„Vom Fiebermessen zur
personalisierten Medizin“

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

zu allen Zeiten haben Ärzte versucht, ihre Entscheidung über die bestmögliche Therapie auf die individuelle Konstitution ihres Patienten zu gründen, auf sein Alter, seine Lebensumstände und auf besondere Merkmale seiner Körperfunktionen. Letztere wurden in jeder Epoche mit den Mitteln der Zeit untersucht: Bereits antike Kulturen kannten die Harnschau, spätestens seit Hippokrates wurde der Puls gefühlt und die Körpertemperatur geprüft. Auf der Basis dieser Befunde empfahl der Medicus die passende Therapie. Einen flatternden Puls oder eine erhöhte Körpertemperatur würden wir heute als „Biomarker“ bezeichnen, die uns die krankhafte Änderung einer Körperfunktion anzeigen.

Nachdem sich Ärzte zunächst auf ihre Sinnesorgane für die Diagnosen verlassen haben, kamen mit der Zeit präzisere Messverfahren dazu: Anfang des 17. Jahrhunderts entwickelte ein italienischer Arzt das erste Fieberthermometer.
Das 1896 erfundene Blutdruckmessgerät mit der aufblasbaren Armmanschette verdankt seine Existenz dem Gummi-Fahrradschlauch, den sich wenige Jahre zuvor übrigens ein gewisser Herr Dunlop hatte patentieren lassen – schon damals war die technische Innovation eine treibende Kraft der ärztlichen Kunst. Der Fortschritt endete nicht mit dem Fieberthermometer. Technische und wissenschaftliche Verbesserungen brachten immer leistungsfähigere Analysemethoden hervor. Heute stehen uns Geräte zur Verfügung, die das gesamte Erbgut eines Menschen innerhalb nur eines Tages untersuchen. In Kombination mit einer Hochleistungs-Datenverarbeitung können wir aus diesen gigantischen Datensätzen wichtige Informationen über die Erkrankung und deren Ursache herauslesen und diese für zielgerichtete Therapien nutzen. Personalisierte Medizin, wie wir sie heute verstehen, bedeutet auch, die molekulargenetischen Besonderheiten eines Patienten zu erfassen – als einen innovativen Biomarker, der oftmals den entscheidenden Hinweis auf eine wirksame Behandlung gibt. Die Krebsmedizin ist ein Vorreiter, was dieses Konzept anbelangt. Spezifische Erbgutveränderungen im Tumorgewebe, die sich bei zwei Menschen mit scheinbar derselben Krebsart voneinander unterscheiden, geben Hinweise darauf, welcher Wirkstoff das Wachstum der bösartigen Zellen stoppen kann und welcher nicht. Die Behandlung vieler anderer Erkrankungen profitiert ebenfalls von diesen Zusatzinformationen aus dem Erbgut.
In diesem Heft möchten wir Sie mit den Grundlagen und den Perspektiven der personalisierten Medizin bzw. Krebsmedizin vertraut machen.

Ihr Otmar Wiestler

Prof. Otmar Wiestler
Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums

Effektive Prävention,
Diagnostik und neue Therapien

Medizintechnologie ist ein Zukunftsthema, nicht nur wegen des demographischen Wandels. Der Spagat zwischen steigendem Bedarf und gesundheitsökonomischen Gegebenheiten ist eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre. Die aktuelle Ausgabe unseres Kundenmagazins „Weitblick“ beschäftigt sich mit Aspekten dieses Teilgebiets. Wir wollen gemeinsam mit interessanten Gesprächspartnern einen Ausblick wagen und Ihnen dieses Thema näher bringen. Viel Spaß beim Lesen und Entdecken.

Marion Treu, Unternehmenskommunikation

Die Zukunft: Technologie

Was verwegen erscheint,...

…könnte mit Hilfe der Medizintechnik Wirklichkeit werden. Nicht erst in ferner Zukunft, bereits heute ist beispielsweise die Bewegung eines Roboterarms allein durch den gedanklichen Impuls gelähmter Probanden, in deren Gehirn ein Chip implantiert wurde, möglich. Die Zukunftsvision:
Das Gehirn direkt mit den gelähmten Gliedmaßen zu verbinden, ganz ohne mechanische Ausführungshilfe. Ein kurzer Rückblick zeigt, wie weit wir mit der Medizintechnologie bereits gekommen sind. Man stelle sich kurz eine Blinddarm-OP Beginn bis Mitte des 20. Jh. vor, mit einer einfachen Tropfmaske für die Narkose und rustikalem OP-Besteck. Die Überwachung während der OP erfolgte hauptsächlich durch Pulstasten. Großer Blutverlust konnte sich sehr schnell zum Problem entwickeln, denn die Blutspende, wie wir sie heute kennen, gibt es erst seit etwa 1940. Führt man sich dieses Bild vor Augen, am besten die scheußlichen Nebenwirkungen der damaligen Narkose gleich mit, wird deutlich: 2015 leben wir längst im Versorgungsparadies.
Die Entwicklung immer neuer und die Verfeinerung bestehender Technologien nahm nicht zuletzt durch den Zweiten Weltkrieg Fahrt auf und fand ihren Höhepunkt vor etwa zehn Jahren: „50 Prozent der damals eingesetzten Produkte waren nicht älter als zwei Jahre“, weiß Dr. Bourdon, erfahrener Medizintechnik-Professional und heute Manager des Mannheimer Clusters für Medizintechnologie. „Im weltweiten Innovationswettbewerb, allen voran die USA und Deutschland, vollzogen sich beeindruckende Qualitätssprünge. Beinahe revolutionär und ein Segen, beispielsweise in Form bildgestützter minimalinvasiver Therapien!“

Besser, schneller, mehr: Wie teuer?

In diesem Tempo weiter wie gewohnt? Die Tendenz zeigt deutlich, dass es in allen Industrienationen nicht mehr nur um technische, sondern auch um gesundheitsökonomische Innovationen geht: „Heute interessiert man sich zunehmend dafür, welchen messbaren Nutzenzuwachs eine Neuerung im Vergleich zum bereits etablierten Therapiestand bringt“, so Dr. Bourdon, „und auch, was sie im Vergleich dazu kostet!“ Die Antwort darauf ist methodisch und auch ethisch außerordentlich komplex, allein schon bei der Frage, wie der Nutzen einer Therapie konkret gemessen werden soll – z. B. in Form von Laborwerten, symptomfreien Tagen, gewonnenen Lebensjahren, subjektiv empfundener Lebensqualität oder gar in gewonnenen Erwerbsjahren? In diesem Spannungsfeld entsteht auch die personalisierte Medizintechnik. Ihr Ziel ist es, Therapien nach dem Gießkannenprinzip durch individuelle Lösungen zu ersetzen. Die Personalisierung geht in der Zukunft so weit, dass Behandlungsmethoden inklusive der eingesetzten Medikamente und Technologien auf den einzelnen Patienten und seinen Krankheitsverlauf maßgeschneidert werden können. „Eine exzellente Diagnostik wird hier vorausgesetzt, um eine deutlich wirksamere Therapie auch entsprechend darauf abzustimmen“, so Dr. Bourdon. Das klingt schon mal deutlich nach einem Fortschritt, den man als Patient gern mitmacht.

Gesund mit Bits & Bytes

Was unseren Alltag revolutioniert hat, zeigt sich auch in der Medizintechnologie: Digitalisierung und Computer verändern das Gesundheitssystem. Bereits getestet werden bestimmte Aspekte der Telemedizin, die Präventionen, Diagnosetechniken und Patienteninformationen präzisiert, individualisiert und beschleunigt: Die individuellen Daten eines Patienten, an zentraler Stelle gesammelt, stehen allen vor- und nachgelagerten Akteuren sofort und zusammenhängend zur Verfügung, vom einweisenden Hausarzt bis zu Ärzten und Physiotherapeuten in der Reha-Klinik.

Auch integrieren medizintechnische Systeme immer mehr Informations- und Kommunikationstechniken, z. B. in der Computertomografie. Und: Technische Komponenten und Systeme werden kleiner, leichter, mobiler, es gibt tragbare Sensorsystemen und Ultraschallgeräten für schnellere und flexiblere Diagnosen.

Öko hilft, Kosten zu senken

Zukünftig gibt es Medizintechnologie auch in Bio- Qualität: Als Ersatz für fehlende Knochen werden bislang Metallimplantate verwendet. Ein neues Kunststoffmaterial hingegen wird von Bakterien produziert, direkt in passgenauer Form für den Patienten. Durch das natürliche Material sinkt das Risiko der Abstoßung und Unverträglichkeit deutlich, die Verwachsung mit körpereigenem Gewebe geht wesentlich schneller. Ein Fortschritt für den Patienten – und höchstwahrscheinlich auch noch kostengünstiger.

Nicht weiter entfernt als eine Tasse Kaffee

Die Frage, was überhaupt sinnvoll und nützlich bei der Entwicklung neuer Produkte ist, beantworten vorrangig Ärzte, die in der Praxis alle Eigenschaften von Produkten bewerten können, positiv wie negativ. Und darüber hinaus Impulse geben, was verbessert werden könnte und was fehlt.

„Der klinische Erfolg von Medizintechnik entsteht in der Hand des Arztes. Und wenn die Produktentwicklung auch noch genau eine heiße Tasse Kaffee vom ärztlichen Anwender entfernt stattfindet, ist damit schon fast ein optimales Ökosystem für Innovation und Transfer erreicht“, erläutert Dr. Bourdon. Heißt: Wenn sich alle Beteiligten idealerweise in räumlicher Nähe befinden, sich in der Kantine über den Weg laufen können und viele kleine Schritte einer Produktentwicklung umgehend besprochen werden können. Wie es in Mannheim bereits jetzt durch das Cluster Medizintechnologie mit seinem Gründungs- und Kompetenzzentrum Medizintechnologie auf dem Campus der Universitätsmedizin der Fall ist: „Die räumliche Nähe schafft eine besondere Dynamik in einem Produktentwicklungsprozess, der auf Austausch baut“, so Dr. Bourdon. „Gleichzeitig kann sich gegenseitiges Vertrauen aufbauen.
Auch Medizintechnologie ist ein People-Business.“ Idealerweise findet Echtzeit-Validierung jeder Produktentwicklungsstufe in der Klinik statt, am Ort der medizinischen Regel- und Maximalversorgung. Wird beispielsweise ein portables Ultraschallgerät entwickelt, verläuft der permanente Praxistest im Klinikalltag – also genau dort, wo sich das Produkt später bewähren muss.
Als eines der Zentren der Medizintechnologie in Deutschland und Europa hat Mannheim dieses Cluster entwickelt, das beste Bedingungen für alle Beteiligte schafft: Unternehmen, Kliniken, Forschungseinrichtungen und Existenzgründer. „Wer im Wettbewerb um innovative Ideen, zukunftsfähige Produkte und nicht zuletzt auch innovative Köpfe bestehen will, muss kooperieren“, erklärt Dr. Bourdon.
„Durch die zunehmende Nachfrage nach Neuprodukten, die ein besseres Kosten-Nutzenverhältnis aufweisen, die Personalisierung der Medizin und einige andere erkennbare Trends, müssen einzelne Unternehmen heute effizienter forschen und entwickeln und auch größere Abschnitte des Behandlungspfades einer Erkrankung abdecken als früher.

Unsere durch KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) gekennzeichnete Branche muss sich also Partner suchen in Technologie, Vermarktung und Versorgung. Um diese sichtbar zu machen und zu moderieren, ist das Cluster da.“

Eröffnung: CUBEX41

Medizintechnologie am Standort Mannheim

Die Stadt Mannheim hat in ihrer wirtschaftspolitischen Strategie einen Schwerpunkt auf den Bereich Medizintechnologie gelegt.
In den letzten drei Jahren wurden bereits wichtige Bausteine erfolgreich umgesetzt, beispielsweise entsprechende Clusterstrukturen aufgebaut, Förderprogramme entwickelt und Veranstaltungsformate wie der „Medtechdialog“ ins Leben gerufen.

Mit der Eröffnung des Gründungsund Kompetenzzentrum Medizintechnologie CUBEX41 im März 2015 führt sie diese Strategie mit einem wichtigen Infrastrukturprojekt fort. Im Herbst 2014 hat die Stadt ein rund 10.000 Quadratmeter großes Grundstück in direkter Nachbarschaft zum Universitätsklinikum erworben.

Es bildet ein Teilstück für die dort geplante Entwicklung eines Medizintechnologie-Campus (Mannheim Medical Technology Campus – MMT-Campus), mit einem Business Development Center Medizintechnologie als dessen Herzstück. Der MMT-Campus bietet Platz für die Ansiedlung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Bereich Medizintechnologie.

Nach Schätzungen werden auf dem Campus rund 450 Arbeitsplätze entstehen, davon bis zu 220 im BDC-Medizintechnologie. Durch die konzentrierte räumliche Anordnung eröffnen sich einzigartige Chancen zur effizienten Verzahnung von Forschung, Klinik und Medizintechnologie-Unternehmen.

Forschungscampus M2OLIE

Im Herbst 2012 gewann das besonders anspruchsvolle Projekt „Mannheim Molecular Intervention Environment (M2OLIE)“ den Wettbewerb „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“, ausgeschrieben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Durch eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Universitäten Heidelberg und Mannheim, der Hochschule Mannheim, der Klinikum Mannheim GmbH und marktführenden Unternehmen wie Siemens AG Healthcare, Carl Zeiss Meditec AG und KUKA Laboratories AG soll im Mannheimer Universitätsklinikum eine medizinische Interventionsumgebung für die Weiterentwicklung von minimal-invasiven Krebstherapien entwickelt werden.

Ziel des Projektes ist eine neue Diagnose und Therapie von Krebspatienten mit Metastasen, auf Zellbzw. Molekularebene. Dauerte es bislang Wochen oder sogar Monate, um alle relevanten Informationen zur Verfügung zu haben und einen Therapieplan zu entwickeln, sollen zukünftig idealerwiese an einem Tag alle Schritte gegangen werden.

Die Akteure des Clusters Medizintechnologie finden sich ganz pragmatisch im Umkreis von einer Autostunde rund um den Wasserturm. Diese Anforderung erleichtert die Suche nach Partnern in Technologie, Vermarktung und Versorgung und umspannt damit etwa die geografischen Eckpunkte Kaiserslautern, Bad Homburg, Karlsruhe und Heidelberg.

Ein Arzt für alle Fälle

Sie sind Schauspieler und Arzt. Wie können Sie in beiden Berufen, die Sie ausüben, von dem jeweils anderen profitieren?

Ganz einfach, wenn man einen Menschen spielen will, muss man sich für Menschen interessieren. Man muss wissen, wie sie leiden, wie es ist, wenn sie Schmerzen haben. Deshalb beschäftigt man sich als Schauspieler mit diesen Gefühlswelten von Menschen und als Arzt kann man umgekehrt nur gut sein, wenn man Einfühlungsvermögen mitbringt. Der diagnostische Blick ist ein medizinisch geschulter, der des Schauspielers achtet auf Gestik und Mimik. Wenn man beide Berufe ernst nimmt, ist man nah bei den Menschen.

Warum haben Sie sich entschieden, den Arztberuf in einem Gefängnis auszuüben?

Angefangen habe ich eigentlich mit dem Plan zwei Jahre meine chirurgische Weiterbildung zu machen und anschließend in die Urologie zu wechseln. Der Chefarzt der Chirurgie mochte mich nach einem Vorstellungsgespräch nicht, da er dachte, dass ich aufgrund meiner Optik eine zu große Nähe zum Klientel hätte. Ich hatte aber bereits alle anderen Jobangebote abgelehnt. Daraufhin habe ich eigentlich als Übergangslösung den Job als Gefängnisarzt in Werl begonnen. Nach einem Jahr bin ich in die Weiterbildung gegangen und habe beschlossen Allgemeinmediziner zu werden. 1993 wurde ich verbeamtet und habe mich entschieden im Gefängnis zu bleiben. Es herrschte eine Art Aufbruchsstimmung, das hat mir gefallen. Es ging darum die medizinische Versorgung im Gefängnis weiterzuentwickeln. Die Entscheidung habe ich nie bereut, lediglich die Verbeamtung hätte ich mir sparen können.

Welche Krankheit kommt im Gefängnis am häufigsten vor?

Wir müssen uns oftmals um drogeninduzierte Erkrankungen kümmern. Hepatitis C, HIV-Infektionen oder offene Beine sind da als Beispiele zu nennen. Häufig kommen auch Hauterkrankungen vor. Man sagt ja, dass die Haut ein Spiegel der Seele ist. Im Gefängnis kann man tatsächlich bestätigen, dass das zutrifft.

Werden Sie am Tatort-Set manchmal nach Gesundheitstipps von den Kollegen gefragt?

Es wissen in der gesamten TV-Szene praktisch alle, dass ich Arzt bin und es kommt regelmäßig vor, dass ich um Rat gefragt werde. Meist einfache Dinge wie ‚meinst Du ich sollte das mal anschauen lassen‘ oder ‚soll ich diesen Spezialisten konsultieren?‘. Besonders Autoren, die gerade an Drehbüchern sitzen, die im Knast spielen oder die medizinischen Input brauchen, rufen mich regelmäßig an. Sie möchten die Handlung eben von Beginn an so realistisch wie möglich anlegen.

Was sagen Ihre Patienten zu Ihrer Rolle im Tatort?

Meine Patienten kennen meine schauspielerische Tätigkeit von Beginn an. Die mögen zwar meine Rolle als Dr. Roth im Tatort, noch lieber ist ihnen allerdings, wenn ich einen Verbrecher spiele. In einer neuen Folge des ZDF-Krimi ‚Heldt‘ darf ich mal wieder einen Killer spielen, das hat mir sehr viel Freude gemacht. Ich nehme für jede Rolle Urlaub oder baue Überstunden ab, nur so lassen sich die beiden Tätigkeiten miteinander verbinden.

Gab es in den 28 Jahren, in denen Sie als Gefängnisarzt tätig sind, schon gefährliche Situationen, die Ihnen Angst machten?

Es gibt Situationen, da wird es laut und heftig und man steht sich Auge in Auge gegenüber. Aber das gehört dazu. Wer in diesem Beruf allerdings Angst hat, der ist hier falsch. Das gilt aber für jeden: wer in seinem Beruf Angst hat, sollte schnellst möglich den Job wechseln. Das sollte keiner ertragen müssen. 1992 war eine Geiselnahme im Gefängnis in Werl, die hat mich damals natürlich nachdenklich gemacht. Ich habe mich ein Jahr später trotzdem fürs Bleiben und für die Verbeamtung entschieden.

Bringen Sie Erfahrungen, die Sie als Arzt sammeln, in die Tatort-Drehbücher ein?

Ich gestalte meine Tatort-Rolle aktiv mit. Der Regisseur schickt mir vorab das Buch und ich darf Texte nach Wunsch ändern. Es ist zwar fiktional, aber das was ich sage, sollte einigermaßen der Realität entsprechen und authentisch sein. Die Kollegen fragen schon wenn ich ans Set komme ‚Und Joe, wieviel hast Du wieder geändert?‘. Die Sache mit dem Todeszeitpunkt ist übrigens fast immer ein bisschen geschummelt in den TV-Krimis, das kann man meist nicht so genau sagen.

Inwiefern leisten Sie für Ihre Patienten auch psychologische Unterstützung?

Im Knast kannst Du nicht Arzt sein, wenn Du Dir nicht auch psychologische und psychiatrische Erfahrung aneignest. Das ist im Prinzip die Hälfte der Arbeit. Man macht Weiterbildungen auf diesem Gebiet und lernt auch im Tagesbetrieb immer dazu. Mir hat das immer Freude gemacht und ich habe im Laufe der Jahre tatsächlich viele Erfahrungen gesammelt. Mich interessiert der Mensch über die Grenzen der Medizin hinaus. Ich spreche auch mit den Gefangenen über ihre Tat. Mord, Totschlag, Geißelnahmen, Vergewaltigung sind die großen Themen der griechischen Tragödie oder von Shakespeare und das lässt sich unglaublich übertragen. Das ist ein Fokus den ich mir in der Arbeit nicht nehmen lasse. Das kommt hoffentlich auch den Patienten zu Gute.

Wie gelingt es Ihnen bei all den grausamen Taten und Geschichten eine professionelle Distanz zu wahren?

Es ist eine professionelle Übung eine Distanz aufzubauen. Als Mediziner hast Du es immer mit Tod und Sterben zu tun. Du musst dir als Arzt eine Technik aneignen, dass man das Erlebte auch wieder loswird. Mir hilft es immens mich aus der Perspektive des Arztes zu befreien und die des interessierten Schauspielers einzunehmen. Wenn ein Maler eine Alltagssituation erlebt und sie in ein abstraktes Gemälde überträgt – so könnte man das beschreiben. Das ist meine ganz eigene Schutzmaßnahme.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie aus?

Habe ich ganz selten (lacht). Der Tag beginnt zwischen halb acht und viertel nach acht. Ich habe drei Mal die Woche Sprechstunde. Für diese melden sich die Gefangenen an, die Notfälle haben Vorrang und werden sofort drangenommen. Ich behandle dann bis zum frühen Nachmittag Patienten. Danach ist die übliche Dokumentation der jeweiligen Fälle angesagt. Die Apothekenbestellungen werden kontrolliert, Einzelgespräche finden noch statt. Ich muss Stellungnahmen für Gerichte oder die Anstaltsleitung diktieren. Es gibt immer ausreichend Arbeit.

Warum ist das Engagement für die Neuroblastomforschung ein echtes Herzensprojekt?

Ich engagiere mich, weil mein Freund Klaus J. Behrendt mich auf dieses Projekt aufmerksam gemacht hat. Dann habe ich mich intensiv damit beschäftigt, und festgestellt, dass dieses Krankheitsbild von der Medizin und der Pharmawirtschaft nicht so unterstützt wird, wie man sich das wünschen würde. Es handelt sich eben um eine sehr seltene Tumorform und da habe ich begriffen, dass es der besonderen Unterstützung bedarf. Prof. Schroten am Uniklinikum Mannheim ist einfach auf Spenden angewiesen, um in der Forschung voran zu kommen.
Und wenn ich erstmal von etwas überzeugt bin, dann bin ich kaum zu stoppen.

Joe Bausch

Als fester Bestandteil des Kölner Tatort Teams ist Joe Bausch Sonntagabends regelmäßig als Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth im Fernsehen zu sehen. Auch nach Drehschluss zieht er den Kittel nicht aus. Seit über 25 Jahren arbeitet er als Gefängnisarzt in Werl, einer der größten deutschen Justizvollzugsanstalten. Mit der m:con verbindet Joe Bausch ein ganz besonderes Projekt. Gemeinsam mit seinen Kollegen vom Kölner Tatort, Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär, ist er von Anfang an Schirmherr des traditionellen m:con Benefiz-Golfturniers zu Gunsten der Kinderkrebsforschung am Uniklinikum Mannheim. Die „Weitblick-Redaktion“ sprach mit ihm über zwei Berufe, zwei Arbeitswelten und ein Herzensprojekt.

Ein Film über Joe Bausch

Kranke Zahlen

Hätten Sie´s gewusst?

Aus Transparenz wird Vertrauen

Die neuen Richtlinien des Pharma-Kodex sind seit Beginn des Jahres in Kraft.
Durch sie soll mehr Transparenz in der Kooperation von Industrie und Gesundheitswesen geschaffen werden.

Kooperationen zwischen Pharmaindustrie...

…und dem Gesundheitswesen stehen unter kritischer Beobachtung. Die gesellschaftlichen Erwartungen an die Transparenz des Systems nehmen immer weiter zu. Mit den neuen europäischen Transparenz-Richtlinien greift der Verein Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA) diese Entwicklung auf und möchte sämtliche Verbindungen zwischen Gesundheitseinrichtungen, Ärzten sowie Pharmaindustrie dokumentieren und offen legen. Dadurch soll bei den Patienten und weiteren Stakeholdern nicht nur das Vertrauen sondern auch das Verständnis für die Notwendigkeit des stetigen Austauschs von pharmazeutischen Unternehmen mit den Akteuren des Gesundheitswesens gestärkt werden. Der Kodex wurde im November 2013 verabschiedet, im Mai 2014 erfolgte die kartellrechtliche Genehmigung. Damit blieb den Unternehmen ein Jahr Zeit, um die technischen Voraussetzungen für ein Dokumentationssystem zu gewährleisten. Seit Beginn des Jahres 2015 sind nun alle verpflichtet, die entsprechenden Kooperationen lückenlos zu dokumentieren. Die erste Veröffentlichung wird es im Jahr 2016 geben.

Die überarbeiteten Richtlinien...

…sind dabei nicht nur für die Arzneimittelindustrie eine Herausforderung. Auch Kongressagenturen müssen immer auf dem neuesten Stand bleiben, um ihre Kunden professionell beraten zu können, denn die Dokumentationspflicht umfasst ein breites Spektrum. Mediziner erhalten zum einen Gelder für Studien, deren Ergebnisse sie mit den Pharmaunternehmen teilen, werden für Vorträge vergütet oder bekommen ihre Gebühren bei Fachveranstaltungen erstattet. Zum anderen sponsert die Arzneimittelindustrie aber auch Fortbildungen und Kongresse. „Eine Folge der neuen Richtlinien könnte in diesem Bereich auf jeden Fall eine Erhöhung der Teilnehmergebühren sein“, weiß Bastian Fiedler, Prokurist der m:con. „Wir beschäftigen uns schon sehr lange und sehr intensiv mit diesem Themenkomplex und holen uns auch regelmäßig fachkundigen Rat von hochkarätigen externen Spezialisten wie beispielsweise Dr. Holger Diener, dem FSA-Geschäftsführer. Im Rahmen unserer Internationalen Event- und Congress-Akademie teilen wir dieses Wissen dann auch mit Kunden, Kollegen und anderen Interessenten.“, so Bastian Fiedler zum Umgang der m:con – mannheim:congress GmbH mit diesem sensiblen Thema.

„Die Dokumentations- und Offenlegungspflicht...

…besteht auch für Tagungsund Teilnahmegebühren, Reise- und Übernachtungskosten, Beratungs- und Dienstleistungshonorare sowie Sponsoringverträge mit Organisationen im Rahmen von Fachveranstaltungen.“, berichtet Patrick Elling, Leiter Sales & Services bei der m:con. Neben der FSA hat auch der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) erweiterte Richtlinien definiert. Patrick Elling: „Wir sind hier im ständigen Dialog mit der Pharmaindustrie, um gemeinsam Lösungen für kodexkonforme neue Finanzierungsmodelle zu suchen.“ Die Industrie darf zwar weiterhin zu externen Fortbildungsveranstaltungen einladen. Ohne schriftliche Genehmigung des Vorgesetzten ist eine Teilnahme allerdings nicht möglich. Auch im Bereich der Geschenke wurde im Juni 2014 ein klarer Schnitt gemacht. Seit dem 30.06.2014 gehört „die Abgabe von geringwertigen Werbemitteln an Angehörige der Fachkreise der Vergangenheit an“, teilt der FSA mit. Dies betrifft selbst Kleinigkeiten wie Kugelschreiber oder Notizblöcke. Weiterhin besteht die Reglementierung, dass sich sowohl der Veranstaltungsort als auch die Reise und Übernachtungskosten in einem angemessenen Rahmen bewegen müssen. Auch Tagungshotels reagieren auf diesen Trend und bieten mittlerweile Pharma-Kodex konforme Zimmer an.

Grundlage für die Publikation...

…der verschiedenen Zuschüsse ist dabei stets der jeweilige Kodex des Landes, in dem der Mediziner seinen Sitz angemeldet hat. Denn hier werden die Vergütungen unter Beachtung der vor Ort geltenden Gesetze und Regelungen des Kodex offen gelegt. Damit gewährleistet der FSA, dass die Zuwendungen an einen Arzt oder eine Organisation europaweit problemlos nachzuverfolgen sind. Verstößt ein Unternehmen gegen die Regelungen des Kodex, kann die Schiedsstelle des FSA Geldstrafen bis zu 400.000 Euro zu Gunsten gemeinnütziger Einrichtungen verhängen und den Verstoß namentlich im Internet nennen. „Mit dem Transparenzkodex ist der FSA klar auf Kurs zu mehr Transparenz und damit einem besseren Verständnis der notwendigen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und den Kooperationspartnern im Gesundheitswesen“, so FSA-Vorstandsvorsitzender Kurt J. Arnold.

Wann und wo werden die Informationen veröffentlicht?

Erstmals 2016 erfolgt die Veröffentlichung der mittelbaren und unmittelbaren vermögenswerten Zuwendungen von FSA-Mitgliedsunternehmen an Angehörige der Fachkreise bezogen auf das Jahr 2015. Die Offenlegungen werden voraussichtlich auf den Webseiten der Mitgliedsunternehmen zur Verfügung gestellt.

Quelle: www.fsa-pharma.de

Zulässig

Erlaubt ist weiterhin die Abgabe nachstehender „wissenschaftlicher Informationen“:

produkt- oder indikationsspezifisches Informationsmaterial

wissenschaftliche (Aufklärungs-) Broschüren, Behandlungsschemata, Sonderdrucke, Produktmonographien, Schulungsunterlagen

medizinische Gebrauchs- und Demonstrationsgegenstände (etwa zur Schulung der Applikation von Arzneimitteln)

Unzulässig

Verboten sind ab dem 1. Juli 2014 folgende Zuwendungen:

Werbeartikel (wie etwa Kugelschreiber, Schreibblöcke o. ä.) unabhängig vom konkreten Wert

allgemeiner Praxisbedarf wie Kanülenabwurfboxen, Pflaster, Alkoholtupfer, Spritzen, Injektionsnadeln, Filternadeln, Lanzetten, Desinfektionsmittel etc.

Fachbücher, medizinische Zeitschriften oder Zeitschriftenabonnements

Meilensteine

Verabschiedung des EFPIA Transparency Code  24.06.2013
Verabschiedung des FSA-Transparenzkodex  27.11.2013
Inkrafttreten des Kodex  01.01.2014
Implementierung interner Systeme in Unternehmen  2014
Interne Dokumentation der Zuwendungen  ab 2015
Erste Veröffentlichung  ab 2016

News & Events

Medizinische Kongresse im Rosengarten

1 Monat, 2 Großkongresse, 16.500 Teilnehmende. Der April 2015 steht im Rosengarten im Zeichen der Mediziner.
Den Auftakt macht die 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) vom 08. – 11. April. Der internationale Kongress mit Fachbesuchern aus über 30 Ländern hat bereits Tradition in der Quadratestadt. In diesem Jahr tagen die Kardiologen zu dem Thema Herzinsuffizienz. Das Tagungsprogramm enthält 57 Postersitzungen und 79 Abstract-Vortragssitzungen, in denen Originalbeiträge aus der klinischen Forschung und Grundlagenforschung präsentiert werden.

Vom 18. – 21. April begrüsst das m:con Team einen langjährigen Kunden zum ersten Mal im heimischen Rosengarten. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) feiert mit ihrem 121. Kongress Premiere in Mannheim und widmet sich mit dem Kongress-Thema „Molekulare Prinzipien der Inneren Medizin: Aufbruch in eine neue Ära“ einem Gebiet mit erheblichem Zukunftspotential. Die Jahrestagung ist deutschlandweit die wichtigste wissenschaftliche Fortbildungsveranstaltung in der Inneren Medizin. Über 8.000 Internisten nutzen diese vier Tage zur ganzheitlichen Fortbildung.

m:con on air

In der neuen Sendereihe des Rhein-Neckar Fernsehens, „BLICKPUNKT Rosengarten“, erhalten die Fernsehzuschauer die Möglichkeit, einen ganz besonderen Blick hinter die Kulissen des Mannheimer Traditionshauses zu werfen. Einschalten, heißt es ab jetzt jeden letzten Dienstag im Monat um 18 Uhr. Dabei werden verschiedene Veranstaltungen sowohl aus dem Kultur- als auch aus dem Kongressbereich begleitet.

Das Thema in der ersten Folge am 27.01.2015 war passend zum Start ins neue Jahr der Neujahrsempfang vom 06.01.2015. Projektleiter Joachim Grafen von der m:con und Rainer Gluth, Verantwortlicher seitens der Stadt Mannheim, gaben Einblick in die Abläufe des großen Bürgerempfangs der Quadratestadt. Auch Bilder, die den Besuchern des Rosengartens sonst verwehrt bleiben, gibt es bei „BLICKPUNKT Rosengarten“ ab sofort regelmäßig zu sehen: Was passiert im Foyer während des Aufbaus einer großen Messe? Wie sieht es eigentlich in der Regie des Mozartsaals aus und was verbirgt sich in den Lagern und Kellerräumen des Rosengartens?

Im Februar wurden im Technik-Spezial der Sendereihe nicht nur die technischen Höchstleistungen, die hinter Großveranstaltungen stecken, näher erläutert. Die Zuschauer lernten auch die Mitarbeiter des Teams kennen. So gab Raphael Grädler, jüngster Technischer Leiter eines Deutschen Veranstaltungshauses, Einblick in seinen Arbeitsalltag.
Am 24.02.2015 war die Ausgabe im RNF und danach natürlich weiterhin in der m:con Mediathek zu sehen. Der März stand im Zeichen der Kongressorganisation. Am Beispiel des Schmerzkongresses, der seit 2009 von der m:con betreut wird, sahen die Zuschauer, wie das m:con Team außerhalb des heimischen Congress Centers agiert.

Auch in den folgenden Sendungen werden weitere Mitarbeiter des Rosengartens vorgestellt. Das m:con-Team nimmt die Zuschauer mit hinter die Kulissen und präsentiert seinen abwechslungsreichen Arbeitsalltag.

m:con für die BASF und Jugend forscht

Als Agentur hat sich die BASF SE nach einem national ausgeschriebenen Pitch die m:con – mannheim:congress GmbH ins Boot geholt. Gemeinsam arbeiten die Teams an außergewöhnlichen Konzepten, um beiden Jubiläen gleichermaßen gerecht zu werden. „Das Doppeljubiläum macht das Projekt doppelt reizvoll.“, so Dr. Susanne Glück-Walther, Projektleiterin seitens der BASF. Auch Christina Guth und Joachim Grafen, die für die m:con die Projektleitung des Forscher-Festes übernommen haben, sind begeistert von den Möglichkeiten, die sich hier bieten: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Ausrichtung des Bundeswettbewerbs die erfolgreiche und kreative Zusammenarbeit der m:con mit der BASF intensivieren können“ Im Januar hat die m:con übrigens einen weiteren von der BASF SE ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen – die Konzeption und Umsetzung einer großen Veranstaltung des BASF Kompetenzzentrums Engineering & Maintenance in Ludwigshafen.

Das Mittelalter als große Inspiration

Was ist das Schöne am Leben auf Tour?

Katja Moslehner: Es hat etwas von einer Zirkusfamilie, mit der Band und dem kompletten Team in einem Bus von Stadt zu Stadt zu ziehen. Wir lernen viel von Deutschland kennen, die verschiedenen Mentalitäten und Traditionen. Dabei haben wir viele lustige Geschichten erlebt.

Woher kommt Ihre Faszination für Mystik und Mittelalter?

Katja Moslehner: Die Faszination für das Mittelalter begann bei mir schon recht früh, da in meiner Heimatstadt die Architektur zum Teil mittelalterlich ist. Dazu kamen die Geschichten und Mythen, in denen noch vorchristlichen Geschichten eingewoben sind, in denen die Natur beseelt dargestellt wird, die mich auch heute noch faszinieren. Ich persönlich finde die Musik von Hildegard v. Bingen und generell die Gregorianik wunderschön. Im Mittelalter finden sich so viele unterschiedliche Musiktraditionen vom franz. Troubadour bis zur sephardischen Musik – eine große Inspiration.

Was zeichnet für Sie das perfekte Publikum aus?

Katja Moslehner: Schwierige Frage. Perfekt finde ich ja oft nicht so spannend. Für mich ist es wie ein Dialog und am schönsten ist es wenn wir uns alle fallen lassen können.

Für welchen Künstler setzen Sie sich selbst ins Publikum?

Katja Moslehner: Gerade habe ich eine Karte für 2Cellos gekauft. Generell bin ich offen und setzte mich gerne für passionierte Künstler ins Publikum.

Wie halten Sie sich fit?

Katja Moslehner: Viele Bewegung, frisches Obst und viel Schlaf.

Nutzen Sie auch Naturheilkunde?

Katja Moslehner: Ja auf jeden Fall! Ich habe auch den Heilpraktiker in Kräuterheilkunde, da sind alle bestens ausgerüstet.

Ernähren Sie sich gesund oder gehts nach einem Konzert auch schon mal zu einer Fastfood Kette?

Katja Moslehner: Ich ernähre mich während der Tour gesund, da man geistig und körperlich fit bleiben muss, um den Stress zu bewältigen.

Was verbinden Sie persönlich mit Mannheim?

Katja Moslehner: Ich komme ja aus Berlin, aber habe gute Freunde aus der Gegend. Hier gibt es viele offene Menschen, man kann gut weggehen und der Pfälzer Wald ist wunderschön.

Mannheim ist Musik- und Kreativstadt. Wie bewerten Sie als Musiker Einrichtungen wie zum Beispiel die Popakademie Baden-Württemberg?

Katja Moslehner: Ich mag generell Orte, an denen Menschen zusammenkommen, sich kreativ weiterbilden und austauschen.

Katja Moslehner.

FAUN ist seit über zehn Jahren ein wichtiger Bestandteil der internationalen Mittelalterszene und hat mit ihrer Musik ein eigenes Tor zu den Gefühls- und Gedankenwelten jener Zeit geöffnet. Die sechs Künstler Oliver s. Tyr, Fiona Rüggeberg, Niel Mitra, Stephan Groth, Rüdiger Maul und Katja Moslehner besetzen in der Mittelalterszene mit ihrem Pagan Folk ein eigenes musikalisches Feld. Die Band kombiniert romantische und mythische mittelalterliche Musikzitate mit musikalischen Einflüssen der Gegenwart zu modernem deutschsprachigem Mittelalter-Folk.

Quelle: www.universal-music.de

Weitblick

Das m:con Magazin für
die Veranstaltungsbranche

Herausgeber
m:con – mannheim:congress GmbH
Rosengartenplatz 2

68161 Mannheim

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Marion Treu
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Fotos
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Druck der Printausgabe
abcdruck GmbH

Verantwortlich
Johann W. Wagner (m:con)

Ausgabe 03 | April 2015
Printed in Germany.
Alle Rechte vorbehalten.

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HIER ZWITSCHERT DAS TEAM

Twitter-Interview mit Andrea Matheus, Leitung Event Services bei m:con

@mconMannheim

Wie sind Sie in die Kongress- und Eventbranche gekommen?

Nach mehreren Stationen, letztlich durch ein Praxissemester
bei m:con im Rahmen meines BWL-Studiums,
Fachrichtung Touristik / Verkehrswesen.

@mconMannheim

Was zeichnet Ihren Job aus?

Kontakt zu Menschen in verschiedenen Bereichen, Hineindenken
in neue Prozesse und Abläufe, Struktur und Organisation.

@mconMannheim

Vor welche Herausforderungen stellt ein medizinischer
Großkongress Ihre Abteilung?

Ablaufprozesse sollten auch abteilungsübergreifend perfekt
abgestimmt sein, wir müssen unter Zeitdruck lösungsorientiert
arbeiten.

@mconMannheim

Was war ihr schönstes Erlebnis auf einem Kongress?

Es ist immer wieder schön, wenn ein Kongress erfolgreich
abgeschlossen wird, der Kunde zufrieden ist und dieses
auch an das Team weitergibt.

@mconMannheim

Wie erholen Sie sich nach einem langen Tag?

Ich treffe Freunde, mache Sport, einen Spaziergang; grundsätzlich
achte ich auf eine ausgewogene Balance zwischen
Berufs- und Privatleben.

@mconMannheim

Das A und O für eine reibungslose Teilnehmerregistrierung
sind…

Eine vorausschauende Planung und flexibel zu reagieren. Die
Anmeldung muss effizient ablaufen und das Einlasshandling
durchdacht sein.

@mconMannheim

Wie halten Sie sich während der stressigen Kongresszeit fit?

Gesunde Ernährung und Sport, ausreichende Ruhephasen –
das wäre theoretisch wohl gut ;-)