvor sechs Jahren im Congress Centrum Mainz, in denen
        Benedikt Füssel als Projektleiter und Sales Manager agierte, wechselte Füssel bereits im Oktober 2011 in die Mannheimer Kongress- und Eventagentur. Dort war er bis 31. Juli als Business Development Manager tätig, bevor er am 01. August die leitende Position innerhalb der Abteilung übernahm.

        Benedikt Füssel
        V-Card

        Nachhaltig durch die Quadratestadt

        Ab sofort steht am Congress Center Rosengarten eine VRNextbike Station mit zwölf Leihrädern zur Verfügung.

        Die m:con – mannheim:congress GmbH bietet bereits seit Jahren im Rahmen großer Kongresse wie der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie einen kostenlosen Fahrradverleih in ihrem Service-Paket für die Kongress-Teilnehmer an. Mit der VRNext-bike Station steht nun dauerhaft und für alle die Möglichkeit zur Verfügung, die Quadratestadt vom Rosengarten aus auf zwei Rädern zu erkunden. Für 1€ pro halbe Stunde können die Räder städteübergreifend gemietet werden. So kann man zum Beispiel auch in Heidelberg losradeln und in Mannheim die Fahrt beenden. Alle Tarife sind unter www.vrnnextbike.de zu finden.
        m:con-Prokurist Bastian Fiedler freut sich über diese 
        Entwicklung: „In der ‚Stadt der Erfindung des Fahrrades‘ ist diese neue Möglichkeit ein zusätzlicher und zugleich umweltfreundlicher Service für unsere Kongress – & Tagungsgäste. Die m:con hat sich schon lange das Prinzip der Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben. Die Leihfahrrad Station direkt vor der Haustür wird das Team sicher auch selbst nutzen, um schnell und umweltfreundlich durch den Stadtverkehr und zum nächsten Termin zu kommen.“

        20.000 Euro

        für die Kinderkrebsforschung

        Bei tropischen Temperaturen fanden sich bereits zum sechsten Mal in Folge rund 120 Golfer und Schnupperkurs-Besucher für den guten Zweck im Golf Club St. Leon-Rot ein. Ziel des m:con-Benefizgolfturniers ist es, die Neuroblastom-Forschung am Uniklinikum Mannheim nachhaltig zu unterstützen. Gemeinsam mit den prominenten Schirmherren des Projekts, dem Kölner Tatort-Team und den Adlern Mannheim, verbrachten die Teilnehmenden einen gemeinsamen Tag auf dem Golfplatz.

        Nach der tropischen Hitze auf dem Grün erwartete die Gäste am Abend eine zum Datum passende amerikanische Grillparty im Rosengarten.

        Mit der Scheckübergabe und einer finalen Spendensumme von 20.000 Euro fand der Tag seinen festlichen Höhepunkt.

        Gemeinsam mit den Spendengeldern der Golfer trägt die großzügige Unterstützung der Adler Mannheim sowie des Dorint Kongresshotels Mannheim dazu bei, dass eine solch phänomenale Summe erreicht werden konnte.

        Klaus J. Behrendt erläutert, warum das Benefizturnier einen wichtigen Beitrag zur Krebsforschung leistet: „Das Ziel ist es, Prof. Schroten und seinem Team dauerhaft die Möglichkeiten und Mittel für ihre Forschung zu sichern.“

        „Die Unterstützung der Neuroblastomforschung ist ein Herzensprojekt für uns. Nicht nur aufgrund der guten Beziehungen, die sich über die Jahre zum Uniklinikum Mannheim entwickelt haben. Es ist uns auch wichtig, dass die Quadratestadt als wettbewerbsfähiger Forschungsstandort weiterhin gefestigt und vorangetrieben wird. Dass wir dazu einen Beitrag leisten können, macht uns sehr glücklich und stößt auch bei unseren Kunden immer wieder auf sehr positive Resonanz.“, so m:con-Prokurist Bastian Fiedler.

        Wenn auch Sie das Neuroblastom-Projekt
        unterstützen möchten:

        Empfänger: Medizinische Fakultät Mannheim
        IBAN: DE40600501010004616342
        BIC: SOLADEST600

        Impressionen

        Deutscher Umweltpreis 2019 in Mannheim

        Es ist offiziell – der Deutsche Umweltpreis 2019 wird im Mannheimer Rosengarten stattfinden. Dies beschloss das Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Berlin. Weitere Austragungsorte in den Jahren 2018 – 2022 sind Erfurt, Hannover, Darmstadt und Magdeburg.

        Vorausgegangen war der Entscheidung ein Wettbewerb, bei dem eine Expertenjury für die Auswahl neben technischen, organisatorischen und administrativen Rahmenbedingungen vor allem Nachhaltigkeitskriterien angelegt hatte. DBU-Kuratoriumsvorsitzende Rita Schwarzelühr-Sutter: „Auf Basis des Nachhaltigkeitskodexes der Veranstaltungswirtschaft wollen wir ein Zeichen für nachhaltiges Handeln setzen und mithelfen, dass sich die ressourcensparenden Kriterien von ‚green meetings‘ durchsetzen.“

        Insgesamt 24 Veranstaltungs- und Messehallen hatten sich beworben, nachdem die DBU den Wettbewerb ausgelobt und die Bewerbungsunterlagen mit den entsprechenden Rahmenkriterien definiert hatte. Eine Expertenjury hatte schließlich speziell auch unter Nachhaltigkeitskriterien eine Empfehlung an das DBU-Kuratorium erarbeitet, die jetzt als Grundlage für die Entscheidung diente. Der Deutsche Umweltpreis der 1991 gegründeten DBU wird seit 1993 jährlich an wechselnden Orten vergeben. Der Preis zeichnet Leistungen von Personen aus, die vorbildlich zum Schutz und Erhalt der Umwelt beigetragen haben oder in Zukunft zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden.

        www.dbu.de

        In der Garderobe mit … Andreas Müller

        Er ist Comedian, Kabarettist, Satiriker, Humorist, Imitator und SWR3-Comedy-Chef: Andreas Müller. Mehr als vier Millionen Hörer erreicht er täglich über das Radio, Tausende haben ihn schon auf der Live-Bühne erlebt. Am 13. Juni 2015 machte er auf seiner Tour auch Halt im Rosengarten.

        Radio-Star-Comedian Andreas Müller fühlt sich nicht nur hinter dem Mikro in der SWR3-Radiostation zu Hause. Den „Mann der tausend Stimmen“ zieht es auch immer wieder auf die Bühnen in ganz Baden-Württemberg. Hier begeistert er sein Publikum nicht nur durch treffsichere Parodien sondern auch musikalisch und mit geschliffenem politischem Kabarett zu tagesaktuellen Themen.

        Sie sind der Mann der tausend Stimmen. Ob Angela Merkel, Jogi Löw, Harald Glööckler oder Johann Lafer, Sie bringen alle mit auf die Bühne. Wovon hängt es ab, welchen Promi Sie in Ihr Repertoire aufnehmen?

        Andreas Müller: Das hängt meist von der Aktualität ab, also ob jemand gerade Schlagzeilen macht oder irgendwas angestellt hat, was man durch den Kakao ziehen kann. Das hat die größte Relevanz. Deshalb springt das bei mir auch zwischen Politikern, Sportlern, Showstars und sonstigen hin und her.

        Wie nähern Sie sich einer neuen Rolle an?

        Andreas Müller: Viel hinhören und beobachten – dazu gehört auch das Studium von Bewegtbild, also z. B. Fernsehbildern, in letzter Zeit natürlich auch verstärkt Internetvideos. Gesten oder Marotten der Originale dienen da als wertvolle Unterstützung.

        Gab es schon Rückmeldung eines Promis, den Sie parodiert haben?

        Andreas Müller: Ja, das reichte von freundlichem Wohlwollen wie z. B. bei Jürgen Trittin oder Johann Lafer bis zum Gerichtsprozess wie bei Gerhard Mayer-Vorfelder.

        Für welchen Comedy-Kollegen würden Sie sich selbst ins Publikum setzen?

        Andreas Müller: Da gehören eigentlich alle dazu, weil ich schon beruflich als Comedychef bei SWR3 an allem interessiert bin, was es da so gibt. Wenn wir Mixedshows machen wie zum Beispiel beim SWR3 Comedy-Campus, der ja auch schon in Mannheim und Heidelberg war, genieße ich es sehr, auch hintendrin zu sitzen und zuzuhören, wenn die Kollegen grade dran sind.

        Sie bringen täglich über vier Millionen Radio-Hörer zum Lachen. Wie hat sich die Rolle des Radios aus Ihrer Sicht durch Echtzeit-Kommunikationsplattformen wie twitter und Facebook verändert?

        Andreas Müller: Diese Plattformen finden natürlich jetzt auch im Radio statt, meist als Rückkanal. Aktuell hat sich m.E. die Rolle des Radios noch nicht verändert. Wir sind vor allem im Auto immer noch das sicherste und am einfachsten zu bedienende Medium – und vor allem eines, wo man die Hände frei hat. UKW ist immer noch überall gut empfangbar. Drahtloses Internet trotz aller Anstrengungen der Netzbetreiber ist es immer noch nicht. Ich krieg immer Zustände, wenn ich vermehrt Leute im Auto während der Fahrt am Smartphone rumspielen sehe. Die Unfallstatistik verändert sich ja gerade dementsprechend.

        Was gefällt Ihnen besonders an Mannheim und dem Rosengarten?

        Andreas Müller: Die hochwertige Ausstattung und gute Akustik und natürlich die Nähe zur Innenstadt.
        Ist immer ein Spaziergang wert!

        Können Sie sich an die letzte Situation erinnern, in der Sie nachhaltig gehandelt haben?

        Andreas Müller: Ja, indem ich z. B. neulich der Versuchung widerstand, ein neues iPhone zu kaufen. Das alte tut es noch ganz gut (und ist schon zweimal nach Stürzen repariert worden). Seit ich vor einigen Wochen mal in einem Vortrag des Ökonomen Niko Paech war, überleg ich häufiger, was man eigentlich alles braucht und was nicht. Professor Paech hat da einige interessante Ansätze!

        Mit welchen Verkehrsmitteln reisen Sie, wenn Sie auf Tour gehen?

        Andreas Müller: Mit dem Auto (die Frage musste ja kommen ;-)), das liegt zum einen aber an den Uhrzeiten und zum anderen auch daran, dass unsere Tourtermine mit Claus Weselsky nur schwer abstimmbar sind.

        Wie bereiten Sie sich auf eine Show vor?

        Andreas Müller: Ein entspannter Soundcheck – etwas Ruhe und leichte Kost – und nochmal kurz vorher die Nachrichtenlage checken.

        Was geht Ihnen durch den Kopf, bevor Sie jetzt gleich vor Ihr Publikum im Mozartsaal treten?

        Andreas Müller: Ich denke wie eigentlich jeden Abend: „OK – Lampenfieber gehört einfach dazu …“

        Das Interview führte Sarah Gröhbühl

        IMPRESSUM

        Weitblick
        Das m:con Magazin für
        die Veranstaltungsbranche

        Herausgeber
        m:con – mannheim:congress GmbH
        Rosengartenplatz 2
        68161 Mannheim
        Tel. +49 (0) 621 4106-0
        Fax. +49 (0) 621 4106-80121
        info@mcon-mannheim.de
        www.mcon-mannheim.de
        www.mcon-weitblick.de

        Redaktion
        m:con – mannheim:congress GmbH
        Joachim Paul Ritter
        Sarah Gröhbühl

        Gestaltung
        Donner & Doria Agenturgruppe

        Donner & Doria Werbeagentur GmbH
        Hafenstraße 86
        68159 Mannheim
        Deutschland
        Tel. +49 (0) 621 309 788-00
        Fax. +49 (0) 309 788-20

         

        Fotos
        Michael Schrenk | Eduardo Perez | m:con |

        Alexander Grüber | iStock | thinkstock | Stiftung Jugend forscht e. V |

        Druck
        abcdruck GmbH

        Verantwortlich
        Johann W. Wagner (m:con)
        Ausgabe 02 | 2015
        Printed in Germany.

        Alle Rechte vorbehalten.

        HIER ZWITSCHERT DAS TEAM

        Twitter-Interview mit Benedikt Füssel, Leitung Business Development bei m:con

        @mconMannheim

        Wie kommen Sie morgens zur Arbeit?

        Mit dem ICE direkt aus Mainz. Die perfekte Bahnanbindung Mannheims macht das sehr einfach möglich!

        @mconMannheim

        Was zeichnet Ihren Job aus?

        Tagtäglich innerhalb eines großartigen Teams neue Ideen entwickeln zu können und dabei stets den Spaß an der Sache zu behalten.

        @mconMannheim

        Wie gefragt sind Green Meetings bei Ihren Kunden?

        Kunden erwarten eine generelle Offenheit diesem Thema gegenüber und setzen eine Auseinandersetzung damit von uns als Agentur voraus.

        @mconMannheim

        Hat sich die Einstellung zu ressourcenschonenden
        Veranstaltungen im Laufe der Zeit verändert?

        Das in jedem Fall! Die gesamte Branche ist stark sensibilisiert und geht sehr bewusst mit diesem Thema um.

        @mconMannheim

        Wie sensibilisieren Sie im Kundengespräch für nachhaltig konzipierte Events?

        Durch diverse Angebote, wie vergünstigte Tickets der DB, Nutzung regionaler Produkte und Dienstleister, Anwendung von digitalen Medien etc.

        @mconMannheim

        Wann haben Sie selbst zum letzten Mal nachhaltig gehandelt?

        Im Grunde jeden Tag durch die Fahrt mit dem ICE nach Mannheim.

        @mconMannheim

        Ich arbeite gerne bei der m:con, weil …

        … großartige Kollegen, anspruchsvolle Arbeit, vielfältiges
        Wissen und umfassendes Können zusammenkommen.