Digitalisierung zum Wohle der Patienten

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

unser Alltag wird heute stark mitbestimmt von den Möglichkeiten der digitalen Medizin. Der Einfluss auf die moderne Forschung wächst: biologische Formgebung, digitales Modellieren, neue Medikamente durch Computermodelle – die Digitalisierung hat in allen Bereichen Einzug gehalten. Und auch wenn noch kein Allheilmittel gefunden wurde, konnten doch beachtliche Erfolge erzielt werden: So ist es gelungen, viele unterstützende Medikamente zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, die es erlauben, Patienten besser zu behandeln als das früher der Fall war.

Fortschritte gibt es insbesondere in der Tumortherapie. In den Medien wird die sogenannte Immuntherapie bereits als Revolution gefeiert: Der Körper bekämpft und vernichtet die Krebstumore quasi selbst. Diese in der Krebsbehandlung völlig neue Therapieform wirkt zwar nicht bei allen Krebserkrankungen, ist aber beispielsweise erfolgreich bei Lungen- und Hautkrebs im Einsatz.

Vor allem das Thema Big Data steht heute stellvertretend für das hohe Tempo des digitalen Wandels: Hochdurchsatzdatenbanken, Bildgebungsdatenbanken, Sequenzdaten – schon längst arbeitet man im Terabyte-Bereich. Gewaltige Datenmengen können in Sekundenschnelle abgerufen und miteinander verglichen werden.

Inzwischen werden die Fakten über jeden einzelnen Patienten in einer Genauigkeit erhoben, die vom menschlichen Gehirn oder Auge nicht mehr erfasst werden können. Eine Kernspin- oder Computertomographie ermöglicht, in den menschlichen Körper in sehr hoher Auflösung hineinzuschauen. Dabei entstehen tausende Bilder vom Patienten, die wiederum als Daten abgespeichert werden können.

Angetrieben wird diese Entwicklung unter anderem durch die Erfolge der modernen Molekulargenetik und die verbesserten Möglichkeiten, die DNA Baustein für Baustein zu sequenzieren und zu analysieren. Vor etwa 20 Jahren begann man in der Medizin mit der Entschlüsselung des genetischen Zellcodes. Experten erwarten, dass es in wenigen Jahren möglich ist, das gesamte menschliche Genom in nur 15 Minuten zu entschlüsseln. Wenn man weiß, wie der normale Code eines Genoms aussieht, können Patientendaten damit verglichen und Veränderungen oder Immunantworten festgestellt werden.

Die Digitalisierung steht aber immer noch am Anfang. In der Krebsforschung stehen wir vor vielen Herausforderungen. Aber in den nächsten Jahren werden revolutionäre Entwicklungen in vielen Bereichen vorkommen und unsere Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessern – zum Wohle der Patienten.

Prof. Dr. Christof von Kalle

Professor Dr. Christof von Kalle

ist Direktor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und leitet die Abteilung Translationale Onkologie am NCT und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ).

In kleinen und manchmal auch in großen Schritten spüren und erleben wir die Folgen des

„medizinischen Aufbruchs in
digitale Welten“.

Big Data lässt neue Behandlungsmethoden entstehen, tausende Gesundheits-Apps bestimmen unseren Alltag und Kollege Roboter ist auf dem Weg in die Krankenhäuser. In der neuesten Ausgabe unseres Kundenmagazins „Weitblick“ widmen wir uns diesmal dem Themenkomplex der digitalen Medizin. Was bringt uns die Zukunft und wie halten wir die Balance zwischen Optimierung und Datenschutz? Wir hoffen wieder einige interessante Aspekte zusammengetragen zu haben und wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und Horizont erweitern.

Marion Treu, Unternehmenskommunikation

Wenn
viele Hirne
sich vernetzen

Wenn in Heidelberg an einem Freitagnachmittag viele Menschen mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, Wissenschaftler aus medizinischen Bereichen, aus der Informationstechnologie, Designer und Wirtschaftsexperten zusammenkommen, dann haben sie ein gemeinsames Ziel: Sie alle wollen Herausforderungen („Challenges“) meistern, technische Lösungen für medizinische Fragestellungen finden.

Dazu bringen sie ihre eigenen Ideen mit oder nehmen sich medizinischen Problemstellungen aus der Industrie oder aus dem Krankenhaus an. Das Ganze nennt sich Hackathon – ein Kunstwort aus Hacking und Marathon.

www.lifesciencemeetsit.eu

Eine Studentin mit Datenbrille an einem 3-D-Drucker, ein Chirurg an einem Endoskop umringt von Notebooks und Kabeln, daneben ein hektisch diskutierendes Entwicklerteam – wenn der Hackathon erst mal läuft, dann geht es zu wie im Bienenstock. Von außen betrachtet herrscht völliges Chaos, Leute hängen in Trauben um verschiedene Arbeitsinseln, eilen hin
und her. Doch das Ganze hat System: „Wir stellen die Unterstützungs-Infrastruktur für die Veranstaltung, beispielsweise 3-D-Drucker, und liefern den technischen Support“, erläutert Dr. Thomas Prexl, Mitveranstalter und Geschäftsführer der Heidelberg Start Up Partners GmbH. Das System ist selbst organisiert und zielorientiert. „Die Atmosphäre ist absolut energetisierend“, beschreibt ein Teilnehmer.

Aus der großen Unordnung entstehen erste Strukturen, spontan bilden sich Teams. Und dann wird gearbeitet, mehr oder weniger rund um die Uhr, zwei Tage lang.

Alles dreht sich um die Challenges. Zum Beispiel um die Frage, wie man die Ausbildung von Chirurgen im Bereich der Minimalinvasiven Chirurgie verbessern kann? Oder: Wie kann eine Plattform aussehen, mit der der erfahrene Chirurg die OP verfolgt?

© Life Science Meets IT

Zunächst werden die Probleme analysiert: Was genau sind die Bedingungen im OP? Schnell kommt man auf das Thema Hygiene: Ärzte können, sobald sie beispielsweise einen Monitor anfassen, ihre Hände nicht benutzen, ohne sie erst wieder zu waschen. Wertvolle Zeit verstreicht. Die Lösung: Der Einsatz einer Hardware aus dem Konsolenmarkt (Microsoft Kinect) als Grundlage
für ein System, mit dem der Trainer mit seinen Händen und Gesten steuert, ohne etwas zu berühren.

Über dem Endoskop ist ein optischer Erfassungsbereich. Ein erfahrener Arzt kann mit den Händen darüber gehen und – ohne etwas anzufassen – mit seinen Fingern und Gesten über dem Endoskop die Operation simulieren. Der operierende junge Arzt sieht Pfeile oder Hinweise auf dem Kamerabild von dem erfahrenen Kollegen, weiß dadurch genau, welche Handgriffe er
als nächstes machen sollte.

Eine andere Challenge befasst sich mit der Frage, wie man chronisch kranke Kinder dazu bringen kann, regelmäßig ihre Tabletten einzunehmen. Die Lösung ist ein Videospiel, das ähnlich funktioniert wie das bekannte virtuelle Haustier Tamagotchi: Eine Handy-App weist regelmäßig auf Einnahme der Tablette hin. Sobald die Kinder der Aufforderung nachgekommen sind, wird auf dem Handy als kleine Belohnung ein Spiel freigeschaltet.

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„Hohe Bereitschaft, uns zu unterstützen“

Wenn ein Hackathon terminiert ist, läuft eine breite Kommunikationsmaschinerie an. Die Infos fließen über alle Kanäle. Flyer, Plakate an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Internet und Social Media.

„Darüber hinaus wenden wir uns gezielt an Unternehmen, die das Event sponsern und qualifizierte Mitarbeiter schicken können“, erklärt Dr. Thomas Prexl.

Meist wollen mehr dabei sein, als es Plätze gibt. Das größte Ticketkontingent geht an IT-Entwickler, dann folgen Experten aus dem medizinischen Bereich. Kleinere Kontingente werden an Wirtschaftsexperten, Manager und Designer vergeben. „Es ist nicht einfach, motivierten Bewerbern abzusagen, aber es ist wichtig, dass die Mischung stimmt“, weiß Prexl.

Eine wichtige Rolle spielen Mentoren: Sie kommen aus dem Netzwerk der „Heidelberg Start Up Partners“ oder werden direkt angesprochen und akquiriert. „Zu bestimmten relevanten Themen haben wir auch gezielt Fachleute rekrutiert“, so Prexl. „Es gibt eine hohe Bereitschaft, uns zu unterstützen.“

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Für die Ausrichtung des Hackathons spielt der Standort eine zentrale Rolle: „Heidelberg ist ein hervorragender Platz, um Lebenswissenschaften und Informationstechnologie miteinander zu verknüpfen“, sagt Prexl. Hier sind nicht nur exzellente Forschungseinrichtungen ansässig, sondern in unmittelbarer Umgebung auch wichtige Softwareunternehmen wie SAP, die sich mit dem Thema Gesundheit beschäftigen. Das ist ein guter Mix für Innovationen.“

Im Vorfeld werden verschiedene Challenges eingereicht, entweder von Teilnehmern oder Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Diese werden genau überprüft. „Wir wollen wissen: Können wir das machen, haben wir die technische Ausrüstung, ist das ein praxisbezogenes Problem“, erläutert Prexl. Doch die Qualität der eingereichten Ideen ist hoch: Bis auf wenige Ausnahmen konnten bislang alle Challenges angenommen werden. Ein Hackathon behandelt 15 bis 20 Herausforderungen. Unternehmen oder Forschungseinrichtungen müssen einen Challenge-Owner benennen, der idealerweise vor Ort ist und den Teilnehmern beratend zur Seite stehen kann.

Jeder Teilnehmer muss als „Startgeld“ 49 Euro bezahlen. „Das ist leider unvermeidlich, um das Problem der „No-Shows“ zu verringern“, sagt Prexl. Pro Veranstaltung werden 80 Tickets vergeben, davon 25 an
Mentoren. Einschließlich der Organisatoren sind insgesamt knapp 100 Menschen auf dem Gelände unterwegs.

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Der Erfolg eines Hackathon hängt natürlich von dem Zusammenspiel der Teilnehmer und der Mentoren ab. „Gute Teilnehmer und gute Mentoren sind entscheidend für den Erfolg“, bestätigt Prexl.

Damit sich qualifizierte Kandidaten bewerben, müssen gleich mehrere Faktoren berücksichtigt werden:

  • Werbung an der richtigen Stelle
  • Räume, die eine angenehme wie kreative
  • Atmosphäre schaffen
  • ein reibungsloser Ablauf
  • und ein richtig anständiges Catering.

„Wer viel arbeitet, bekommt Hunger – und deshalb legen wir Wert auf hochwertige Verpflegung“, betont Prexl. Es gibt nur gesundes Essen, wir versuchen immer etwas Besonderes zu machen. Stichwort Foodtruck: Beim Essen geht es nicht nur um Nahrungsaufnahme: Die Teilnehmer tauchen aus der Arbeit auf und mischen sich, tauschen Informationen aus, erfahren, wie die anderen Projekte vorankommen. Auf schwere Kost wird verzichtet, denn ein voller Bauch denkt nicht gern.

Den geeigneten Rahmen für die Veranstaltung bieten die von der Universität Heidelberg zur Verfügung gestellten Marsilius-Arkaden. Die offene Struktur der Räume eignet sich für Plenumssitzungen, schafft aber auch vernünftige Arbeitskonstellationen für Teams von vier bis 15 Personen. Zur Standard-Ausstattung gehören Whiteboards, jede Menge Stromanschlüsse und natürlich eine WLAN-Verbindung.

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Auch die Organisatoren sind gefordert. Der Ablauf ist minutiös geplant, Methoden und Tools werden zur Verfügung gestellt. „Man muss an einigen Stellen eingreifen, z. B. wenn sich die Teams formieren“, erklärt Prexl. Ausgewogene Teams mit unterschiedlichen Stärken und Qualifikationen sind besonders erfolgversprechend.

Körperliche Höchstleistungen

54 Stunden Dauereinsatz – ein Hackathon fordert auch die Physis der Teilnehmer. „Wir müssen die Gebäude zwar irgendwann räumen“, sagt Prexl. „Aber wir garantieren, dass mindestens bis 1 Uhr nachts die Räume genutzt werden können.“ Im Gegensatz zur Schule, wo die Kinder dem Pausenklingeln entgegen fiebern, führt die Atmosphäre beim Hackathon dazu, dass die Sperrstunde regelmäßig überschritten wird. Und morgens um 8 Uhr wollen die ersten dann schon wieder loslegen.

Am Ende werden die entwickelten High-Tech-Lösungen vor dem Plenum präsentiert. Es ist Sonntagnachmittag. Die besten Ideen werden prämiert. Den Gewinnern winken Sachpreise wie beispielsweise Swobots – ferngesteuerte Bälle. Der Hauptpreis ist eine vom ET Health gesponserte Firmenfinanzierung: Dabei wird ein komplettes Unternehmen bereitgestellt inklusive 10.000 EUR Startkapital.

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© thinkstock/PhonlamaiPhoto

Digitale
Medizin

von Online-Diagnose
bis Pflegeroboter

© Universitätsmedizin Göttingen

Prof. Dr. med. Gerd Hasenfuß

Vorsitzender des Heart Research Centers
Göttingen und Vorstandsmitglied des
Deutschen Zentrums für Herz-Kreislaufforschung. Für Professor Dr. med. Gerd P. Hasenfuß, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, ist das Thema Digitalisierung eines der Kernthemen in der Zukunft der Medizin überhaupt. Er fordert, dass die Mediziner den digitalen Wandel aktiv begleiten und die sich bietenden Chancen nutzen müssen. Passivität, so seine Ansicht, könnte bedeuten, dass das wichtige
Feld der Digitalisierung den Medizinern von
außen „übergestülpt“ werde. Im Interview
skizziert er die Chancen und Risiken, die sich
aus der Digitalisierung ergeben und
fordert, diese in die tägliche Arbeit
einzubeziehen:

Herr Prof. Hasenfuß, was bedeutet die Digitalisierung in der Medizin?

Lassen Sie mich das Thema in vier Bereiche aufteilen: Mobile Health, Informationstechnologie, Big Data und Robotik.

Das müssen Sie uns erläutern. Beginnen wir mit dem Thema Mobile Health, der mobilen Gesundheit: Erleben wir die medizinische Betreuung künftig nur noch online?

Ich beobachte zwei Trends: Derzeit gibt es 300.000 Gesundheits-Apps, und täglich werden es mehr. Diese sind größtenteils völlig unbewertet. Ein Teil davon sind Medizinprodukte, beispielsweise Diagnose-Apps, die einer Evaluation bedürfen. Aber während konventionelle Medizinprodukte eine BfArM-Prüfung (vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte durchgeführte klinische Prüfung für die Entwicklung und Zulassung von Arzneimitteln) und eine CE-Mark (EU-Kennzeichnung) für die Zulassung bekommen haben, sieht das bei den Apps ganz anders aus. Das Geschäftsmodell basiert auf einem über Werbung finanzierten Ansatz. Die Nutzer müssen sich gar nicht mit dem Medizinprodukt kritisch auseinandersetzen, sie entscheiden eigenständig ohne ärztlichen Rat, ob sie es verwenden, also herunterladen. Da haben wir eine konkrete Aufgabe, nämlich in die Bewertung einzusteigen.

Auf der anderen Seite sehe ich bei der Mobile Health-Technologie eine Riesenmöglichkeit, Patientendaten online zu übermitteln und zu übertragen. Viele Informationen sind bereits vorhanden oder fallen teilweise automatisch an, da Menschen Gesundheits- und Bewegungsdaten aufzeichnen. Daraus ergeben sich auch für die Tele-Medizin neue Möglichkeiten.

Können Sie uns Beispiele nennen?

Sicher: In einer aktuellen Machbarkeitsstudie werden Patienten mit iPhones ausgestattet. Sie geben regelmäßig Daten ein, diese werden überprüft um festzustellen, ob man auf diese Weise herzinsuffiziente Patienten überwachen könnte. Oder ein Beispiel aus dem Segment Sensorik: Heute passt ein komplettes Labor auf einen Chip. Dieser Chip kann theoretisch auch implantiert werden. Das funktioniert schon bei verschiedenen Blutzucker-Messmethoden, bei denen ein kleiner Streifen auf den Arm aufgebracht wird, der über die Hautschicht den Blutzucker misst. Oder es gibt Blutzucker-Messungen über die Kontaktlinse, die die Ergebnisse direkt auf das iPhone übermittelt. Auf diese Weise kann man im Vorfeld erkennen, ob sich eine Komplikation entwickelt oder nicht. Und natürlich kann man durch die Übermittlung dieser Daten dem Patienten den Arztbesuch ersparen.

Das hört sich doch alles sehr positiv an. Sehen Sie auch Risiken beim Thema Mobile Health?

Ein Risiko ist der leichtsinnige Umgang mit Daten. Vor zehn Jahren gab es noch kein iPhone, das kam erst 2007 auf den Markt. Heute gibt es mehr iPhones als Menschen auf der Welt. Selbst unter den Senioren sind über 50 Prozent online. Und in Umfragen sind bis zu 90 Prozent aller chronisch kranken Menschen willens, ihre Daten über die Systeme zur Verfügung zu stellen. Pharmakonzerne suchen nach Wegen, ohne Einschaltung von Ärzten mit den Patienten Studien durchzuführen. Wenn Google Patienten mit Asthma oder Brustkrebs dazu aufruft, ihre Daten zur Verfügung zu stellen, dann schaffen sie es, innerhalb von Stunden zehntausend Patienten zu rekrutieren. Das ist erstaunlich, aber letztlich entscheiden die Menschen selbst, welche Informationen sie preisgeben wollen oder nicht.

Was versprechen Sie sich von der modernen IT-Technologie?

Die IT wird dazu führen, dass die Krankenakten elektronisch vernetzt werden, ein Datenaustausch mit den niedergelassenen Ärzten wird möglich. Voraussetzung ist die Gesundheitskarte, die auch eine einfache Möglichkeit der Qualitätskontrolle darstellt. Wir werden auch die Möglichkeit bekommen, Daten für die Forschung gezielt zu extrahieren. Wir werden Medikamenten-Interaktionen automatisch erkennen. Und wir werden durch Hinzuziehen von IT-Programmen die Diagnostik völlig neu betreiben.

Die Entwicklungen auf dem IT-Sektor unterliegen einer extrem hohen Dynamik. Lassen Sie mich an dieser Stelle, an der wir über die Zukunft reden, Datenschutz-Themen nicht bewerten. Aber eine Bemerkung sei gestattet: Der Datenschutz kann ein extremer Hemmschuh sein! Die Gesundheitskarte war für 2008 intendiert, jetzt ist sie für 2018 vorgesehen. Lassen Sie mich betonen: Wir wollen keinen gläsernen Patienten. Und viele Dinge, vor denen die Menschen Angst haben, kann man gesetzlich regeln. Und bei Mobile Health entscheiden die Patienten selbst, was in das Internet gestellt wird und was nicht.

Kommen wir zum Thema Big Data: Woher stammen die Daten in der Medizin und wie kann man künftig von den enormen Datenmengen profitieren?

Da sind zum einen die ganzen Daten, die jetzt im Gesundheitssystem anfallen können, z. B. aus dem Krankenhaus-IT-System über den Patienten. Auf der anderen Seite gibt es die genetische Analyse aus dem Patientenmaterial (Blut- und Gewebeproben, CT, etc.), die Aufschluss über den Patienten gibt. Das ist jetzt erst richtig möglich durch die technische Revolution in der IT. Dadurch wird es gelingen, Krankheiten, über die wir heute noch nicht viel wissen, zu verstehen und zu behandeln.

Ein Beispiel: PCSK9 Hemmer, neue Cholesterinsenker, sind entstanden, weil man erkannt hat, dass Patienten, die eine Mutation in diesem PCSK9-Gen im Sinne einer verminderten Aktivität haben, ein niedrigeres Herz-Kreislauf-Risiko besitzen. Aus dieser Information wurde in weniger als zehn Jahren eine neue vielversprechende Medikamentengruppe.

Kommen wir zum Thema Big Data: Woher stammen die Daten in der Medizin und wie kann man künftig von den enormen Datenmengen profitieren?

Da sind zum einen die ganzen Daten, die jetzt im Gesundheitssystem anfallen können, z. B. aus dem Krankenhaus-IT-System über den Patienten. Auf der anderen Seite gibt es die genetische Analyse aus dem Patientenmaterial (Blut- und Gewebeproben, CT, etc.), die Aufschluss über den Patienten gibt. Das ist jetzt erst richtig möglich durch die technische Revolution in der IT. Dadurch wird es gelingen, Krankheiten, über die wir heute noch nicht viel wissen, zu verstehen und zu behandeln.

Ein Beispiel: PCSK9 Hemmer, neue Cholesterinsenker, sind entstanden, weil man erkannt hat, dass Patienten, die eine Mutation in diesem PCSK9-Gen im Sinne einer verminderten Aktivität haben, ein niedrigeres Herz-Kreislauf-Risiko besitzen. Aus dieser Information wurde in weniger als zehn Jahren eine neue vielversprechende Medikamentengruppe.

Unter Big Data verstehe ich aber auch die weltweite Nutzung von Informationen aus Computer-Tomographien der Lunge, um daraus Algorithmen zu erarbeiten, unter welchen Konstellationen z. B. eine Tumorstruktur in der Lunge eher bösartig oder gutartig ist. Und ob Zufallsbefunde weiterverfolgt werden oder je nach Konstellation nicht weiterverfolgt werden müssen.

Betrachten wir die Tumor-Genomanalyse − dahinter verbirgt sich ein riesiger Datensatz von Patienten mit deren Krankengeschichte: Welche Mutationen hat der Tumor? Wenn wir das wissen, kann man ganz gezielt Medikamente einsetzen, um diese Mutation anzugehen. Das führt zu neuen Präventionserkenntnissen.

Schließlich ermöglicht Big Data auch ganz neue Labor-
methoden. Die für eine Analyse benötigten Mengen werden sich drastisch reduzieren. Brauchte man früher drei Blutröhrchen genügt heute noch ein Blutstropfen, um alle relevanten Untersuchungen durchzuführen.

Die virtuelle Welt der Daten ist für viele Menschen schwer zu verstehen. Einfacher sind da Roboter, die wir aus Science-Fiction-Filmen kennen, und mit denen wir bestimmte Dinge verbinden. Welche Rolle wird die Robotik künftig spielen?

In Deutschland hinken wir der Entwicklung ein ganzes Stück hinterher. In Japan gehört es schon zur Routine, dass Roboter die Pflege von Patienten oder alten Menschen unterstützen. Da agieren aber nicht solche Roboter, wie wir sie aus den Filmen kennen, sondern funktional hochwertige Maschinen, die zum Teil auch menschliches Aussehen haben, zum Teil auch sprechen können, und die – das ist leicht vorstellbar − Tätigkeiten verrichten wie Transportieren, Dinge holen, bei der Mobilität oder der Lagerung von Patienten helfen. Konkret bedeutet das: Der Roboter hebt den Patienten hoch auf eine Liege, holt für ihn den Saft aus dem Kühlschrank oder fährt ihn im Rollstuhl im Garten spazieren. Die modernen Roboter muss man nicht mehr programmieren, sie lernen durch Nachahmung. Man macht den Prozess vor, dann machen sie das nach. Roboter werden aber Schritt für Schritt immer mehr und komplexere Tätigkeiten übernehmen.

Fehlt da nicht die menschliche Wärme?

Der Patient kommt vielleicht mit diesem Roboter viel besser zurecht als mit einer genervten Pflegekraft, die nur wenige Minuten Zeit hat für den Hausbesuch.

Und wann kommen die Roboter in die deutschen Krankenhäuser?

Das wird in zehn Jahren der Fall sein.

Wie beeinflusst die Digitalisierung das Verhältnis Patient – Arzt?

Die Patienten sind heute natürlich über das Internet vorinformiert. Sie kommen aber häufig mit der Fülle der Informationen nicht zurecht oder machen sich unnötige Sorgen um ihre Gesundheit. Es ist für den Laien fast unmöglich, korrekte Informationen aus dem riesigen Angebot herauszufiltern. Der Arzt muss oftmals wieder beruhigen: Der Befund ist meist weit- aus harmloser als zunächst gegoogelt.

Gefährlich sind aus meiner Sicht auch sogenannte Symptom-Checker mit Handlungsanweisungen. Im Internet wird der Suchende konkret aufgefordert, sich in die Notaufnahme zu begeben. Das sehe ich kritisch. Es darf nicht sein, dass man sich in der Notaufnahme mit Fällen beschäftigen muss, die dort nichts zu suchen haben.

Informieren ist in Ordnung, aber man muss wissen, dass man auf einer falschen Fährte sein kann. Also lieber einen Arzt kontaktieren und wenn dieser festgestellt hat, was vorliegt, dann kann man sich anschließend immer noch im Internet informieren.

Das Interview führte Martin Büllesbach

Digitale Medizin

Hätten Sie’s gewusst?

Gotthardt
Healthgroup

Digitale Dienste für die
Gesundheitsbranche

Unser Alltag ist längst in der digitalen Welt angekommen. Wir kaufen online ein, buchen unsere Reisen online, checken online ein bevor wir überhaupt am Flughafen sind – das Gesundheitswesen erscheint vor diesem Hintergrund oft wie ein Relikt des Offline-Universums. Aber auch die Akteure des Gesundheitswesens – Ärzte, Kliniken, Apotheker – erkennen immer mehr die enormen Möglichkeiten und wollen sie in der Ausübung ihres Berufs nutzen.

© Gotthardt Healthgroup AG

Dr. Tim Züwerink,
CEO der Gotthardt Healtgroup AG

© thinkstock/HAKINMHAN

Dr. Tim Züwerink ist CEO der Gotthardt Healthgroup AG mit Sitz in Heidelberg und Experte für E-Health-Lösungen: „Wir entwickeln und vermarkten digitale Lösungen für Patienten und Leistungserbringer, die sie in ihren Entscheidungen und Handlungen unterstützen. Wir helfen etwa Ärzten mit dem GHG Praxisdienst dabei, seltene Erkrankungen zu erkennen, passende klinische Studien für ihre Patienten zu finden oder auch die ihnen vorliegenden Daten einfacher zur Erkennung von Risiken nutzen zu können.“ So verwenden Patienten beispielsweise die App Mediteo um ihre Medikamente zu verwalten und vor allem um an die Einnahme zu denken, um so den Empfehlungen des Arztes besser folgen zu können. „All dies gemäß unserem Slogan ‚Medical Evidence To Action.‘“, so Züwerink.

E-Health braucht Pioniere

Mit den regelmäßigen Treffen von TEN. – The E-Health-Network hat die Gotthardt Healthgroup außerdem ein Netzwerktreffen ins Leben gerufen, das es Entscheidern der Gesundheitsbranche ermöglicht, sich über digitale Technologien auszutauschen. Dr. Tim Züwerink weiß, „E-Health braucht Pioniere, die neue Felder zum Wohl aller Beteiligten eröffnen und nutzbar machen. Wir alle profitieren sehr davon, Erfahrungen auszutauschen und uns zu vernetzen. Entscheider aus der Branche kommen zusammen, weil sie eine gemeinsame Überzeugung teilen und diese auch zur Umsetzung bringen wollen.“

Keine Kompromisse bei der Datensicherheit

Züwerink schätzt die Bereitschaft, sich mit E-Health Lösungen auseinanderzusetzen, sowohl bei Ärzten als auch Patienten als hoch ein. Gleichzeitig betont er, dass es im Sinne einer größeren Akzeptanz keinerlei Kompromisse bei der Qualität, Datensicherheit und Integrität der Lösungen geben darf. „Das Vertrauen aller Beteiligten muss verdient und nachhaltig gesichert werden.“ Dies sei nur durch Transparenz und starker Kommunikation erfolgreich umzusetzen: „Die Menschen wollen verstehen und in ihren Sorgen verstanden werden. Hier ist die E-Health-Branche gefragt, mit gutem Beispiel voranzugehen.“

Das Bundesdatenschutzgesetz gibt hier einen Rahmen vor, den alle einhalten müssen. „Und diese Maßstäbe werden sich meines Erachtens auch international durchsetzen.“, so Züwerink. „Die Patienten müssen stets die Entscheider über die Verwendung ihrer personenbezogenen Daten sein. Wer Daten lesen und schreiben kann, bestimmen allein sie. E-Health-Lösungen aus Deutschland, die sich an diesen Ansprüchen ausrichten, können zu wahren Exportschlagern werden, da die Bedeutung des Datenschutzes in diesem sensiblen Bereich immer offensichtlicher wird.“

Mit intelligenter IT Erkrankungen schneller erkennen

Dr. Tim Züwerink ist überzeugt, dass E-Health die Versorgungsqualität in unserem Gesundheitssystem erheblich verbessern wird: „Nehmen Sie die Erkennung seltener Erkrankungen. Etwa 8.000 davon sind für Deutschland relevant. Nur von etwa 1.000 hat ein Medizinstudent typischerweise in seinem Studium gehört. In einem sieben- bis achtminütigen Patientengespräch wird man eine Prüfung all dieser Erkrankungen nicht unterbringen. Intelligente IT in den Händen des Arztes kann aber genau das wesentlich erleichtern durch eine Analyse der klinischen Parameter des Patienten.“

Neue Energien für innovative Lösungen freisetzen

Um E-Health den Durchbruch zu verschaffen müsse laut Züwerink vor allem die Qualität in der Versorgung belohnt werden: „In Deutschland arbeitet man heute mit Vorschriften und Saktionen, um E-Health-Lösungen zu verbreiten. Andere Länder zeigen hier bessere Ansätze: Wenn Ärzte stärker für den Erfolg ihrer Behandlung belohnt werden, zum Beispiel für die Verhinderung von Krankenhauseinweisungen, werden neue Energien frei, um innovative Lösungen zu Prävention und Versorgung zu finden. Davon profitiert E-Health unmittelbar. Ich hörte zum Beispiel, dass sich auch in Ruanda seit kurzem Ansätze zur qualitätsbezogenen Vergütung etablieren. Warum sollten wir da in Deutschland zurückstehen?“

Das Gesundheitssystem der Zukunft sieht Züwerink geprägt von besser informierten und bewussteren Patienten sowie glücklicheren Ärzten, die sich wieder mehr auf ihr „Arztsein“ konzentrieren können. Er sieht einen Schub in der Verfügbarkeit hochqualitativer Versorgung: „Zur Realisierung dieser Vision wird E-Health einen wesentlichen Beitrag leisten. Wir von der GHG dienen allen, die diese Zukunft Wirklichkeit werden lassen.“

Mehr Informationen: 
gotthardt.com
ten-event.de

Die Zukunft
ist jetzt

Science Fiction wird Wirklichkeit

Als die Crew der Enterprise am 8. September 1966 erstmals über die Bildschirme amerikanischer Wohnzimmer flimmerte, ahnten nur die wenigsten, dass in „Star Trek“ weitaus mehr als Science Fiction verborgen liegt. Seitdem stand die Kultserie Pate für diverse Erfindungen, auf die wir heute nicht mehr verzichten wollen. Ob Smartphone, Tablet oder Spracherkennung – was in den 1960ern noch leise Zukunftsmusik war, ist mittlerweile fester Bestandteil unseres Alltags. Doch die Wissenschaft und Forschung haben ihre Grenzen längst nicht erreicht. Die Technologien rund um Mixed Reality sind mehr denn je auf dem Vormarsch. Michael Zawrel, Senior Product Manager Mixed Reality & HoloLens bei Microsoft, spricht im Interview über deren vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Michael Zawrel,
Senior Product Manager Mixed Reality &
HoloLens bei Microsoft

Zum Einstieg: Was ist die HoloLens?

„Microsoft HoloLens ist der weltweit erste kabellose
und eigenständige holografische Computer auf Basis der Windows Mixed Reality Plattform. Die leistungsstarke Hardware erlaubt die Einblendung von hochauflösenden 3D-Hologrammen in der realen Welt, ohne dabei auf eine Kabelverbindung oder eine separate Hardware angewiesen zu sein. Darüber hinaus ermöglicht Microsoft HoloLens die Interaktion mit holografischen Objekten via Sprach-, Blick- und Gestensteuerung. So lassen sich Hologramme beispielsweise über gezielte Handgriffe im physischen Raum völlig frei bewegen, positionieren oder in der Größe verändern. Auch gewohnte PC-Anwendungen wie Skype-Anrufe lassen sich über Hologramme völlig neu erleben. Aktuell richtet sich Microsoft HoloLens primär an Entwickler sowie Unternehmen.“

© Microsoft
Was ist der Unterschied zwischen Virtual, Augmented und Mixed Reality? Warum setzt Microsoft auf Mixed Reality?

„Virtual Reality simuliert Anwendern eine in sich geschlossene, computergenerierte Welt. Diese ist völlig entkoppelt von der physischen Realität. Augmented Reality ermöglicht die Einblendung von digitalen Inhalten und Informationen auf den Bildschirm – ein schönes Beispiel hierfür ist Pokémon Go. Mixed Reality vermischt ebenfalls die physische mit der digitalen Welt, geht aber einen Schritt weiter: Die Technologie erlaubt beispielsweise erstmals die Einblendung von Hologrammen in der realen Welt sowie eine Interaktion mit den 3D-Objekten. Windows Mixed Reality umfasst das gesamte Spektrum zwischen der rein physischen Realität und der vollständig digitalen bzw. virtuellen Realität. Eine einheitliche Plattform, die sowohl Geräte unterstützt, die sich von ihrer Funktionalität eher im VR-Bereich befinden, als auch solche, die sich näher im Bereich der physischen Realität bewegen – wie z. B. Microsoft HoloLens. Microsoft
sieht in dieser Kombination der digitalen und physischen Welt den nächsten Schritt in der Entwicklung des Personal Computing. Die HoloLens holt digitale Inhalte vom Bildschirm in die reale Welt und erlaubt Anwendern, sich bei der Interaktion mit der digitalen Welt frei zu bewegen. Damit birgt die Technologie das Potential, die Art und Weise wie wir künftig kommunizieren, arbeiten, lernen oder spielen grundlegend zu verändern.“

© Microsoft
Wie weit ist die Entwicklung derzeit, was kann aktuell bereits mit der HoloLens umgesetzt werden?

„Wie gesagt, Microsoft HoloLens richtet sich aktuell an Unternehmen und Entwickler. Seitdem wir mit der Auslieferung der Microsoft HoloLens Development Edition begonnen haben, erhalten wir eine unglaubliche Resonanz von Entwicklern, welche über die Kombination von realer und digitaler Welt innovative Lösungen kreieren – von Fluggesellschaften, die ihre Mechaniker und ihr Bordpersonal mit Microsoft HoloLens trainieren, über Medizinstudenten die Anatomie auf eine völlig neue Weise lernen, bis hin zu Astronauten, die den Mars damit erkunden. Unternehmenskunden erlaubt das Gerät beispielsweise auch die Entwicklung von „Digital Twins“ – virtuelle Kopien von physischen Objekten – die als Prototypen genutzt werden können. Das Potential von Mixed Reality jedoch ist unbegrenzt und Anwendungsbeispiele für alle Lebensbereiche und Industriezweige denkbar.

© Microsoft
Welche Hürden müssen noch überwunden werden?

„Mit Microsoft HoloLens befinden wir uns am Anfang einer langen Reise und wenden uns im ersten Schritt primär an Entwickler und kommerzielle Endkunden. Einer der Schwerpunkte liegt aktuell auf industriellen Anwendungen. Hier sehen wir bereits ein großes Interesse und vielfältige Einsatzbeispiele. Wir wollen unseren Kunden die Potentiale der neuen Windows Mixed Reality Plattform weiter aufzeigen und gemeinsam mit unseren Partnern Möglichkeiten für Kunden schaffen, die Technologie auszuprobieren. Denn Mixed Reality muss man erleben, um die Chancen der Plattform zu begreifen. Ergänzend hierzu hat Microsoft gemeinsam mit seinen Partnern auf der Berliner IFA-Messe den Startschuss gegeben, Mixed Reality für jedermann zugänglich zu machen. So haben wir bekanntgegeben, dass preiswerte Windows Mixed Reality Headsets von Partnern wie Acer, Dell, Lenovo, HP und ASUS mit dem Rollout des Windows 10 Fall Creators Update am 17. Oktober 2017 verfügbar werden.

Wie kann die HoloLens auf Kongressen genutzt werden und wie kann sie zukünftig auch den beruflichen Alltag bereichern?

„Das Faszinierende an Mixed Reality ist, dass Anwendungsbeispiele für alle Bereiche denkbar sind. Bereits heute lernen Medizinstudenten der Case Western Reverse Universität die menschliche Anatomie mit Microsoft HoloLens auf eine völlig neue Weise. Ein weiteres Beispiel des University College London zeigt, wie Chirurgen dreidimensionale, anatomische Hologramme nutzen können, um komplizierte Operationen vorzubereiten. Solche und ähnliche Szenarien sind natürlich auch für Kongresse denkbar, bei denen Hologramme genutzt werden könnten, um komplizierte medizinische Sachverhalte zu visualisieren.“

© Microsoft
Ein Blick in die Zukunft: Werden Hologramme schon bald Teil unseres Alltags? Werden wir in einer permanenten „Mixed Reality“ leben?

„Mixed Reality steht noch am Anfang. Gemeinsam mit unseren Partnern gehen wir jedoch zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft den nächsten Schritt, um die Technologie für jedermann zugänglich zu machen. Zukunftsweisende Partner-Headsets werden den Einstieg nicht nur über günstige Preispunkte attraktiv machen, die Geräte kommen auch mit einer deutlich vereinfachten Einrichtung: Mit den Windows Mixed Reality Headsets werden keine externen Tracker mehr notwendig sein. Bedeutet, dass die neuen Devices einfach via „Plug and Play“ an einen kompatiblen PC angeschlossen werden – und schon kann es losgehen. Wir sehen in Mixed Reality somit vielmehr die nächste Entwicklungsstufe im Bereich des Personal Computing, keinen Ersatz für eine physische Realität. Als ergänzende Technologie besitzt sie das Potential, Menschen einen echten Mehrwert in den unterschiedlichsten Bereichen ihres Lebens zu bieten.“

Ist das Holodeck* also irgendwann mehr als nur Science-Fiction?

„Das Potential von Mixed Reality ist nahezu unbegrenzt und macht vieles denkbar. Ein Beispiel: Holoportation ist bereits heute mehr als Science-Fiction. Unsere Kollegen bei Microsoft Research beschäftigt das Thema schon seit einiger Zeit. Ihre Forschungen haben schon interessante Ergebnisse hervorgebracht – beispielsweise ein mobiles Holoportations-System. Vielleicht kommen wir der Technologie des Star Trek-Universums schneller näher, als mancher vermuten würde.“

© Microsoft

Das Interview führte Sarah Gröhbühl

* Raum in den Star-Trek-Serien, in dem Sehen, Schmecken und Fühlen virtuell repräsentiert sind.

© thinkstock/venimo/sanchesnet1

News & Events

m:con für Terex 

© m:con

Bereits zum zweiten Mal ist die m:con – mannheim:congress GmbH für den amerikanischen Kunden Terex Corporation im Einsatz. Der weltweit tätige Hersteller von Hubtechnologie, Höhenzugangstechnik und Maschinen zur Materialaufbereitung mit Hauptsitz in Westport tagte im Juni mit über 1200 Teilnehmern im Congress Center Rosengarten. Darüber hinaus war das m:con Team für Terex auch im Rahmen der Tagung in Dallas vor Ort in Amerika und betreute dort die Teilnehmerregistrierung. Damit übernimmt die Mannheimer Kongress- und Eventagentur erstmals einen Auftrag, der über das europäische Ausland hinausgeht.

Geschäftsführer Bastian Fiedler zeigt sich erfreut: „Die m:con ist im internationalen Markt angekommen, was nicht zuletzt der Flexibilität und dem Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken ist. Wir haben ein äußerst motiviertes, erfahrenes und innovatives Team, das mit Kongressen, Tagungen und Events aller Größenordnungen vertraut ist.“

„Dadurch können wir den Veranstaltern ein professioneller, kompetenter Ansprechpartner sein, der den Kunden über die Jahre hinweg mit gleichbleibender Qualität begleitet und auch beratend in Zukunftsfragen zur Seite steht“, so Fiedler weiter. „Dass man uns nun auch über das europäische Ausland hinaus als Agentur beauftragt, freut uns natürlich besonders und bestärkt uns in unserer Arbeit. Dies zeigt auch, dass wir mit unserem ganzheitlichen Ansatz und der Umstellung auf eine zukunftsorientierte Registrierungssoftware die richtige Entscheidung getroffen haben. “

Kevin Janco, Vice President Marketing bei Terex, ist begeistert vom Tagungsstandort Mannheim und der Zusammenarbeit mit der m:con: „Für Mannheim als internationalen Kongressstandort spricht die hervorragende Erreichbarkeit auf allen Verkehrswegen und vor allem vom Frankfurter Flughafen. Auch der herausragende Service der m:con und die Expertise
der Mitarbeiter haben uns überzeugt. Deshalb war es für uns klar, das Team auch für unsere Veranstaltung in den USA mit ins Boot zu holen.“

Willkommen im Team

Das m:con Team freut sich, dass es in den letzten Monaten
gleich sechs neue KollegInnen begrüßen durfte.

Patricia Wunsch studierte angewandte Medienwirtschaft (B.A.) am Europa Campus in Mannheim. Im Anschluss war sie sieben Jahre für die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH in verschiedenen Bereichen tätig und leitete dort zuletzt das Team für die Projektbetreuung der Gastkongresse. Bei der m:con ist sie nun im Business Development unter anderem für die Recherche und Akquise zur Gewinnung von Kongressen und Tagungen im Verbandsbereich (insbesondere medizinwissenschaftliche Kongresse) sowie Messeaktivitäten zuständig.

Um der anhaltenden Nachfragesituation gerecht zu werden und das Vertriebsteam weiter auszubauen, erfährt das Business Development zudem weitere Unterstützung durch Carolina Dreier, die bereits seit April als Assistentin für die Abteilung tätig ist. Im Rahmen ihres Medizinstudiums war sie von Münster in die Metropolregion Rhein-Neckar gekommen. Nun bereichert sie die m:con durch wertvolles Fachwissen aus der Praxis und erweitert damit das Know-how der m:con im medizinwissenschaftlichen Umfeld.

Der gebürtige Frankenthaler Bernhard Selzer hat unter anderem Veranstaltungstechnik und -management studiert und arbeitete zuletzt neun Jahre in der Schweiz bevor er im Frühsommer 2017 als technischer Projektleiter zur m:con kam. Ein weiteres neues Gesicht in der Technik-Abteilung ist Bernd Wohlleben. In der Vergangenheit war er als Freelancer immer wieder für die m:con tätig und wurde dieses Jahr schließlich als Lagerist fest angestellt. Er managt das komplette Material aus den Bereichen Ton, Licht und Video und sorgt dafür, dass alle Veranstaltungen pünktlich und mit dem richtigen Equipment stattfinden.

Sarah Treiter ist ausgebildete Versicherungskauffrau und war die letzten sechs Jahre im Innen- und Außendienst in Heidelberg und Mannheim tätig. Nun war es Zeit für neue Herausforderungen. Deshalb unterstützt Frau Treiter ab sofort in Teilzeit das Event Services Team und absolviert nebenbei ihr BWL Studium.

Außerdem wurde Sophie Stolle nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement als Sachbearbeiterin in der Accounting-Abteilung übernommen.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen und heißen sie herzlich willkommen im Rosengarten.

v.l.n.r.: Patricia Wunsch, Carolina Dreier, Bernhard Selzer, Bernd Wohlleben, Sarah Treiter, Sophie Stolle

© m:con/Ben van Skyhawk

© m:con/Maria Schumann

Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg 2017

m:con für gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr konnte die Partnerschaft mit „Anpfiff ins Leben e.V.“ im Rahmen des Tanzfestivals m)))motion auch 2017 fortgesetzt werden. Der Verein hat neben der ganzheitlichen Jugendsportförderung einen gleichberechtigten Organisationsbereich unter dem Namen „Bewegungsförderung für Amputierte“. Die Tänzerinnen und Tänzer der Organisation gestalteten den Rosengartenball in diesem Jahr erneut mit.

Für diese erfolgreiche Partnerschaft wurde die m:con – mannheim:congress GmbH in der vergangenen Woche beim Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Hier möchte die m)))motion auch zukünftig anknüpfen, um sich auch dieser Tanzsportart zu widmen und sie nachhaltig in das Veranstaltungskonzept zu integrieren.

Das Tanzfestival ist weltweit einmalig, denn hier tanzen Tanzschüler und Weltmeister Seite an Seite. Auch das Projekt der „Bewegungsförderung für Amputierte“ ist im Tanzbereich bisher noch ein Unikat, da es aktuell keine speziell ausgebildeten Tanzlehrer für Menschen mit einer Amputation gibt.

Seit 2007 zeichnen die Wohlfahrtsverbände Diakonie und Caritas und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg mit dem „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg“ – Leistung, Engagement, Anerkennung (LEA) jährlich kleine und mittlere Unternehmen aus, die sich in vorbildlicher Weise gesellschaftlich engagieren.

m:con
investiert in neue
Leuchtmittel

Im Rahmen der Sanierungsarbeiten investierte die m:con – mannheim:congress GmbH in die Beleuchtung des Congress Centers Rosengarten und stellte die Leuchtmittel auf umweltfreundliche LEDs um.

Die Sommerpause des Congress Centers Rosengarten stand auch 2017 im
Zeichen der Instandhaltung und Modernisierung. So wurden in drei Wochen im August diverse Arbeiten in und am Haus vorgenommen. Im Rahmen dessen wurden auch die Deckenbeleuchtung sowie die 27 x 3 m große Lichtwand im Foyer der dritten Ebene des Gebäudes auf den neusten Stand gebracht. Damit folgte die m:con dem Trend, den sie bereits mit der Umstellung der Leuchtmittel auf LEDs in den speziell designten Lichtkissen an den Decken und Wänden der Seitenfoyers gesetzt hatte. Dieser erste Schritt wurde auch beim diesjährigen Meeting Experts Green Award des Europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren e. V. (EVVC) und des GCB German Convention Bureau e.V. von der Jury mit einer Nominierung gewürdigt.

„Mit der Nominierung und dem bereits jetzt sichtbar positiven Auswirkungen der Erneuerung der Leuchtmittel in den Lichtkissen war die Umstellung der restlichen Lichtanlage die logische Konsequenz“, erklärt Raphael Grädler, Technischer Leiter bei der m:con. „Den vorherigen Verbrauch der Anlage von 11.070 kWh bei Vollauslastung konnten wir mit dem Austausch und einem jetzigen Verbrauch von 5076 kWh mehr als halbieren“, so Grädler weiter. „Aber auch optisch gewinnen wir an Flexibilität. Die neuen LEDs können alle Farben des Spektrums abbilden und ermöglichen es uns damit, jeden Kundenwunsch zu erfüllen.“

Insgesamt wurden in den Decken und an den Wänden über 730 Lichtröhren durch LED-Stripes ersetzt. Diese bestehen aus umweltfreundlichen Leuchtmitteln. Neben dem wesentlich geringeren Stromverbrauch besitzen die LEDs eine signifikant höhere Lebensdauer sowie geringere Ausfallquoten und führen damit auch zu einer Ersparnis bei den Wartungs- und Instandhaltungskosten der Anlage.

© thinkstock/Tailex

Versteigerung für den guten Zweck

Im Rahmen des traditionellen m:con Benefizgolfturniers zugunsten der Neuroblastomforschung fand in diesem Jahr erneut eine Charity Versteigerung statt. Unter anderem konnten die Gäste Werke von Armin Mueller-Stahl und Otto Waalkes ersteigern. Diese wurden der m:con exklusiv durch Frank-Thomas Gaulin vom Kunsthaus Lübeck sowie durch die Hamburger Galeristin Susanne Colo zur Verfügung gestellt.

Arno Pender, Geschäftsführer der Mannheimer Firma medipro Ärztebedarf GmbH ersteigerte das Bild von Otto Waalkes. Armin Mueller-Stahls „Porträt John Lennon“ ging an Michael Schenk, Geschäftsführer des Veranstaltungstechnik-Dienstleisters epicto GmbH.

Auch die kleinen PatientInnen der Kinderonkologiestation von Prof. Schroten und PD Dr. Dürken haben in diesem Jahr eigens für die Versteigerung ein Gemeinschaftswerk gestaltet, das Rechtsanwalt Dr. Jens Graf für seine Kanzlei ersteigerte.

Die Übergabe der Bilder fand nun im Nachgang an das Golfturnier auf der Kinderonkologiestation am Uniklinikum Mannheim statt. Auch m:con Geschäftsführer Johann W. Wagner und Bastian Fiedler sowie Prof. Horst Schroten, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, und Dr. Matthias Dürken, leitender Oberarzt der Kinderonkologie-Station waren vor Ort. Schroten und Dürken widmen sich durch ihre Arbeit mit den Neuroblastomen einer Krebsart, die vor allem im frühen Kindesalter auftritt.

Insgesamt konnten dem Projekt in den vergangenen Jahren bereits über 500.000 € zugeführt werden. In diesem Jahr kamen weitere 40.000 € zusammen. Damit können Laborpersonal und Forschungsinhalte auch weiterhin unterstützt werden. Gemeinsam mit den Spendengeldern der Golfer trägt die großzügige Unterstützung der Adler Mannheim, der Lieblang Dienstleistungsgruppe sowie des Dorint Kongresshotels Mannheim dazu bei, dass solch eine Summe erreicht werden konnte. Darüber hinaus konnten in diesem Jahr erstmals Sponsoren für die Abschläge auf dem Golfplatz gewonnen werden. Auch die Erlöse aus der Charity-Versteigerung am Abend fließen in die Summe mit ein. „Die Förderung des Projektes von Prof. Schroten und Dr. Dürken ist eine Herzensangelegenheit für die m:con.“, so Geschäftsführer Johann W. Wagner. „Wir sind froh und stolz, die Forschung der beiden bereits im achten Jahr in Folge fördern zu können, denn die m:con sieht sich nicht nur in Kongressthemen als Partner der Medizin. Um die wertvolle Forschungsarbeit von Prof. Schroten und Dr. Dürken zu unterstützen, wird die m:con alle Möglichkeiten, die ihr zur Verfügung stehen, nutzen.“

Geschäftsführer Bastian Fiedler ergänzt: „Das Neuroblastom – Benefizturnier hat sich in den vergangenen Jahren zu einer traditionsreichen Charity-Veranstaltung in der Metropolregion Rhein-Neckar entwickelt und konnte bereits nachhaltige Erfolge für das Projekt erzielen. Deshalb müssen wir hier weitermachen, um auch in Zukunft positiv zu wirken.“

Wenn auch Sie das Neuroblastom-Projekt
fördern möchten:

Empfänger: Medizinische Fakultät Mannheim
IBAN: DE40600501010004616342
BIC: SOLADEST600
Verwendungszweck: Projektnummer 784368

© m:con/Ben van Skyhawk

v.l.n.r.: Dr. Jens Graf, Michael Schenk, Johann W. Wagner, Dr. Michael Karremann, Prof. Dr. Horst Schroten, Dr. Matthias Dürken, Arno Pender, Bastian Fiedler

Future Meeting Space

© GCB

Um Veranstaltungen weiterhin erfolgreich durchführen zu können, ist es unerlässlich, sich regelmäßig mit Zukunftsthemen und Trends zu beschäftigen. Aus diesem Grund haben das GCB German Convention Bureau e.V. und der EVVC Europäischer Verband der Veranstaltungscentren e.V. gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) den Innovationsverbund „Future Meeting Space“ gegründet. Als Experte ist auch die m:con als Kooperationspartner gemeinsam mit dem VDE in der zweiten Projektphase weiterhin involviert.

Die Megatrends mit dem größten Einfluss auf die Kongress-Branche sind die Technisierung und die Globalisierung. Aus diesen Parametern wurde das Projekt Future Meeting Space abgeleitet mit den Zielen, die Zukunft gemeinsam zu gestalten, strukturiert zu analysieren, Ideen zu entwickeln und Navigationshilfen zu leisten.

Um Teilnehmertypen und die Wirkung von Veranstaltungselementen zu ermitteln, hat der Innovationsverbund Future Meeting Space eine Umfrage gestartet.

Fragebogen ausfüllen, direkt Feedback erhalten

Die Beantwortung des Fragebogens dauert ca. 15-20 Minuten und richtet sich an Tagungs- und Kongressteilnehmende. Neben demografischen Daten und individuellen Verhaltensweisen gibt es auch Fragen zur zuletzt besuchten Veranstaltung, den dort eingesetzten Methoden und Medien sowie den Erfolgsfaktoren wie Wissensvermittlung und Interaktion. Und es lohnt sich für Sie! Im Anschluss erhalten Sie eine persönliche Auswertung über ein Sofort-Feedback. Damit können Sie sich direkt mit der wachsenden Anzahl von Teilnehmenden vergleichen und bestimmen Ihren Teilnehmertyp.

Ihre Meinung zählt

Durch Ihre Teilnahme helfen Sie nicht nur dabei, die zukünftige Veranstaltungsorganisation zu verbessern, sondern unterstützen ein wichtiges Forschungsprojekt für die Veranstaltungsbranche. Selbstverständlich werden Ihre Angaben vertraulich behandelt, anonym durch das Fraunhofer IAO ausgewertet und ausschließlich zu Forschungszwecken verwendet. Die Erhebung läuft bis zum 28. Februar 2018.

Terminticker

Congress Center Rosengarten:
24.01.18 – 25.01.18 | FONDS professionell KONGRESS 2018
02.03.18 – 03.03.18 | VDI – Kunststoffe im Automobilbau 2018
14.03.18 – 15.03.18 | 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
04.04.18 – 07.04.18 | 124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
14.04.18 – 17.04.18 | 30. Finanzsymposium 2018
25.04.18 – 27.04.18 | Deutscher Anwaltstag 2018
06.06.18 – 08.06.18 | Tanzturnier m)))motion
16.06.18 – 17.06.18 | Animagic 2018

m:con unterwegs für Medizin und Wissenschaft:
26.04.18 – 28.04.18 | 68. Wissenschaftlicher Kongress des BVÖGD und BZÖG (Osnabrück)
07.06.18 – 09.06.18 | 44. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische
Intensivmedizin (GNPI) (Rostock)

© thinkstock/conejota

In der Garderobe mit

Hans Klok

Wann haben Sie mit der Zauberei begonnen?
Schon als ganz kleiner Junge hat mich Magie fasziniert. Ich bekam mit 4 Jahren den ersten Zauberkasten und habe sofort losgelegt.

Was braucht es, um zaubern zu lernen?
Geschick, Ausdauer, Geduld, Leidenschaft, Spaß am täglichen stundenlangen Üben der Fingerfertigkeiten und vielleicht auch ein bisschen Talent (lacht). Man muss brennen für das, was man tut. Aber das ist in allen Berufen so.

Was hat Sie über die Jahre inspiriert?
Ich werde täglich inspiriert, allein schon, wenn ich über die Straße gehe. Ich halte die Augen immer weit offen.

Was war ihr schönstes Erlebnis auf Tour?
Da gibt es so viele, aber Las Vegas war schon etwas ganz besonderes.

Wie gefällt es Ihnen in Mannheim und dem Rosengarten?
Ich durfte in Mannheim schon immer große Erfolge feiern. Ich mag das Mannheimer Publikum und es scheint mich auch zu mögen (lacht). Der Rosengarten bietet beste Voraussetzungen für den Auf- und
Abbau, das Gebäude ist wunderschön und mitten in der Stadt. Was will man mehr? Außerdem liegt Frenks Restaurant um die Ecke, ich esse dort sehr gerne, wenn ich in Mannheim bin.

Wie bereiten Sie sich auf eine Show vor?
Täglich mehrere Stunden work out, Fitnessstudio mit Gewichten, schwimmen, laufen. Meine Shows sind immer sehr körperlich, und ich muss topfit sein, um das Tempo und Schnelligkeit fast 3 Stunden jeden Abend zu halten.

Haben Sie einen Lieblingstrick, der in der Show nicht fehlen darf?
Das gibt es schon mehrere, aber die schwebende Glühlampe von Harry Blackstone kommt in jeder Show vor.

Gibt es noch Tricks, bei denen Sie denken: Wow, keine Ahnung wie das geht?
Nicht viele, aber ja, gibt es …

Wirkt sich die Zauberei auch auf ihr Privatleben aus?
Nein, zuhause läuft alles ganz „normal“ ab (lacht).

Was geht Ihnen durch den Kopf bevor Sie zu Ihrem Publikum in den Mozartsaal gehen?
Ich freu mich total auf die Show, gebe alles und hoffe sehr, dass das Publikum einen magischen Abend hat und glücklich und auch etwas verwundert den Saal verlässt.

Das Interview führte Sophia Büllesbach

www.hansklok.org

Im Jahr 2000 erhielt er den Fernsehpreis Goldene Europa als bester Entertainer. 2003 wurde er offizieller Botschafter der UNICEF und besuchte mit seiner Show History of Magic über 60 Städte in Europa und Dubai. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland 2006 hatte er bis jetzt sein größtes Publikum, als er vor 500 Millionen Zuschauern in 152 Ländern auftrat.

Mit seiner Show The Beauty of Magic, Premiere am 01. Juni 2007 im Planet-Hollywood-Resort, war er der erste niederländische Entertainer mit einer eigenen Show am Las Vegas Strip. Mit „House of Mystery“ wagt sich der schnellste Illusionist nun an eine neue und sehr außergewöhnliche Show. In über zwei Jahren Vorbereitungszeit hat er ein einzigartiges Showkonzept entwickelt, das es so noch nicht gegeben hat: er selbst ist Protagonist einer aufregenden Story – inszeniert mit mystischen Elementen, verblüffenden Illusionen und beeindruckenden Effekten.

Am 26. und 27. Januar 2018 ist er damit zu Gast im Mannheimer Rosengarten. Die WEITBLICK Redaktion durfte ihn vorab zum Interview treffen.

IMPRESSUM

Weitblick
Das m:con Magazin für
die Veranstaltungsbranche

Herausgeber
m:con – mannheim:congress GmbH
Rosengartenplatz 2
68161 Mannheim
Tel. +49 (0) 621 4106-0
Fax. +49 (0) 621 4106-80121
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www.mcon-mannheim.de
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Redaktion
m:con – mannheim:congress GmbH

Marion Treu
Martin Büllesbach
Sarah Gröhbühl
Sophia Büllesbach

Gestaltung Printausgabe
Donner & Doria Agenturgruppe
Donner & Doria Werbeagentur GmbH
Hafenstraße 86
68159 Mannheim
Deutschland
Tel. +49 (0) 621 309 788-00
Fax. +49 (0) 309 788-20

Fotos
Titel: iStock/gremlin | Artikel Digitale Medizin – Hätten Sie’s gewusst?: elenabs/iStock/thinkstock; estherpoon/iStock/thinkstock; pe-art/iStock/thinkstock; Ronnie_21/iStock/thinkstock; | m:con | Andy-Doornhein

ePaper
Reinshagen & Hartung GmbH
www.reinshagen-hartung.de
info@reinshagen-hartung.de

Verantwortlich
Johann W. Wagner,
Bastian Fiedler (m:con)

Ausgabe 02 | 2017
Alle Rechte vorbehalten.

HIER ZWITSCHERT DAS TEAM

Twitter-Interview mit Thilo Hübner, Leitung Projektentwicklung und -management bei m:con

@mconMannheim
Seit wann arbeiten Sie bei der m:con?
In der Festanstellung seit Mai 2008, davor, 2006, für 8 Monate als Praktikant.
@mconMannheim
Was zeichnet Ihren Job aus?
Die ganzheitliche Betrachtung von Veranstaltungen, Teamwork, Flexibilität, Serviceorientierung & Kommunikation-Kommunikation-Kommunikation.
@mconMannheim
Wie wirkt sich die Digitalisierung auf Ihre Arbeit in der Kongressorganisation aus?
Sie kommt mit der positiven Herausforderung zum Neu-
und Weiterdenken, um die Potentiale optimal zu nutzen.
@mconMannheim
Der Kongress der Zukunft ist …
… hybrid, interaktiv und wird deutlich von den Teilnehmern mitgestaltet, anstatt nur konsumiert.

@mconMannheim

Unsere Stärke als Agentur ist …
… full service aus einer kompetenten und erfahrenen Hand.

@mconMannheim

Was ist die beste Motivation?
Gute Stimmung im Team und zufriedene Kunden.

@mconMannheim
Ich arbeite gerne bei der m:con, weil…
… wir in einem sehr anspruchsvollen Umfeld, in einem tollen Team ein breites Spektrum an Projekten betreuen und uns das sehr gut gelingt.

@mconMannheim
Wie erholen Sie sich nach einem langen Arbeitstag?
Zu Hause mit der Familie und am Wochenende gerne
gemeinsam im Luisenpark.